Schlagwort: Bündnis Herne

  • SharEPic zu "Bochum: KEIN PLATZ FÜR NAZIS – NIRGENDWO"

    Bochum: KEIN PLATZ FÜR NAZIS – NIRGENDWO

    Die mehr als rechtsoffene Gruppierung „NRW Erwacht“ ruft am 20.05.2023 zu einer weiteren „Grossdemo“, diesmal in Bochum, auf.

    Ein breites Bündnis in Bochum möchte dies nicht unwidersprochen lassen und ruft am Bergbaumuseum in Bochum eine Gegenveranstaltung auf. Wir vom
    Bündnis Herne unterstützen die Gegenveranstaltung ausdrücklich und
    rufen alle Herner:innen auf, ebenfalls in der Nachbarstadt
    Gesicht zu zeigen!

    .Der Aufruf zur Gegenveranstaltung:

    „Zu einer Großdemo „NRW erwacht“ am 20. Mai rufen mehrere rechte und nach rechts offene Gruppen nach Bochum auf. Startort ist die Wiese vor dem Bergbau-Museum. Zu den Aufrufenden gehören u.a. die Corona Rebellen Bergisch Land, die Coronarebellen Düsseldorf, der Demokratische Widerstand Dortmund, die Freien Düsseldorfer, der Corona Report Wuppertal Bergisches Land, Hattingen für Frieden und Trommler Bochum.

    Dazu kommen voraussichtlich auch noch die Heimat Dortmund (neue NPD-Gruppe) sowie die NPD Bochum-Wattenscheid, wie es bereits bei der letzten Demo in Dortmund der Fall war.

    Der abgedruckte rosarote Panther auf zwei der Ankündigungen lässt auch eine Nähe zu den Ideologien des NSU erahnen.

    Weitere Menschen aus dem Spektrum der Querdenker, Reichsbürger und Selbstverwalter werden sich angesprochen fühlen. Seit August reist „NRW erwacht“ fast monatlich in eine andere Stadt in NRW, um ihre zum Teil rechten, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Inhalte und Gedanken zu verbreiten. Zwischen 500 – 750 Teilnehmer*innen sind den Aufrufen jeweils gefolgt.

    Die Demo beginnt mit einer „Sammlungsphase“ ab 14:00. Für 15 Uhr wird eine Auftaktkundgebung angekündigt. Danach soll durch die Stadt marschiert werden.

    Diese Demo findet unter dem Deckmantel: Frieden, Freiheit, Souveränität statt.

    Ein breites Bochumer Bündnis ruft zu einer Gegenkundgebung auf, um zu zeigen, dass es in Bochum keinen Platz für Nazis und deren Umfeld gibt!

    Mit der Polizei wurde bereits geklärt, dass ein großes buntes Bündnis ihnen mit einer Kundgebung ab 14:00 Uhr direkt vor dem Bergbaumuseum entgegentritt. Damit soll deutlich werden, wie absolut unerwünscht Nazis in Bochum sind. Unter dem Motto KEIN PLATZ FÜR NAZIS IN BOCHUM – NIRGENDWO! ruft das Bündnis alle Bürger*innen auf, sich zahlreich und mit Bannern, Plakaten und Sprechchören an dem Gegenprotest zu beteiligen.“

  • SharePic zu "Herner Plätze: Diesmal in Essen!"

    Herner Plätze: Diesmal in Essen!

    Essen stellt sich quer: Versammlung gegen „NRW erwacht“

    Ihr habt es alle mitbekommen: Gestern wurde im Rahmen von bundesweiten Razzien ein rechtsextremes Terrornetzwerk ausgehoben.

    Wie viele andere (u.a. Volksverpetzer, Amadeu-Antonio-Stiftung, CeMAS) warnt auch das Bündnis Herne seit geraumer Zeit vor der Mischung von Teilnehmenden bei den verschiedenen „Spaziergängen“ und Demonstrationen auch in Herne: Corona(-maßnahmen)skeptiker:innen, Esoteriker:innen, Verschwörungsgläubigen, Reichsbürger:innen, Rechtsradikale, AfD etc.

