Kategorie: Stellungnahmen

  • Beitragsbild des Bündnis Herne "Mein Licht gegen das Vergessen" 09.11.2022

    Mein Licht gegen das Vergessen!

    Gedenkveranstaltung am Mittwoch, den 9. November 2022 um 10:00 Uhr am Herner Shoah-Mahnmal (Kulturzentrum)

    Unter dem Titel
    „Mein Licht gegen das Vergessen“ lädt auch in diesem Jahr wieder ein breites Bündnis zu einer Gedenkveranstaltung ein.

    DGB Stadtverband Herne,
    DGB-Geschichtswerkstatt Herne,
    BÜNDNIS HERNE, Herner Friedensinitiative,
    Herner Sozialforum, Ver.di-Jugend Stadtverwaltung,
    Förderkreis Mahn -und Gedenkstätte Polizeigefängnis und Schüler:innen der
    Erich-Fried-Gesamtschule rufen mit folgendem Text zur Teilnahme auf:

    Vor 84 Jahren, am 9. November 1938, brannten auch in Herne und Wanne-Eickel die Synagogen, wurden Menschen jüdischen Glaubens erniedrigt, ausgeraubt, verfolgt, gequält und ermordet. Mehr als 400 jüdische Mitbürger:innen, über 1.700 ausländische Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangene, zahlreiche politische und religiöse Nazi-Gegner, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Emigranten:innen und Widerstandskämpfer:innen, aber auch 1.500 Bombenopfer des von den Nazis entfachten Weltkrieges dürfen nicht vergessen werden. Viele Naziopfer waren im ehemaligen Polizeigefängnis Herne inhaftiert, wurden von hier auf Transport in Zuchthäuser und Vernichtungslager geschickt und kehrten nie mehr zurück.

    NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG!

    Auch in diesem Jahr wollen wir wieder gemeinsam an die Reichspogromnacht 1938 erinnern und der zahlreichen Nazi-Opfer der Jahre 1933-1945 in Herne und Wanne-Eickel gedenken.

    Erinnern macht nur Sinn, wenn es Konsequenzen hat. Gedenken sollte in diesen Zeiten der Krisen, der Hochrüstung und Kriege, zum Nachdenken und Eingreifen führen. Wir müssen aus der Geschichte Lehren ziehen und verhindern, dass sich ähnliches wiederholt.

    Der Schwur der überlebenden Häftlinge des KZ-Buchenwald „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg“ ist uns Verpflichtung.

    MAHNUNG UND PROTEST IN UNSERER ZEIT

    Auch insofern verstehen wir das Gedenken an die Reichspogromnacht von 1938 als Mahnung und Protest gegen Intoleranz, Nationalismus, Juden- und Ausländerfeindlichkeit in unserer Zeit. Rechtsextreme Gruppierungen in Deutschland erstarken, Straf- und Gewalttaten wie Körperverletzungen und Brandstiftungen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Seit 1990 waren mindestens 219 Todesopfer sowie 16 weitere Verdachtsfälle rechtsextremer Gewaltausübung zuzuordnen. Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Hass und Hetze in sozialen Netzwerken und bei rechtspopulistischen Aufmärschen sind an der Tagesordnung. Sympathien für rechtsextremistische, rassistische und antisemitische Bewegungen werden in der Öffentlichkeit mehr und mehr offen zur Schau gestellt. Auch in Herne mussten wir uns zurückliegend rechtsextremer Aufmärsche erwehren, wiederholt standen wir fassungslos vor dem geschändeten Shoah-Mahnmal und Opfergrabstätten oder sind mit Nazi-Schmierereien konfrontiert. Dem stellen wir uns mit unserer Gedenkaktion am 9. November wieder entschlossen in den Weg.

    Wir möchten Schüler:innen, Eltern, Freund:innen und Lehrer:innen einladen, uns auch in diesem Jahr wieder bei der Gedenkfeier zu begleiten, um ein persönliches Zeichen gegen Hass und rechte Gewalt zu setzen und für eine demokratische Gesellschaft einzustehen.

    Zum Ablauf der Veranstaltung am Mittwoch, 9. November 2022:

    • Wir treffen uns um 10:00 Uhr am Shoah-Mahnmal (Willi-Pohlmann-Platz, hinter dem Kulturzentrum / Stadtbücherei) und werden dort – nach einer Schweigeminute – Rosen für die jüdischen Opfer der Nazi-Barbarei unserer Stadt ablegen.
    • Um 10:15 Uhr werden wir dann gemeinsam, geordnet und schweigend am Rathausplatz vorbei über die Freiligrathstraße zum Mahnmal an der Bebelstraße (gegenüber der Herner Post) gehen.
    • Gegen 10:30 Uhr erfolgen die Kranzniederlegung des DGB am Mahnmal an der Bebelstraße zu Ehren aller Opfer des Nazi-Terrors und kurze Ansprachen von Vertreter:innen der ver.di-Jugend.

