Schlagwort: Vielfalt

  • SharePic CSD HERNE 2026 Rückblick

    Rückblick CSD Herne 2026

    Das Bündnis Herne beim CSD am 11.07.2026

    Wie in den vergangenen Jahren war das Bündnis Herne auch diesmal wieder mit einem Infostand vertreten. Für uns ist es selbstverständlich, durch unsere aktive Beteiligung am CSD Herne die Sichtbarkeit queeren Lebens in unserer Stadt zu unterstützen und Haltung zu zeigen.

    Besonders gefreut hat uns die Verstärkung durch Hubert und Heike von „Demokratie-Werkstadt-RE e.V.“ aus Recklinghausen.

    An unserem Stand war viel los. Besonderen Anklang fanden unsere Trillerpfeifen in Regenbogenfarben, Seifenblasen und die große Auswahl an Stickern. Als besondere Attraktion hatten wir diesmal die „Mauer der Vielfalt“ mitgebracht: Alle Teilnehmenden konnten mit einer Farbe ihrer Wahl jeweils einen Stein der Mauer besprühen. Damit wollen wir zeigen: Auf unserer Seite der Brandmauer ist die Welt vielfältig und bunt!

    Auch an unserer Arbeit herrschte reges Interesse, vor allem am „Herner Versprechen“. In einigen Fällen konnten wir direkt die Erfahrungen aus unserem Workshop am 05.07.2026 anwenden („Populistischer Sprache radikal höflich entgegentreten“). Nur ein Besucher musste höflich aufgefordert werden, sich von unserem Stand zu entfernen.

    Trotz der Hitze war es wieder einmal ein toller Tag! Vielen Dank an das CSD-Team für die Organisation!

    Auch bei dieser Veranstaltung wurde wieder deutlich, dass Demokratie ein Mitmach-Projekt ist. Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander sprechen, sich austauschen, etwas organisieren – im Kleinen wie im Großen.

    Ihr denkt darüber nach, euch beim Bündnis Herne für Demokratieförderung zu engagieren? In unserem Veranstaltungskalender findet ihr alle anstehenden Termine. Kommt einfach dazu, lernt Aktive kennen und schaut, in welcher Form ihr euch bei uns einbringen könnt.

    Im Verein „queer in Herne e. V.“ kann man übrigens auch mitmachen.

    Die Mauer wird von Jung und Alt gestaltet.
    Die Mauer wird von Jung und Alt gestaltet.
  • Bündnis Herne Logo zum Beitrag "Antimuslimischer Rassismus"

    Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus

    Der Tag gegen antimuslimischen Rassismus wurde aus einem traurigen und dramatischen Anlass ins Leben gerufen: Am 01.Juli 2009 wurden Marwa El-Sherbini und ihr ungeborenes Kind im Landgericht Dresden von einem Rechtsextremisten aus Hass gegen Muslime ermordet. Der Ehemann, der seine Frau schützen wollte, wurde von der Polizei als Aggressor wahrgenommen und ebenfalls lebensbedrohlich angeschossen. Auch wenn es sich hierbei um einen extremen Vorfall handelt, leiden muslimisch gelesene Menschen noch heute unter der stereotypisierenden medialen Berichterstattung und rassistisch geprägten politischen Debatten. Und nicht selten führen Worte zu Taten.

    Beim Rassismus geht es um die Ausgrenzung und Abwertung bestimmter Minderheiten. Antimuslimischer Rassismus richtet sich gegen Muslim:innen und Menschen, die als solche von außen gelesen werden.

    Sie werden zu einer scheinbar homogenen Gruppe gemacht, die dann als „anders“ dargestellt und z. B. als „gewaltaffin“, „rückständig“, „frauenverachtend“, „unveränderlich“ und „integrationsunfähig“ abgewertet wird. Beim antimuslimischen Rassismus wird auf die Selbstwahrnehmung der betroffenen Personen und Gruppen keine Rücksicht genommen.

    Die Entwicklung in der Gesellschaft und in politischen Debatten zeigt die Tendenz, dass seit dem Jahr 2000 Muslim sein oder muslimisch gelesen zu werden bei rassistisch motivierten Taten im Vordergrund steht.

    Wir als Bündnis Herne rufen alle Demokrat:innen dazu auf, nicht nur über Rassismus zu reden, sondern auch antirassistisch zu handeln. Denn Rassismus, egal welcher Art, schadet nicht nur den betroffenen Minderheiten, sondern vor allem auch unserem friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft. Daher bitten wir alle Herner:innen darum, bei Anfeindungen und Gewalt gegen Menschen nicht wegzuschauen! Wenn z. B. Menschen aufgrund ihrer Herkunft beleidigt werden oder Frauen wegen ihres Kopftuches diskriminiert werden, dann braucht es Mutige, die eingreifen und den Rassist:innen widersprechen – und zwar nicht nur jeweils am 01. Juli!