    Diese skurril anmutende Mischung wurde bisher eher im Hintergrund und wird mittlerweile immer offenkundiger aus der rechtsradikalen Szene gesteuert. Wer da immer noch mitläuft, ist längst kein „Kritiker“ mehr, sondern macht mit Rechtsradikalen und anderen Antidemokraten gemeinsame Sache.

    Am Sonntag (11.12.2022) ist die nächste „Großdemo“ von „NRW ERWACHT“ in Essen geplant. Auch dort wird sich wieder eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen versammeln, die den Umsturz herbeisehnen oder sich aktiv daran beteiligen. Sie sehen sich im „Widerstand“ und vergleichen sich dabei inzwischen nicht mehr mit Gegner:innen des NS-Regimes sondern ganz aktuell mit den demonstrierenden Menschen in China und Iran.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse ist es noch wichtiger geworden, am Sonntag nach Essen zu fahren und den dortigen Protest gegen die „NRW ERWACHT“-Demo zu unterstützen.

    Wir müssen städteübergreifend zeigen, dass wir ihren Umsturz nicht wollen!

    Gemeinsame Anreise mit dem ÖPNV nach Essen:
    13:09 Uhr Abfahrt Herne Bf (Gleis 6, RB 43 Richtung Dorsten)
    13:15 Uhr Ankunft Wanne-Eickel Hbf (Gleis 8)
    13:28 Uhr Abfahrt Wanne-Eickel Hbf (Gleis 3, RE 42 Richtung Mönchengladbach)
    13:45 Uhr Ankunft Essen Hbf
    Fußweg bis Kopstadtplatz ca. 12-15 Minuten

    Aufruf der Kolleg:innen aus Essen.

    Analyse der gestrigen Erkenntniss (Belltower News).

     

  • Beitragsbild des Bündnis Herne "Mein Licht gegen das Vergessen" 09.11.2022

    Mein Licht gegen das Vergessen!

    Gedenkveranstaltung am Mittwoch, den 9. November 2022 um 10:00 Uhr am Herner Shoah-Mahnmal (Kulturzentrum)

    Unter dem Titel
    „Mein Licht gegen das Vergessen“ lädt auch in diesem Jahr wieder ein breites Bündnis zu einer Gedenkveranstaltung ein.

    DGB Stadtverband Herne,
    DGB-Geschichtswerkstatt Herne,
    BÜNDNIS HERNE, Herner Friedensinitiative,
    Herner Sozialforum, Ver.di-Jugend Stadtverwaltung,
    Förderkreis Mahn -und Gedenkstätte Polizeigefängnis und Schüler:innen der
    Erich-Fried-Gesamtschule rufen mit folgendem Text zur Teilnahme auf:

    Vor 84 Jahren, am 9. November 1938, brannten auch in Herne und Wanne-Eickel die Synagogen, wurden Menschen jüdischen Glaubens erniedrigt, ausgeraubt, verfolgt, gequält und ermordet. Mehr als 400 jüdische Mitbürger:innen, über 1.700 ausländische Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangene, zahlreiche politische und religiöse Nazi-Gegner, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Emigranten:innen und Widerstandskämpfer:innen, aber auch 1.500 Bombenopfer des von den Nazis entfachten Weltkrieges dürfen nicht vergessen werden. Viele Naziopfer waren im ehemaligen Polizeigefängnis Herne inhaftiert, wurden von hier auf Transport in Zuchthäuser und Vernichtungslager geschickt und kehrten nie mehr zurück.

    NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG!

    Auch in diesem Jahr wollen wir wieder gemeinsam an die Reichspogromnacht 1938 erinnern und der zahlreichen Nazi-Opfer der Jahre 1933-1945 in Herne und Wanne-Eickel gedenken.