    Veranstaltungsende: ca. 11°° Uhr

  • Mitglieder des Bündnis Herne mit Banner vor der Kreuzkirche in Herne

    Nazischmierereien im öffentlichen Herner Raum

    Am vorvergangenen Wochenende (22./23.10.2022) sind im öffentlichen Herner Raum (St. Bonifatius-Kirche und KUZ) Nazi-Schmierereien aufgetaucht. Das können und dürfen wir nicht unwidersprochen lassen!

    Wir vom Bündnis Herne werden uns nicht an Spekulationen über die Urheberschaft beteiligen. Das zu klären, ist Aufgabe der Polizei und des Staatsschutzes.

    Aber: Wer Hakenkreuze in den öffentlichen Raum schmiert, meint dies immer als Provokation.

    Das verurteilen wir vom Bündnis Herne von ganzem Herzen!

    Wir erklären uns solidarisch mit der betroffenen katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius, die bei vielen unserer Aktivitäten an unserer Seite stand und steht.

    Es geht hier aber nicht nur um eine ärgerliche Sachbeschädigung.

    Hakenkreuze und Hitlergrüße im öffentlichen Raum sind vor allem eine Verhöhnung der unzähligen Opfer des Nationalsozialismus!

    Hakenkreuze und Hitlergrüße im öffentlichen Raum sind allerdings auch ein weiterer Beleg dafür, dass sich die Grenzen des Sag- und Machbaren verschoben haben und weiter verschieben: Hemmungen und Skrupel schwinden, wenn es darum geht, zu hetzen und zu diffamieren. Das rücksichtslose Herumtrampeln auf den Gefühlen anderer gehört für einige offenbar längst zu ihren Grundrechten. Hass und Hetze verletzen aber nicht nur Gefühle, sondern bieten auch den Nährboden für Gewalt. Das erfüllt uns schon länger mit großer Sorge!

    Dass wir dies nun hier in Herne erleben, macht einmal mehr deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt der Herner Zivilgesellschaft ist.

    Wir müssen gemeinsam weiter aufklären, dagegen halten und unsere Stimmen erheben, wenn jemand Nazischeißdreck redet oder schreibt!“

    (dieses Statement haben wir am vergangenen Samstag im Anschluss an das wöchentliche Friedensgebet vor der Kreuzkirche verlesen. Vielen Dank an die Glaubensgemeinschaften, die uns den Rahmen zur Verfügung gestellt haben!)

  • Bündnis Herne Logo zum Beitrag "Antimuslimischer Rassismus"

    Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus

    Der Tag gegen antimuslimischen Rassismus wurde aus einem traurigen und dramatischen Anlass ins Leben gerufen: Am 01.Juli 2009 wurden Marwa El-Sherbini und ihr ungeborenes Kind im Landgericht Dresden von einem Rechtsextremisten aus Hass gegen Muslime ermordet. Der Ehemann, der seine Frau schützen wollte, wurde von der Polizei als Aggressor wahrgenommen und ebenfalls lebensbedrohlich angeschossen. Auch wenn es sich hierbei um einen extremen Vorfall handelt, leiden muslimisch gelesene Menschen noch heute unter der stereotypisierenden medialen Berichterstattung und rassistisch geprägten politischen Debatten. Und nicht selten führen Worte zu Taten.

    Beim Rassismus geht es um die Ausgrenzung und Abwertung bestimmter Minderheiten. Antimuslimischer Rassismus richtet sich gegen Muslim:innen und Menschen, die als solche von außen gelesen werden.

    Sie werden zu einer scheinbar homogenen Gruppe gemacht, die dann als „anders“ dargestellt und z. B. als „gewaltaffin“, „rückständig“, „frauenverachtend“, „unveränderlich“ und „integrationsunfähig“ abgewertet wird. Beim antimuslimischen Rassismus wird auf die Selbstwahrnehmung der betroffenen Personen und Gruppen keine Rücksicht genommen.

    Die Entwicklung in der Gesellschaft und in politischen Debatten zeigt die Tendenz, dass seit dem Jahr 2000 Muslim sein oder muslimisch gelesen zu werden bei rassistisch motivierten Taten im Vordergrund steht.

    Wir als Bündnis Herne rufen alle Demokrat:innen dazu auf, nicht nur über Rassismus zu reden, sondern auch antirassistisch zu handeln. Denn Rassismus, egal welcher Art, schadet nicht nur den betroffenen Minderheiten, sondern vor allem auch unserem friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft. Daher bitten wir alle Herner:innen darum, bei Anfeindungen und Gewalt gegen Menschen nicht wegzuschauen! Wenn z. B. Menschen aufgrund ihrer Herkunft beleidigt werden oder Frauen wegen ihres Kopftuches diskriminiert werden, dann braucht es Mutige, die eingreifen und den Rassist:innen widersprechen – und zwar nicht nur jeweils am 01. Juli!