    Unsere Stadt Herne hat eine große muslimische Community, die genauso vielfältig ist wie unsere Stadt selbst. Darin liegt ein großes Potential, unsere Gesellschaft zu bereichern. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn wir Vorurteile überwinden und uns gegenseitig stets mit Respekt begegnen!

  • Regenbogenfahne

    Ein Grußwort zum Herner CSD 2022

    Endlich ist es so weit: Nach zwei Jahren in ausschließlich digitaler Form macht nun der erste Christopher Street Day die Vielfältigkeit queeren Lebens auch in Herne sichtbar!

    Genau darum geht es beim CSD: Um die Normalisierung der Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensentwürfe und geschlechtlicher (Selbst-)Zuordnungen. Wie wichtig dies ist, hat der furchtbare Vorfall Ende März gezeigt, als das 15jähriges trans Mädchen Jess aufgrund ihrer sexuellen Identität von Jugendlichen ins Koma geprügelt wurde.

    Wir vom Bündnis Herne erklären uns solidarisch mit all jenen, die auch heute noch schmerzlich von feindseligen Äußerungen betroffen sind, solidarisch mit all jenen, die sich aus Angst vor Stigmatisierung verborgen halten, solidarisch mit all jenen, die zweifeln. Und solidarisch mit all jenen, die in der Vergangenheit nach vorne getreten sind und heute nach vorne treten und ihre Plätze in einer oftmals noch viel zu engen Gesellschaft einfordern.

    Wir sehen euch!

    Es wäre schön, wenn wir irgendwann auch bei diesem Thema nicht mehr zwischen „uns“ und „euch“ unterscheiden, sondern es einfach ein „wir“ gibt, in dem die ganze Vielfalt ein Zuhause hat.

    Den Weg dorthin müssen wir als Gesellschaft gemeinsam gehen, es darf nicht allein eure Aufgabe und euer Kampf sein!

    Deshalb begrüßen wir vom Bündnis Herne die aktuelle Initiative der Stadtratsfraktion von „Bündnis 90/Die Grünen“ als wichtigen Impuls für eine breite Auseinandersetzung mit den Erfordernissen einer vielfältigen Stadtgesellschaft.

    Das ganze Programm für Samstag, 18.06.2022, findet ihr
    hier.

    Kommt alle, zeigt, dass euch die Vielfalt in unserer Stadt am Herzen liegt!

    #vielfaltsichtbarmachen

    #csdherne

    #csd

    #queeresjugendforum

    #buendnisherne

    #herneistbunt

  • Transgenderflagge

    Transgender-Mädchen von Kindern ins Koma geprügelt

    Das Bündnis Herne hat sich in den letzten beiden Jahren am digitalen Herner CSDs beteiligt, wir freuen uns, dieses Jahr beim ersten Herner Straßen-CSD dabei zu sein.

    Dieser furchtbare Vorfall macht deutlich, dass es beim CSD nicht nur um ein bisschen Party geht, sondern um die Normalisierung der Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensentwürfe und geschlechtlicher (Selbst-)Zuordnungen.

    Jessi hat es für das Bündnis Herne auf den Punkt gebracht:

    Die richtigen Worte zu finden und das noch im Namen aller Personen des Bündnis Herne ist schwierig.

    Wahrscheinlich sollte es sachlich sein, aber ich, genau wie einige andere Personen des Bündnis Herne, habe Kinder im Alter der Betroffenen und bin einfach nur fassungslos, entsetzt, traurig, wütend und mein Kopf ist leer, aber mein Herz umso voller. Niemand, der nicht in eine ähnlich fürchterliche Situation geraten ist, kann es sich vorstellen, nachvollziehen, geschweige denn sich hineinversetzen.

    Ich bin fassungslos, dass so eine abscheuliche Tat passiert. Ich bin entsetzt, dass es Kinder sind, die so brutal und hasserfüllt agieren. Ich bin traurig, dass Jess sich in Gefahr begibt, nur weil sie sie selbst sein möchte. Ich bin wütend, denn

    ich habe gehofft, wir wären weiter…

    Im Namen des Bündnis Herne möchte ich zum Ausdruck bringen, dass wir die Tat bis ins Letzte verurteilen, unsere Genesungswünsche Jess gelten und wir hoffen, dass sie ihren Mut und ihre Stärke dadurch nicht einbüßt. Wir sehen Dich.