    Erinnern macht nur Sinn, wenn es Konsequenzen hat. Gedenken sollte in diesen Zeiten der Krisen, der Hochrüstung und Kriege, zum Nachdenken und Eingreifen führen. Wir müssen aus der Geschichte Lehren ziehen und verhindern, dass sich ähnliches wiederholt.

    Der Schwur der überlebenden Häftlinge des KZ-Buchenwald „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg“ ist uns Verpflichtung.

    MAHNUNG UND PROTEST IN UNSERER ZEIT

    Auch insofern verstehen wir das Gedenken an die Reichspogromnacht von 1938 als Mahnung und Protest gegen Intoleranz, Nationalismus, Juden- und Ausländerfeindlichkeit in unserer Zeit. Rechtsextreme Gruppierungen in Deutschland erstarken, Straf- und Gewalttaten wie Körperverletzungen und Brandstiftungen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Seit 1990 waren mindestens 219 Todesopfer sowie 16 weitere Verdachtsfälle rechtsextremer Gewaltausübung zuzuordnen. Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Hass und Hetze in sozialen Netzwerken und bei rechtspopulistischen Aufmärschen sind an der Tagesordnung. Sympathien für rechtsextremistische, rassistische und antisemitische Bewegungen werden in der Öffentlichkeit mehr und mehr offen zur Schau gestellt. Auch in Herne mussten wir uns zurückliegend rechtsextremer Aufmärsche erwehren, wiederholt standen wir fassungslos vor dem geschändeten Shoah-Mahnmal und Opfergrabstätten oder sind mit Nazi-Schmierereien konfrontiert. Dem stellen wir uns mit unserer Gedenkaktion am 9. November wieder entschlossen in den Weg.

    Wir möchten Schüler:innen, Eltern, Freund:innen und Lehrer:innen einladen, uns auch in diesem Jahr wieder bei der Gedenkfeier zu begleiten, um ein persönliches Zeichen gegen Hass und rechte Gewalt zu setzen und für eine demokratische Gesellschaft einzustehen.

    Zum Ablauf der Veranstaltung am Mittwoch, 9. November 2022:

    • Wir treffen uns um 10:00 Uhr am Shoah-Mahnmal (Willi-Pohlmann-Platz, hinter dem Kulturzentrum / Stadtbücherei) und werden dort – nach einer Schweigeminute – Rosen für die jüdischen Opfer der Nazi-Barbarei unserer Stadt ablegen.
    • Um 10:15 Uhr werden wir dann gemeinsam, geordnet und schweigend am Rathausplatz vorbei über die Freiligrathstraße zum Mahnmal an der Bebelstraße (gegenüber der Herner Post) gehen.
    • Gegen 10:30 Uhr erfolgen die Kranzniederlegung des DGB am Mahnmal an der Bebelstraße zu Ehren aller Opfer des Nazi-Terrors und kurze Ansprachen von Vertreter:innen der ver.di-Jugend.

    Veranstaltungsende: ca. 11°° Uhr

  • Mitglieder des Bündnis Herne mit Banner vor der Kreuzkirche in Herne

    Nazischmierereien im öffentlichen Herner Raum

    Am vorvergangenen Wochenende (22./23.10.2022) sind im öffentlichen Herner Raum (St. Bonifatius-Kirche und KUZ) Nazi-Schmierereien aufgetaucht. Das können und dürfen wir nicht unwidersprochen lassen!

    Wir vom Bündnis Herne werden uns nicht an Spekulationen über die Urheberschaft beteiligen. Das zu klären, ist Aufgabe der Polizei und des Staatsschutzes.

    Aber: Wer Hakenkreuze in den öffentlichen Raum schmiert, meint dies immer als Provokation.

    Das verurteilen wir vom Bündnis Herne von ganzem Herzen!