    Unsere Stadt Herne hat eine große muslimische Community, die genauso vielfältig ist wie unsere Stadt selbst. Darin liegt ein großes Potential, unsere Gesellschaft zu bereichern. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn wir Vorurteile überwinden und uns gegenseitig stets mit Respekt begegnen!

  • Regenbogenfahne

    Ein Grußwort zum Herner CSD 2022

    Endlich ist es so weit: Nach zwei Jahren in ausschließlich digitaler Form macht nun der erste Christopher Street Day die Vielfältigkeit queeren Lebens auch in Herne sichtbar!

    Genau darum geht es beim CSD: Um die Normalisierung der Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensentwürfe und geschlechtlicher (Selbst-)Zuordnungen. Wie wichtig dies ist, hat der furchtbare Vorfall Ende März gezeigt, als das 15jähriges trans Mädchen Jess aufgrund ihrer sexuellen Identität von Jugendlichen ins Koma geprügelt wurde.

    Wir vom Bündnis Herne erklären uns solidarisch mit all jenen, die auch heute noch schmerzlich von feindseligen Äußerungen betroffen sind, solidarisch mit all jenen, die sich aus Angst vor Stigmatisierung verborgen halten, solidarisch mit all jenen, die zweifeln. Und solidarisch mit all jenen, die in der Vergangenheit nach vorne getreten sind und heute nach vorne treten und ihre Plätze in einer oftmals noch viel zu engen Gesellschaft einfordern.

    Wir sehen euch!

    Es wäre schön, wenn wir irgendwann auch bei diesem Thema nicht mehr zwischen „uns“ und „euch“ unterscheiden, sondern es einfach ein „wir“ gibt, in dem die ganze Vielfalt ein Zuhause hat.

    Den Weg dorthin müssen wir als Gesellschaft gemeinsam gehen, es darf nicht allein eure Aufgabe und euer Kampf sein!

    Deshalb begrüßen wir vom Bündnis Herne die aktuelle Initiative der Stadtratsfraktion von „Bündnis 90/Die Grünen“ als wichtigen Impuls für eine breite Auseinandersetzung mit den Erfordernissen einer vielfältigen Stadtgesellschaft.

    Das ganze Programm für Samstag, 18.06.2022, findet ihr
    hier.

    Kommt alle, zeigt, dass euch die Vielfalt in unserer Stadt am Herzen liegt!

    #vielfaltsichtbarmachen

    #csdherne

    #csd

    #queeresjugendforum

    #buendnisherne

    #herneistbunt

  • Logo der Kampagne "AfD Landtag Nazifrei"

    Pressemitteilung #LandtagNazifrei

    „AfD wählen heißt Nazis wählen!“

    Aktivist:innen aus NRW starten Social Media-Aktion vor der Landtagswahl 

    Essen/Herne/Oberhausen/Bochum, 12. Mai 2022. Unter dem Hashtag #LandtagNazifrei haben am Donnerstagabend um 19 Uhr zahlreiche Organisationen, Einzelpersonen, Bands und Gruppen ein eindeutiges Zeichen gegen die AfD vor der anstehenden Landtagswahl am Sonntag gesetzt. „AfD wählen heißt Nazis wählen“, stellen die Initiator:innen klar. „Schleswig-Holstein hat es vorgemacht, dort ist die rechtsextreme AfD deutlich aus dem Landtag rausgewählt worden. Wir wollen mit unserer Aktion erreichen, dass das auch bei uns in NRW passiert.“ Im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Noch ist die Partei mit 13 Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag vertreten. 

    „Die AfD verbreitet weiter ihre rassistischen, menschenverachtenden Parolen und ist der parlamentarische Arm der extremen Rechten“, so die Initiator:innen. „Sie versucht Rassismus und rechte Hetze salonfähig zu machen. Wir erleben schon länger einen Rechtsruck in der Gesellschaft. Sich dem aktiv entgegen zu stellen, ist für uns selbstverständlich. Wir hoffen, dass die Bürger:innen das auch so sehen und ihr Kreuz nicht bei der sogenannten Alternative für Deutschland machen.“ Rund 13 Millionen Wahlberechtigte können am Sonntag ihre Stimme abgeben. 