    Der Artikel zu diesem Vorfall in der WAZ Herne.

  • Foto von Teilnehmenden der Veranstaltung "Bass gegen Hass"

    Bündnis Herne unterstützt die Forderung des KAZ

    Das Kulturell-Alternative-Zentrum Herne (KAZ) ist seit der Geburtsstunde des Bündnis Herne an unserer Seite, tatkräftig und beherzt im Kampf gegen Rassismus.

    Deshalb ist es unser großes Anliegen, jetzt auch unterstützend an seiner Seite zu sein. Das KAZ ist aus der Herner Kulturszene nicht mehr wegzudenken, es bereichert sie.

    Hier ist vor allen Dingen das jährliche KAZ Open-Air-Festival und das vielfältige Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung jeglicher Art zu nennen.

    Kultur braucht Raum, in diesem Falle im wahrsten Sinne des Wortes: Das KAZ als Teil der alternativen Kultur- und Kunstszene braucht eine feste Räumlichkeit, um ein vielfältiges und offenes Herne zu stärken, weitere großartige Veranstaltungen zu planen, zu koordinieren und als Anlaufstelle zu dienen.

  • SharePic zur Online-Podiumsdiskussion des Bündnis Herne "Shalom und Salam"

    Shalom und Salam. Auswirkungen des Nahostkonfliktes auf unser Miteinander

    Podium der Online-Diskussion Bündnis Herne "Shalom und Salam"
    Podium der Online-Diskussion Bündnis Herne „Shalom und Salam“

    Am 30.06.2021 hatten wir gemeinsam mit der „Partnerschaft für Demokratie Herne (PfD Herne)“ interessante, tolle Gäste zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Shalom und Salam. Auswirkungen des Nahostkonfliktes auf unser Miteinander“ eingeladen.

    Unsere Gäste waren Anton Tsirin (u.a. Präsident von Makkabi Deutschland Jugend), Tuncay Nazik (Leiter Islamische Gemeinde Herne Röhlinghausen e.V.), Sobitha Balakrishnan (DINX-Institut), Micha Neumann (Antidiskriminierungsberater ADIRA) und Rabeya Müller (Liberal-Islamischer Bund e.V.).

    Moderiert von dem wunderbaren Fadl Speck (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.) brachten sie über 90 Minuten lang ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Perspektiven ein.

    Wer eine „krawallige“ Talkrunde erwartet hatte, war möglicherweise enttäuscht – unsere Gäste haben vorgemacht, dass es möglich ist, sich trotz kontroverser Positionen respektvoll auszutauschen, einander zuzuhören, Gedanken aufzunehmen, weiterzuspinnen.


    Am Beispiel unseres Themas ist einmal mehr deutlich geworden, dass viele Herausforderungen zu vielschichtig sind, um in zwei bis drei Sätzen eine Meinung dazu zu artikulieren. Die individuelle Bewertung komplexer Zusammenhänge hängt zudem immer auch mit den individuellen Erfahrungen zusammen. Das jeweils zu berücksichtigen und zu respektieren, erscheint zielführender als jeweils für sich selbst die „einzige richtige Wahrnehmung“ zu beanspruchen und damit die Erfahrungen von anderen abzuwerten.

    Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten – alle, die den Livestream am Mittwoch verpasst haben, können ihn sich hier nachträglich noch anschauen – es lohnt sich!

    Unser Dank gilt – neben unseren Gästen – Merlin Morzeck und Holtkamp//media Rental für die hervorragende technische Umsetzung des Livestreams! Gerne wieder!

    Hinweis zu den Fotos: Alle im Pluto anwesenden Beteiligten waren entweder schon durchgeimpft oder zumindest tagesaktuell negativ getestet; daher konnten wir auf das Tragen von Masken verzichten.

  • Logo des CSD Herne 2021

    Das Bündnis Herne beteiligt sich an den 2. digitalen CSD in Herne!

    Unser Grußwort:

    Es bewegt sich was in Herne!

    Herne hat seit letztem Jahr einen eigenen Christopher Street Day – leider kann er auch dieses Jahr wieder nur virtuell stattfinden.

    Nichtsdestotrotz macht der CSD auch auf diesem Weg wieder die Vielfalt in unserer Stadt sichtbar!

    Vielen Dank für euer Engagement – und vielen Dank, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei sein dürfen!

    Vielfalt in Begehren und in der geschlechtlichen Identität waren in unserer Stadt lange Zeit wenig sichtbar. „Pride“ lässt sich eben leichter leben, wenn sie von anderen bunten Menschen in pulsierenden Szenevierteln vorgelebt wird. Sicher, Herne ist eine große Stadt und das Zuhause für Menschen aus allen Teilen der Welt und für Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen.