    Wir erklären uns solidarisch mit der betroffenen katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius, die bei vielen unserer Aktivitäten an unserer Seite stand und steht.

    Es geht hier aber nicht nur um eine ärgerliche Sachbeschädigung.

    Hakenkreuze und Hitlergrüße im öffentlichen Raum sind vor allem eine Verhöhnung der unzähligen Opfer des Nationalsozialismus!

    Hakenkreuze und Hitlergrüße im öffentlichen Raum sind allerdings auch ein weiterer Beleg dafür, dass sich die Grenzen des Sag- und Machbaren verschoben haben und weiter verschieben: Hemmungen und Skrupel schwinden, wenn es darum geht, zu hetzen und zu diffamieren. Das rücksichtslose Herumtrampeln auf den Gefühlen anderer gehört für einige offenbar längst zu ihren Grundrechten. Hass und Hetze verletzen aber nicht nur Gefühle, sondern bieten auch den Nährboden für Gewalt. Das erfüllt uns schon länger mit großer Sorge!

    Dass wir dies nun hier in Herne erleben, macht einmal mehr deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt der Herner Zivilgesellschaft ist.

    Wir müssen gemeinsam weiter aufklären, dagegen halten und unsere Stimmen erheben, wenn jemand Nazischeißdreck redet oder schreibt!“

    (dieses Statement haben wir am vergangenen Samstag im Anschluss an das wöchentliche Friedensgebet vor der Kreuzkirche verlesen. Vielen Dank an die Glaubensgemeinschaften, die uns den Rahmen zur Verfügung gestellt haben!)

  • SharePic zu "Rechte Aufmärsche am 16.10.22 in Oberhausen – Gegenprotest"

    Rechte Aufmärsche am 16.10.22 in Oberhausen – Gegenprotest

    Auch im Ruhrgebiet ist die „Schwurbelszene“ weiter aktiv und tut alles, um sich auf einen „heißen Herbst/Winter“ einzustimmen: Am 28.08. fand in Wuppertal eine Kundgebung des „Bergischen Erwachens“ statt, am 25.09. eine weitere Demo unter dem Motto „NRW ERWACHT“. Solltet ihr bei diesem Motto an die „Der Pott ERWACHT“-Demos Anfang März und Anfang April in Wanne-Eickel denken, liegt ihr richtig: Es handelt sich um die selben Akteur:innen, auch die Inhalte sind die gleichen: Es geht nach wie vor um die Coronamaßnahmen (wie immer: pauschal, völlig undifferenziert und in Teilen auch einfach falsch bzw. gelogen), hinzugekommen ist z. B. der Krieg in der Ukraine („nicht unser Krieg“) und die damit einhergehenden Preissteigerungen (v. a. Energiepreise).

    Die Organisator:innen stammen aus dem ganz rechten politischen Spektrum. Insofern sind die Themen wenig überraschend nur das Deckmäntelchen für Demokratiefeindlichkeit, Hass und Hetze. Lösungen werden nicht angeboten.

    Nach allem, was man inzwischen über die Ausrichtung dieser Demos wissen kann, muss sich jede:r, der/die dort mitläuft, zumindest den Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit gefallen lassen.

    Für kommenden Sonntag, 16.10.2022, ist die nächste „NRW ERWACHT“-Demo angekündigt, diesmal in Oberhausen (Innenstadt).

    Unsere Freund:innen vom dortigen Bündnis „ES RECIHT! Oberhausen solidarisch gegen Rechts“ rufen zu einer Gegenkundgebung auf:

    Ort: Oberhausen, Friedensplatz

    Uhrzeit: 13 Uhr

    Weitere Infos gibt es direkt auf der Homepage von
    ES REICHT! Oberhausen solidarisch gegen Rechts!

    Wir unterstützen diesen Aufruf und werden selbst auch mit ein paar Leuten vor Ort sein.

    Vielleicht sehen wir uns dort?