    Am heutigen Donnerstag wurde bekannt, dass in Essen ein rechtsextremer Terroranschlag verhindert wurde. Dort wurde ein 16-jähriger Schüler verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, einen Anschlag geplant zu haben. In seiner Wohnung wurde neben einer Armbrust und Rohrkörpern auch rechtsextremes und ausländerfeindliches Material gefunden, wie NRW-Innenminister Herbert Reul auf einer Pressekonferenz bestätigte. „Wir sehen, dass Rechtsextremismus – auch in Nordrhein-Westfalen – eine Gefahr für alle darstellt“, so die Initiator:innen. Erst am Dienstag hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser bestätigt, dass die größte Gefahr für politisch motivierte Straftaten von rechts ausgeht. „Diese schon seit Jahren andauernde Entwicklung ordnen wir klar auch dem Erstarken der AfD zu. Sie verschiebt wieder und wieder die Grenze des Sag- und Machbaren und ist klar (mit)verantwortlich für den Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Rechtsextremes Gedankengut wird so relativiert und wie schnell aus Worten Taten werden können, haben wir heute in Essen gesehen“, sagen die Initiator:innen der heutigen Social Media-Aktion. 

    Zurück geht die Initiative auf eine Bündnis aus mehreren Gruppen und Bündnissen aus Nordrhein-Westfalen, unter anderem Aufstehen gegen Rassismus Essen, Aufstehen gegen Rassismus Wuppertal, Essen stellt sich quer, Bündnis Herne, Schirme gegen Rechts, SJD – Die Falken LV NRW, ES REICHT! Oberhausen solidarisch gegen Rechts, AfD Watch Bochum.

  • Logo der Kampagne "AfD Landtag Nazifrei"

    Landtag Nazi frei!

    AfD wählen heißt Nazis wählen!

    #LandtagNazifrei

  • Transgenderflagge

    Transgender-Mädchen von Kindern ins Koma geprügelt

    Das Bündnis Herne hat sich in den letzten beiden Jahren am digitalen Herner CSDs beteiligt, wir freuen uns, dieses Jahr beim ersten Herner Straßen-CSD dabei zu sein.

    Dieser furchtbare Vorfall macht deutlich, dass es beim CSD nicht nur um ein bisschen Party geht, sondern um die Normalisierung der Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensentwürfe und geschlechtlicher (Selbst-)Zuordnungen.

    Jessi hat es für das Bündnis Herne auf den Punkt gebracht:

    Die richtigen Worte zu finden und das noch im Namen aller Personen des Bündnis Herne ist schwierig.

    Wahrscheinlich sollte es sachlich sein, aber ich, genau wie einige andere Personen des Bündnis Herne, habe Kinder im Alter der Betroffenen und bin einfach nur fassungslos, entsetzt, traurig, wütend und mein Kopf ist leer, aber mein Herz umso voller. Niemand, der nicht in eine ähnlich fürchterliche Situation geraten ist, kann es sich vorstellen, nachvollziehen, geschweige denn sich hineinversetzen.

    Ich bin fassungslos, dass so eine abscheuliche Tat passiert. Ich bin entsetzt, dass es Kinder sind, die so brutal und hasserfüllt agieren. Ich bin traurig, dass Jess sich in Gefahr begibt, nur weil sie sie selbst sein möchte. Ich bin wütend, denn

    ich habe gehofft, wir wären weiter…

    Im Namen des Bündnis Herne möchte ich zum Ausdruck bringen, dass wir die Tat bis ins Letzte verurteilen, unsere Genesungswünsche Jess gelten und wir hoffen, dass sie ihren Mut und ihre Stärke dadurch nicht einbüßt. Wir sehen Dich.

    Der Artikel zu diesem Vorfall in der WAZ Herne.

  • SharePic zu "Rückblick „Packt den Pott nicht an!“ 06.03.2022"

    Rückblick „Packt den Pott nicht an!“ 06.03.2022

    Unter dem Motto „Packt den Pott nicht an!“ hatten wir am vergangenen Sonntag (06.03.) zu einer Kundgebung Am Buschmannshof aufgerufen. Anlass war eine angekündigte Versammlung der „Querdenken“-Szene, für die ruhrgebietsweit mobilisiert worden war.

    Das Bild, das sich uns bot, als der „Schwurbelzug“ an uns vorbeilief, mussten wir erstmal verdauen und einordnen – das ging vielen von euch wahrscheinlich ähnlich.

    Da die Samstagsdemos mittlerweile ganz eingestellt worden waren und die „Montagsspaziergänge“ konsequent nur ein lächerlich kleines Trüppchen auf die Straße bringen, hatte wohl niemand mit einer solch großen Zahl an Teilnehmer:innen auf Seiten der Coronamaßnahmenverweiger:innen und Demokratiefeind:innen gerechnet.