    Doch Herne pulsiert oft eher leise. Oft scheint es sogar so, als müsste Herne überhaupt erst wieder zu sich und einem neuen großstädtischen Bewusstsein kommen. Die Gründung des queeren Jugendforums und die Ankündigung eines CSD in unserer Stadt sind deshalb wichtige Schritte auf dem Weg dorthin gewesen!

    In immer mehr Städten gelingt es dem Christopher Street Day, zumindest temporär einen sicheren öffentlichen Raum zu schaffen, in dem alle queeren Menschen ohne Angst verschieden sein können.

    Wir finden es essenziell, alternative Lebensentwürfe außerhalb der „klassischen“ Kleinfamilie aus Mutter, Vater und 1,5 Kindern sichtbar zu machen, um zu einem selbstverständlichen Miteinander zu gelangen. Einem Miteinander, das alle Menschen einschließt, ganz egal, wen sie lieben, und ganz egal, ob sie sich als Frau, als Mann oder als nicht-binär identifizieren.

    Dieses Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit, sondern musste hart erkämpft werden:

    Der Christopher Street Day steht in der kämpferischen Tradition der Schwulen-, Lesben- und Transbewegung. Ein breit getragenes Gefühl von politischer Selbstwirksamkeit und von Zusammenhalt nahm seinen Ausgang 1969 in New York, als sich zum ersten Mal Besucher*innen einer Szenebar gegen willkürliche polizeiliche Maßnahmen wehrten.

    Solche Szenen sind für uns heute kaum noch vorstellbar, aber am Ziel sind wir noch lange nicht: In weiten Teilen der Welt stehen homosexuelle Handlungen noch heute unter Strafe, und auch hierzulande halten sich einige reformbedürftige Gesetze, gesellschaftliche Vorurteile und Diskriminierungen in unterschiedlichen Formen. 

    Wir möchten mit unserer Teilnahme unsere Solidarität gegenüber all jenen erklären, die auch heute noch schmerzlich von feindseligen Äußerungen betroffen sind. Solidarität mit all jenen, die sich aus Angst vor Stigmatisierung verborgen halten. Solidarität mit all jenen, die zweifeln. Und Solidarität mit all jenen, die in der Vergangenheit nach vorne getreten sind und heute nach vorne treten und ihre Plätze in einer oftmals noch viel zu engen Gesellschaft einfordern.

    Schätzungsweise 10.000 queere Herner*innen leben in unserer Mitte.

    Euch sagen wir: Niemand soll euch dafür anfeinden, wen ihr liebt und welcher geschlechtlichen Identität ihr euch zugehörig fühlt. 

    In eurem Kampf gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte steht das Bündnis Herne an eurer Seite!

    Das Bündnis Herne wünscht von Herzen einen lauten, schrillen und bunten
    Online-CSD 2021. Wir freuen uns, im nächsten Jahr endlich mit euch gemeinsam auf die Straße zu gehen!

  • Foto Said Hussaini

    In Afghanistan wurde ich geboren

    Lasst bitte Deutschland meine Heimat sein.

    In Afghanistan wurde ich geboren.

    Mit vielleicht 2 Jahren flüchteten meine Eltern, mit mir, nach Pakistan.

    Ist Afghanistan meine Heimat? Nein!

    In Pakistan lebten wir illegal und unter ständiger Angst. Das, was mich glücklich machte war das Fußballspielen, mit meinen Freunden.

    Ist Pakistan meine Heimat? Nein!

    Meine Eltern schickten mich zu einem Onkel, in den Iran. Diese Familie lebte dort ebenfalls illegal. Hier verbrachte ich ein paar Jahre. Dann sagte mein Onkel ich kann nicht länger bei ihm bleiben.

    Ist der Iran meine Heimat? Nein!

    Während ich mit meinem Vater telefonierte, sagte er mir, Hussain, geh nach Europa, damit wenigstens einer von uns überlebt. Er schickte mir Geld und ich ging diesen Weg.

    Jetzt lebe ich in Deutschland, seit September 2015. Es war oft sehr schwer, aber ich gehe das erste Mal in die Schule, lerne die sehr schwere deutsche Sprache, habe neue Freunde, eine deutsche Familie und eine sehr schöne Wohnung. Ich denke, ich bin oft glücklich.

    Ist Deutschland meine Heimat? Ja, hier fühle ich mich gut.

    Lasst bitte Deutschland meine Heimat sein.

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