    Die „NRW ERWACHT“-Kundgebung startet übrigens um 14 Uhr auf dem selben Platz („Sammeln“), passt also bei der Anreise auf euch auf! Von 15 bis 18 Uhr ist deren „Umzug“ geplant.

  • Logo des Kanalfest 2022

    Trefft uns beim Kanalfest 2022!

    Kanalfest Bickern/Unser Fritz am Samstag, 10.09.2022, 13 – 18 Uhr

    Nach der coronabedingten Pause in den vergangenen beiden Jahren ist es nun endlich wieder so weit: Mit einem bunten Fest im Kulturpark an der Künstlerzeche präsentieren sich viele Vereine und Verbände, hauptsächlich aus den Stadtteilen Bickern und Unser-Fritz in Wanne-Eickel.

    Koordiniert vom Förderwerk Bickern/Unser-Fritz und gefördert durch viele engagierte Menschen aus Gruppen, Vereinen, dem Team Jugendarbeit, dem Projekt „Demokratie leben“ entsteht ein tolles Abbild vom sozialen Leben in Wanne-Eickel.

    Neben Essen und Trinken zu fairen Preisen gibt es ein vielseitiges Bühnenprogramm und an den zahlreichen Ständen natürlich jede Menge Informationen.

    Diesmal ist auch das Bündnis Herne dabei.

    Wir freuen uns, euch dort zu treffen – kommt rum!

  • SharePic des Bündnis Herne zum dreijährigen Bestehen der Initiative

    Drei Jahre Bündnis Herne!

    Das Bündnis Herne feiert Geburtstag!

    Heute jährt sich zum dritten Mal die Gründung des Bündnis Herne.

    Vor genau drei Jahren, am 20.08.2019, haben wir mit nur zwei Tagen Vorlauf eine Kundgebung auf dem Robert-Brauner-Platz auf die Beine gestellt. Sie war gegen den Versuch gerichtet, eine rechtsradikale Bürgerwehr in Herne zu etablieren.

    Wir alle gemeinsam haben damals erreicht, dass die als „Spaziergang“ getarnten Aufmärsche zunächst die Unterstützung aus anderen Ruhrgebietsstädten verloren und schließlich ganz eingestellt wurden.

    Mit etwas Stolz schauen wir heute zurück auf exakt 90 Veranstaltungen unterschiedlichster Art, die wir als Bündnis Herne ab August 2019 durchgeführt haben: V. a. Kundgebungen und Mahnwachen (insgesamt 60), darüber hinaus Livestreams zu verschiedenen Themen, Onlinebeiträge zu unterschiedlichen Anlässen, Workshops, Podiumsdiskussionen …

    Das alles wäre nicht möglich ohne die breite Unterstützung aus der Herner Zivilgesellschaft.

    Vielen Dank an euch alle!

    Zu danken haben wir auch unseren zahlreichen Kooperationspartnern für die tolle Zusammenarbeit bei verschiedensten Anlässen. Bitte seht es uns nach, dass wir nicht alle aufzählen. Eine fast vollständige Übersicht findet ihr hier.

    (ihr fehlt in der Liste? Meldet euch gern und wir fügen euch dort ein).

    Auch weiterhin wird sich das Bündnis Herne rechtsradikalen und anderen antidemokratischen Umtrieben in Herne entgegenstellen. Bedauerlich, dass das wohl auch weiter nötig sein wird.

    Aber: Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit euch weiter zu gehen!

  • Bündnis Herne Logo zum Beitrag "Antimuslimischer Rassismus"

    Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus

    Der Tag gegen antimuslimischen Rassismus wurde aus einem traurigen und dramatischen Anlass ins Leben gerufen: Am 01.Juli 2009 wurden Marwa El-Sherbini und ihr ungeborenes Kind im Landgericht Dresden von einem Rechtsextremisten aus Hass gegen Muslime ermordet. Der Ehemann, der seine Frau schützen wollte, wurde von der Polizei als Aggressor wahrgenommen und ebenfalls lebensbedrohlich angeschossen. Auch wenn es sich hierbei um einen extremen Vorfall handelt, leiden muslimisch gelesene Menschen noch heute unter der stereotypisierenden medialen Berichterstattung und rassistisch geprägten politischen Debatten. Und nicht selten führen Worte zu Taten.