    Hier ein paar Gedanken unsererseits:

    Allein schon der Titel der Veranstaltung „Der Pott ERWACHT“ beschwört Erinnerungen an Zeiten herauf, in denen „Deutschland erwachen“ sollte; dieser Bezug zur NS-Zeit setzte sich in der Aufmachung des Onlineflyers wie auch in den martialisch-aggressiven Mobilsierungsvideos fort.

    Die Mobilisierung zu dieser Veranstaltung ist nahezu ausschließlich über die einschlägigen Telegramgruppen erfolgt. Es ist bekannt, dass diese Gruppen von „rechts außen“ orchestriert werden („Freie Sachsen“/“Freie Nordrhein-Westfalen“, „Die Rechte“, NPD, Afd, dieBasis). Das macht nicht zwangsläufig alle Teilnehmenden einer solchen Demo zu „Nazis“ oder „Rechtsradikalen“.

    Aber: Wir können davon ausgehen, dass die allergrößte Mehrheit der Teilnehmenden in diesen Telegramgruppen auf die Kundgebung aufmerksam wurde, in denen von morgens bis abends Verschwörungserzählungen (häufig einhergehend mit antisemitischen Bezügen) und Falschinformationen geteilt werden, die immer unwidersprochen bleiben. Die Chatverläufe dieser Gruppen triefen von einem grundlegenden Misstrauen in Politik, Regierung, Institutionen etc.

    Insofern können wir mit einiger Berechtigung festhalten: Wer da am Sonntag mitgelaufen ist, hat sich wissentlich in die Riege der Demokratiefeind:innen eingereiht und muss sich insofern nicht wundern, wenn er/sie auch als das bezeichnet wird.

    Der demokratiefeindliche Tenor in den Chats fand seine Entsprechung während der Demo in den Durchsagen aus den Lautsprecherwagen und Megafonen wie auch in zahlreichen der mitgeführten Plakate (Beendigung des Staatsstreiches bzw. der hier herrschenden Diktatur, Falschinformationen zur Pandemie etc.).

    Die in diesem „Aufzug“ versammelte Melange an Menschen gab ein skurriles Bild ab: Menschen, die eher dem esoterischen Spektrum zugerechnet werden konnten, tanzten durch die Straßen, neben/hinter sich Menschen in Tarnfleck oder mit Kriegsbemalung im Gesicht, dann wieder Menschen mit Friedensfahnen; dazwischen bekannte Rechtsradikale, Menschen aus den verschiedenen lokalen „Pegida“-Ablegern, und Reichsbürger:innen. Wie schon in anderen Städten liefen vermeintliche Pflegekräfte vorne weg; und die Herner Feuerwehr hat sich aufgrund eines Banners mit „Feuerwehrbezug“ zu einer scharfen Distanzierung genötigt gesehen. Auch die gezeigte „Antifa“-Fahne war schon bei einer früheren Gelegenheit als Fake enttarnt worden. Auch sogenannten „freie Linke“, die nichts mit der Partei DIE LINKE zu tun haben, zogen mit.

    Russische Fahnen wurden ebenso geschwenkt wie ukrainische, auch gelb blaue Symboliken fehlten nicht. Diese widersprüchlichen Botschaften werden in der Bevölkerung als „wir sind die Mehrheit“ wahrgenommen, ungeachtet der nicht miteinander zu verbindenden Botschaften.

    Das sehen wir als gefährlich an.

    Überall im Zug folgten Teilnehmende der Aufforderung der Veranstalter:innen, dem Gegenprotest „ganz viel Liebe“ zu zeigen – es war mehr als deutlich zu erkennen, dass die „Herzgesten“ bei vielen nicht ansatzseite von Herzen kamen, sondern nur der Provokation dienten.

    Der karnevalsartige Charakter, den der Demozug teilweise hatte, stand in verstörendem Widerspruch zum Krieg gegen die Ukraine, der auch hier bei vielen als bedrückend und beängstigend wahrgenommen wird.

    Im Angesicht eines Krieges vor unserer Haustür, der viele Menschen verschiedenen Formen von Gewalt aussetzt, ein solches Spektakel zu veranstalten, zeugt von genau der grotesken Ich-Bezogenheit, die wir von Anfang an thematisiert haben.

    Während in Russland zahlreiche Menschen verhaftet werden, die trotz zu erwartender Repressalien gegen den Krieg auf die Straße gehen, schwenken die „Wahnwichtel“ in unseren Straßen russische Fahnen, feiern den Autokraten Putin und wähnen sich im „Widerstand“ gegen eine „Diktatur“. Es ist – mit Verlaub – zum Brechen!

    Insofern sehen wir die Berichterstattung einiger Medien sehr kritisch: Es ist immer noch verharmlosend von „Impfgegner:innen“ die Rede. Wie wir schon mehrfach gezeigt haben, ist die möglicherweise anstehende Impfpflicht nur der Vorwand für rechtsradikeles oder anderweitig demokratiefeindliches Treiben. Es ist somit nicht zielführend, Teilnehmenden in Interviews auch noch die Gelegenheit zu Aussagen über ihre „Sorgen und Nöte“ zu geben, während es ihnen eigentlich nur um ihren eigenen Vorteil geht. Das unterstützt den gewollt harmlos aussehenden „Protest gegen die Zwangsmaßnahmen“ auf fahrlässige Weise!

    Ein Wort zur Größe der „Schwurbeldemo“: Die Medien haben die Zahl der Polizei (3500 Teilnehmende) aufgegriffen – bei eigenen Zählungen kommen wir auf etwa 2200; das ist natürlich immer noch mehr, als die meisten erwartet hatten; rechnet man die Zahlen nun aber herunter auf das Ruhrgebiet, kommt man auf 40-70 Teilnehmende pro Stadt. Aus den Autokennzeichen rund um den Kirmesplatz wissen wir allerdings, dass die Mobilisierung auch Menschen außerhalb des Ruhrgebiets erreicht hat. Die wenigsten der Teilnehmenden kamen wohl aus Herne. Das zeigte sich dann auch beim nächsten „Montagsspaziergang“ durch die Herner Innenstadt – mit wieder einmal nur zehn Personen ganz sicher kein „Volksaufstand“.

    Abschließend möchten wir aber den wichtigsten Punkt nicht vergessen:

    Vielen, vielen Dank allen Menschen, die unserem Aufruf gefolgt waren, die am Friedensgebet, bei unserer zentralen Kundgebung Am Buschmannshof wie auch an den dezentralen Aktionspunkten an der Christuskirche und an der Flora-Marzina-Kreuzung (Schirme gegen Rechts) teilgenommen haben.

    Vielen Dank an alle, die den Aufruf geteilt und uns auch sonst auf verschiedenste Weise bei den Vorbereitung und der Durchführung unterstützt haben, v.a. die Partnerschaft für Demokratie Herne (PfD).

    Ein besonders dickes Dankeschön geht natürlich raus an die Redner:innen und Musiker:innen auf unserer Bühne: der Schorsch aus Bakau, die Glaubensgemeinschaften (die mit ihrem Statement nicht mehr zum Zug gekommen sind), die „Schirme gegen Rechts“, Stefan Marx (DGB), Knut Szmit (Witten) und Christoph Hövel (auch für seinen Beitrag zum Thema „Verschwörungsideologien“ war leider keine Zeit mehr). Die Beiträge, soweit sie uns zur Verfügung gestellt wurden, findet ihr hier auf unserer Web-Seite.

  • Foto von Jacob Liedkte

    Redemanuskript für die Kundgebung des Bündnis Herne am 06. März

    Ich hatte mir vorgenommen, ein Redemanuskript für die Kundgebung des Bündnis Herne am 06. März zu schreiben, in dem es um eine Positionierung des Bündnisses zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gehen sollte. Um die Bewunderung von „Querdenken“ und der internationalen Rechten für den Despoten Vladimir Putin. Und um die Erkenntnis, dass Demokratie nie selbstverständlich ist, sondern immer wieder erkämpft werden muss. Die Verkürzung unseres Kundgebungsprogramms hat nunmehr dazu geführt, dass der Redebeitrag nun als schriftlicher Kommentar veröffentlicht wird.

    Ich hatte mir für diesen Beitrag vorgenommen, einen Konsens zu umreißen, der aktuell Menschen weltweit eint und hinter dem sich auch alle Demokrat:innen in Herne möglicherweise würden versammeln können. Und sicher – uns eint Vieles: Die Verurteilung der russischen Aggression, das Mitgefühl gegenüber den Menschen in der Ukraine und denen auf der Flucht. Uns eint überall sichtbare Hilfsbereitschaft und vor allem eint uns alle die tiefgehende emotionale Erschütterung über diesen historischen Völkerrechtsbruch.

    Ich überlegte nun also, was noch gesagt werden muss, was in den vergangenen Tagen nicht schon tausendfach gesagt worden ist. Und auch wenn selbstverständlich nie oft genug betont werden kann, dass die Menschen der Welt mit ihren Herzen, Gedanken und Taten an der Seite der Menschen in der Ukraine stehen, wirkt doch jedes Wort darüber irgendwie zu wenig. Trotz aller Worte bleibt irgendwo Sprachlosigkeit.