    Beim Rassismus geht es um die Ausgrenzung und Abwertung bestimmter Minderheiten. Antimuslimischer Rassismus richtet sich gegen Muslim:innen und Menschen, die als solche von außen gelesen werden.

    Sie werden zu einer scheinbar homogenen Gruppe gemacht, die dann als „anders“ dargestellt und z. B. als „gewaltaffin“, „rückständig“, „frauenverachtend“, „unveränderlich“ und „integrationsunfähig“ abgewertet wird. Beim antimuslimischen Rassismus wird auf die Selbstwahrnehmung der betroffenen Personen und Gruppen keine Rücksicht genommen.

    Die Entwicklung in der Gesellschaft und in politischen Debatten zeigt die Tendenz, dass seit dem Jahr 2000 Muslim sein oder muslimisch gelesen zu werden bei rassistisch motivierten Taten im Vordergrund steht.

    Wir als Bündnis Herne rufen alle Demokrat:innen dazu auf, nicht nur über Rassismus zu reden, sondern auch antirassistisch zu handeln. Denn Rassismus, egal welcher Art, schadet nicht nur den betroffenen Minderheiten, sondern vor allem auch unserem friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft. Daher bitten wir alle Herner:innen darum, bei Anfeindungen und Gewalt gegen Menschen nicht wegzuschauen! Wenn z. B. Menschen aufgrund ihrer Herkunft beleidigt werden oder Frauen wegen ihres Kopftuches diskriminiert werden, dann braucht es Mutige, die eingreifen und den Rassist:innen widersprechen – und zwar nicht nur jeweils am 01. Juli!

    Unsere Stadt Herne hat eine große muslimische Community, die genauso vielfältig ist wie unsere Stadt selbst. Darin liegt ein großes Potential, unsere Gesellschaft zu bereichern. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn wir Vorurteile überwinden und uns gegenseitig stets mit Respekt begegnen!

  • Regenbogenfahne

    Ein Grußwort zum Herner CSD 2022

    Endlich ist es so weit: Nach zwei Jahren in ausschließlich digitaler Form macht nun der erste Christopher Street Day die Vielfältigkeit queeren Lebens auch in Herne sichtbar!

    Genau darum geht es beim CSD: Um die Normalisierung der Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensentwürfe und geschlechtlicher (Selbst-)Zuordnungen. Wie wichtig dies ist, hat der furchtbare Vorfall Ende März gezeigt, als das 15jähriges trans Mädchen Jess aufgrund ihrer sexuellen Identität von Jugendlichen ins Koma geprügelt wurde.

    Wir vom Bündnis Herne erklären uns solidarisch mit all jenen, die auch heute noch schmerzlich von feindseligen Äußerungen betroffen sind, solidarisch mit all jenen, die sich aus Angst vor Stigmatisierung verborgen halten, solidarisch mit all jenen, die zweifeln. Und solidarisch mit all jenen, die in der Vergangenheit nach vorne getreten sind und heute nach vorne treten und ihre Plätze in einer oftmals noch viel zu engen Gesellschaft einfordern.

    Wir sehen euch!

    Es wäre schön, wenn wir irgendwann auch bei diesem Thema nicht mehr zwischen „uns“ und „euch“ unterscheiden, sondern es einfach ein „wir“ gibt, in dem die ganze Vielfalt ein Zuhause hat.

    Den Weg dorthin müssen wir als Gesellschaft gemeinsam gehen, es darf nicht allein eure Aufgabe und euer Kampf sein!

    Deshalb begrüßen wir vom Bündnis Herne die aktuelle Initiative der Stadtratsfraktion von „Bündnis 90/Die Grünen“ als wichtigen Impuls für eine breite Auseinandersetzung mit den Erfordernissen einer vielfältigen Stadtgesellschaft.

    Das ganze Programm für Samstag, 18.06.2022, findet ihr
    hier.

    Kommt alle, zeigt, dass euch die Vielfalt in unserer Stadt am Herzen liegt!

    #vielfaltsichtbarmachen

    #csdherne

    #csd

    #queeresjugendforum

    #buendnisherne

    #herneistbunt

  • Logo der Kampagne "AfD Landtag Nazifrei"

    Pressemitteilung #LandtagNazifrei

    „AfD wählen heißt Nazis wählen!“

    Aktivist:innen aus NRW starten Social Media-Aktion vor der Landtagswahl 

    Essen/Herne/Oberhausen/Bochum, 12. Mai 2022. Unter dem Hashtag #LandtagNazifrei haben am Donnerstagabend um 19 Uhr zahlreiche Organisationen, Einzelpersonen, Bands und Gruppen ein eindeutiges Zeichen gegen die AfD vor der anstehenden Landtagswahl am Sonntag gesetzt. „AfD wählen heißt Nazis wählen“, stellen die Initiator:innen klar. „Schleswig-Holstein hat es vorgemacht, dort ist die rechtsextreme AfD deutlich aus dem Landtag rausgewählt worden. Wir wollen mit unserer Aktion erreichen, dass das auch bei uns in NRW passiert.“ Im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Noch ist die Partei mit 13 Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag vertreten. 

    „Die AfD verbreitet weiter ihre rassistischen, menschenverachtenden Parolen und ist der parlamentarische Arm der extremen Rechten“, so die Initiator:innen. „Sie versucht Rassismus und rechte Hetze salonfähig zu machen. Wir erleben schon länger einen Rechtsruck in der Gesellschaft. Sich dem aktiv entgegen zu stellen, ist für uns selbstverständlich. Wir hoffen, dass die Bürger:innen das auch so sehen und ihr Kreuz nicht bei der sogenannten Alternative für Deutschland machen.“ Rund 13 Millionen Wahlberechtigte können am Sonntag ihre Stimme abgeben. 

    Am heutigen Donnerstag wurde bekannt, dass in Essen ein rechtsextremer Terroranschlag verhindert wurde. Dort wurde ein 16-jähriger Schüler verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, einen Anschlag geplant zu haben. In seiner Wohnung wurde neben einer Armbrust und Rohrkörpern auch rechtsextremes und ausländerfeindliches Material gefunden, wie NRW-Innenminister Herbert Reul auf einer Pressekonferenz bestätigte. „Wir sehen, dass Rechtsextremismus – auch in Nordrhein-Westfalen – eine Gefahr für alle darstellt“, so die Initiator:innen. Erst am Dienstag hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser bestätigt, dass die größte Gefahr für politisch motivierte Straftaten von rechts ausgeht. „Diese schon seit Jahren andauernde Entwicklung ordnen wir klar auch dem Erstarken der AfD zu. Sie verschiebt wieder und wieder die Grenze des Sag- und Machbaren und ist klar (mit)verantwortlich für den Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Rechtsextremes Gedankengut wird so relativiert und wie schnell aus Worten Taten werden können, haben wir heute in Essen gesehen“, sagen die Initiator:innen der heutigen Social Media-Aktion. 

    Zurück geht die Initiative auf eine Bündnis aus mehreren Gruppen und Bündnissen aus Nordrhein-Westfalen, unter anderem Aufstehen gegen Rassismus Essen, Aufstehen gegen Rassismus Wuppertal, Essen stellt sich quer, Bündnis Herne, Schirme gegen Rechts, SJD – Die Falken LV NRW, ES REICHT! Oberhausen solidarisch gegen Rechts, AfD Watch Bochum.

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