    Die Bilder der Brutalität des Krieges, die Bilder von Flucht und die Bilder von rücksichtsloser Zerstörung treffen uns alle tief in unsere Herzen. Wir sehen, wie Menschen alles Vertraute und Geliebte verlieren. Wir sehen die Opfer an Leben, die die Verteidigung der ukrainischen Freiheit und Souveränität kostet. Und so tief, wie wir diese Bilder aufnehmen, so tief sind auch die Emotionen, die sie in uns auslösen. Einige Menschen sind erfüllt mit Trauer, andere mit Angst, manche sind konsterniert und wie bewegungslos, andere stürzen sich in praktische Solidarität und organisieren Hilfe oder versuchen, politisch Stellung zu beziehen.

    Unsere Erfahrungen, Perspektiven und möglicherweise Traumata rahmen unsere Blicke auf die Bilder aus der Ukraine. Unsere individuellen Lagen in dieser Gesellschaft geben uns Handlungsspielräume, wie wir mit ihnen umgehen können. Ich kann heute keinen Konsens zur weltpolitischen Lage umreißen, der über das hinausgeht, was schon gesagt worden ist. Ich kann nur sagen: Niemand steht alleine vor dem Chaos der Welt und niemand ist allein mit der Schwierigkeit, etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Wir alle mögen beim Sortieren der zahllosen Emotionen und Gedanken in einzelnen Fragen zu sehr unterschiedlichen Schlüssen gelangen. Aber wir alle können uns stützen und aneinander wachsen, wenn wir uns gegenseitig leiten, uns zuhören, unterschiedliche Perspektiven abwägen und möglicherweise gemeinsam zu neuen Schlüssen kommen.

    Wichtig ist dabei, dass wir dabei vor allem die Perspektiven derer sichtbar werden lassen, deren Stimmen in der allgemeinen Wahrnehmung oft marginalisiert werden und untergehen.

    Wir müssen allen zuhören, die in der vergangenen Zeit nach Deutschland und Europa geflüchtet sind. Wir müssen uns fragen lassen, weshalb es Vielen offenbar leichter fällt, Menschen willkommen zu heißen, deren äußeres Erscheinungsbild sie als weniger fremd erscheinen lässt, als Menschen aus dem Iran, aus Kurdistan oder Guinea. Als Europäer:innen müssen wir uns fragen lassen, wieso wir seit Jahren Pushbacks und menschenunwürdige Lager an unseren Außengrenzen dulden, wenn wir doch offenbar zu Empathie und Menschlichkeit in der Lage sind. Alle Menschen, die Schutz vor Gewalt, Verfolgung und Elend suchen – ob aus der Ukraine oder anderen Regionen dieser Welt – haben das Recht, mit der gleichen Menschlichkeit empfangen zu werden. Es darf keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse geben!

    Lasst uns aber auch aufmerksam sein, wenn Russinnen und Russen, oder Menschen, die dafür gehalten werden, von Antislawismus berichten. Russischstämmige Restaurantbesitzer:innen in diesem Land können nämlich nichts für den Krieg und die Großmachtsphantasien von Vladimir Putin, die getragen werden von seinen Vertrauten im russischen Staat, seiner Wirtschaft und großen Teilen seiner orthodoxen Kirche. Lasst uns aufstehen, wenn Russ:innen Diskriminierung erfahren und lasst uns oppositionelle Stimmen in Russland und hier vor Ort unterstützen.

    Lasst uns auch den Stimmen Gehör schenken, die in den 1990er Jahren aus der Balkanregion geflohen sind oder Menschen aus Abchasien, Südossetien, Tschetschenien, Transnistrien, dem Donbass oder anderen Regionen Osteuropas. Verdrängen wir nicht die Kriegserfahrungen dieser Europäer:innen, nur, weil sie uns vielleicht vor Augen führen würden, dass der Westen Putin oder andere Despoten schon viel zu oft, viel zu lange hat gewähren lassen. Krieg in Europa gibt es nicht erst seit dem 24. Februar, allein der Krieg in der Ukraine schwelt bereits seit 2014.

    Ich wünsche mir Öffentlichkeit für trans Menschen, die bei ihrer Ausreise aus der Ukraine Probleme bekommen, weil ihr Geschlecht im Kontext der allgemeinen Mobilmachung angezweifelt wird. Ich wünsche mir außerdem Öffentlichkeit für die Frage der Geschlechtlichkeit des Krieges im Allgemeinen. Oft wird gefragt: Wäre die Welt eine bessere, wenn die Hälfte der Macht Frauen gehören würde? Wir können es nicht wissen, aber auf einen Versuch sollten wir es ankommen lassen. Männer wie Putin handeln wie Männer wie Putin – keinesfalls nur, aber auch – weil sie besessen sind von ihrer fragilen Männlichkeit. Maskulinismus und eine patriarchale Gesellschaftsauffassung quellen aus den politischen Handlungen Vladimir Putins – allein wenn man die Debatte um das Gesetz über „Homosexuelle Propaganda“ betrachtet. Der Krieg ist deshalb gewissermaßen auch die letzte Eskalationsstufe von Putins Hypermaskulinismus, der auch schon in seinen Oben-Ohne-Kalenderaufnahmen, thronend auf einem Pferd oder mit Waffe in der Hand, aufscheint. Krieg hat aber nicht nur wegen Vladimir Putins brüchigem Ego etwas mit Geschlecht zu tun.

    Die eben erwähnte Situation von trans Personen im Zusammenhang mit der allgemeinen Mobilmachung ist dafür repräsentativ. Wir müssen uns fragen, wieso die Vorstellung ehrenhaft kämpfender Männer und sorgender Frauen sich im Kontext des Krieges auch 2022 noch so hartnäckig hält.

    Ich selbst bin ein Mann im sogenannten wehrfähigen Alter. Was würde ich machen, wenn wegen einer despotischen Aggression plötzlich alles auf dem Spiel stünde? Wenn nicht ein Land angegriffen würde, in dem ich zufällig lebe, sondern die Ideen von Freiheit und Demokratie selbst? Die Ukrainer:innen haben sich seit der Vertreibung von Viktor Janukowytsch in Folge des Euromaidan zunehmend von Russland emanzipiert und sich der Demokratie zugewandt. Auch heute kämpfen viele Menschen in Charkiv, Kiew, Odessa, Cherson oder anderen Städten nicht nur für die Souveränität und Freiheit der Ukraine, sondern sie erklären sich selbst zur Frontlinie eines Angriffes auf die Demokratie und auf die Idee der europäischen Einigkeit als solcher. Viele entscheiden sich genau deshalb bewusst zu bleiben, aus der tiefen Überzeugung, dass ihre Werte verteidigenswert sind. Daran ist nichts heroisches, denn Tod und Verstümmelung bergen nichts Schönes. Niemand kann Krieg wollen. Ja, er ist das Schlechteste, was der Mensch hervorzubringen vermag. Aber manchmal kann man nicht selbst entscheiden, ob man den Krieg oder den Frieden wählen möchte. Der Krieg kann einfach Realität werden. Jederzeit, auch in Europa. Es bereitet mir Unbehagen, mir selbst die Frage danach zu stellen, was ich tun würde, wenn alles auf dem Spiel stünde. Würde ich kämpfen oder fliehen?

    Ich weiß es nicht und bin dankbar für das nicht selbst verdiente Privileg, mir diese Frage bisher nicht konkret stellen zu müssen. Was ich aber weiß, ist, dass ich tiefe Achtung vor allen Frauen und Männern habe, die ihre Städte vor den Aggressoren verteidigen, teils unbewaffnet und indem sie russischen Militärkolonnen einfach den Weg abschneiden. Ich wünsche mir für diese Menschen, ich wünsche mir für die Ukraine und ich wünsche mir für Frieden und Freiheit in der Welt, dass der russischen Invasion am Ende kein Erfolg beschieden sein wird. Auch wenn die Nachrichten in diesen Tagen wenig Gutes erahnen lassen.

    Slava ukrajini!

    Jacob Liedtke am 06.03.2022

  • Logo der Initiative "Schirme gegen Rechts"

    Eigentlich…

    Eigentlich wollen wir dieser Bewegung, in der absurdeste Verschwörungserzählungen kursieren, in der die Geschichte aufs Schlimmste verdreht wird, heute mit Humor begegnen.

    Eigentlich wollen wir dieser Bewegung ein Theater vorspielen, sie noch mehr ins Lächerliche ziehen, als sie es selbst schon tut.

    Eigentlich…

    Doch dann kommt der 24.02.

    Der brutale Despot Putin lässt seine Truppen in die Ukraine einmarschieren.

    Ein Faschist, der vorgibt die Ukraine entnazifizieren zu wollen, die von dem einzigen jüdischen Staatsoberhaupt außerhalb von Israel angeführt wird … Das ist an Zynismus und Absurdität kaum zu überbieten.

    Es herrscht Krieg in Europa.

    Es herrscht Krieg in Europa!

    Und in den einschlägigen Telegramgruppen, die sich hier in unserem Land in einer Diktatur wähnen, wird dieser lupenreine Diktator gefeiert.

    Während in der Ukraine Menschen sterben, in Russland Menschen verschwinden, die sich gegen den Krieg stellen, fühlt diese „Bewegung“ sich hier, in Deutschland, bedroht…

    So wird aus unserem Humor Wut.

    Wut gegen diese unglaubliche Ignoranz. Wut gegen diese tatsächliche, egoistische, menschenverachtende, Bewegung.

    Und wir sagen in diese Richtung:

    Verlasst unsere Stadt, verlasst am besten das Land.

    Geht in Russland demonstrieren, und lernt, was eine Diktatur ist.

    Schirme gegen Rechts am 06.03.2022

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