Schlagwort: Herner Versprechen

  • SharePic Kanalfest 2026 Rückblick

    20. Kanalfest: Mehr als 170 Kinder und Jugendliche spielen Demokratie

    Mehr als 170 Kinder und Jugendliche bei unseren Demokratiespielen, eine „Mauer der Vielfalt“, die schließlich auf beiden Seiten bunt wurde, und viele Gespräche an unserem Infostand: Beim 20. Kanalfest am Samstag, 12. September 2026, war an unserem Stand im Kulturpark an der Künstlerzeche Herne einiges los.

    Angenehme Temperaturen boten gute Bedingungen, um sich Zeit für die vielen Stände zu nehmen. Insgesamt beteiligten sich 42 Vereine und Verbände an der Jubiläumsausgabe des Kanalfests. Von 13 bis 18 Uhr gab es Informationsstände, kreative und spielerische Mitmachaktionen, Sport, Musik und kulinarische Angebote.

    Klara, Maxi und Hugo stellen sich zur Wahl

    Besonders gut angenommen wurden unsere Demokratiespiele. Mehr als 170 Kinder und Jugendliche haben wir im Laufe des Tages gezählt. Dabei zeigten die Teilnehmer:innen viel Wissen über unsere Demokratie und ein sicheres Gespür für Begriffe wie „Meinungsfreiheit“ und „faire Entscheidung“.

    Natürlich wurde auch gewählt: Bei der Wahl zum/zur Klassensprecher:in der Tiere traten Katze Klara, Maus Maxi und Hund Hugo gegeneinander an. Klara ging als „mutig und eigenwillig“ ins Rennen, Maxi als „clever und vorsichtig“ und Hugo als „treu und laut“.

    Das Ergebnis blieb lange offen. Hund Hugo übernahm mit dem Zuspruch der Kinder und Jugendlichen immer wieder die Führung. Am Ende setzte sich Katze Klara knapp vor Maus Maxi durch.

    Und weil bei unseren Spielen alle gewinnen, die sich an Demokratie beteiligen, haben wir die Kinder und Jugendlichen anschließend zu „Bündnis Herne – Demokratie Rabauken“ erklärt. Als Dank fürs Mitmachen bekam jede:r einen entsprechenden Schlüsselanhänger.

    Eine „Mauer der Vielfalt“ mit zwei bunten Seiten

    Auch an unserer „Mauer der Vielfalt“ wurde mit viel Hingabe gearbeitet. Kinder konnten die Mauer mit den bereitgestellten Farben gemeinsam gestalten.

    Doch eine Seite reichte ihnen offenbar nicht: Schon lange vor dem Ende des Kanalfests begannen die Kinder, auch die Rückseite bunt zu besprühen. So bekam die „Mauer der Vielfalt“ bei dieser Ausgabe des Kanalfests gleich zwei gestaltete Seiten.

    Viele Gespräche und Unterschriften für das Herner Versprechen

    Während die Kinder spielten und die Mauer gestalteten, kamen wir mit Eltern und weiteren Besucher:innen ins Gespräch. Dabei erhielten wir viel Zuspruch für unsere Arbeit zum Erhalt der Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Auch für unseren überparteilichen Anspruch bekamen wir viel Wertschätzung.

    Besonders gefreut hat uns, dass bereits während der Veranstaltung viele Menschen das Herner Versprechen online unterschrieben haben.

    Wer das Herner Versprechen ebenfalls unterstützen möchte, kann es online lesen und unterzeichnen:

    Das Herner Versprechen

    So bleiben uns vom 20. Kanalfest vor allem viele Begegnungen und Gespräche in Erinnerung – und mehr als 170 neue „Demokratie Rabauken“, die uns bei unseren Spielen gezeigt haben, wie viel sie bereits über Demokratie wissen.

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  • SharePic BH 18. KAZ Open Air - Rückblick

    18. KAZ Open Air – Rückblick

    Wind, Regen und traumhafter Sonnenschein: Beim 18. KAZ Open Air am 29. August 2026 im Skatepark Hibernia zeigte sich das Wetter ausgesprochen abwechslungsreich. Der Stimmung bei uns und den vielen Besucher:innen tat das keinen Abbruch. Für uns bleibt vor allem ein schöner Tag unter Freund:innen in Erinnerung.

    Nach unserer kurzfristigen Absage im vergangenen Jahr waren wir diesmal wieder mit einem eigenen Infostand dabei. Das Kulturell-Alternative Zentrum Herne ist Gründungsmitglied des Bündnis Herne und hat seit 2019 viele unserer Veranstaltungen unterstützt oder überhaupt erst möglich gemacht. Entsprechend haben wir uns darauf gefreut, wieder gemeinsam einen Tag beim KAZ Open Air zu verbringen.

    Viele Gespräche über unsere Arbeit und das Herner Versprechen

    Unser Stand war sehr gut besucht. Wir konnten viele Gespräche mit Menschen aus ganz Deutschland über ihre eigenen Erfahrungen sowie über unsere Arbeit und insbesondere über das Herner Versprechen führen.

    Die Reaktionen darauf reichten von Überraschung darüber, dass ein solcher Schulterschluss zwischen Demokrat:innen aus allen politischen Lagern in dieser Deutlichkeit möglich ist, bis hin zu Anerkennung und Bewunderung für das, was wir damit in Herne erreicht haben.

    Gerade Menschen aus dem Osten Deutschlands äußerten sich sehr wertschätzend über unsere Arbeit. Gleichzeitig erzählten sie von vielen negativen Situationen aus ihrer Heimat und teilten ihre Sorgen über die Entwicklung im Osten Deutschlands mit uns. So entstanden an unserem Stand neben vielen kurzen Begegnungen auch immer wieder persönliche und ausführliche Gespräche.

    Gemeinsam mit den „Eltern gegen Rechts – Herne“

    Mit uns am Stand waren auch die neu gegründeten „Eltern gegen Rechts – Herne“. Sie machten auf ihr Anliegen aufmerksam und boten für Kinder eine Mal- und Postkartenaktion an. Dabei wurden viele Steine bunt angemalt.

    Mehr über die „Eltern gegen Rechts – Herne“ gibt es auf Instagram.

    Musik, Skateboarding und eine bunte Vielfalt

    Zum KAZ Open Air gehörten auch in diesem Jahr Live-Musik, Skateboarding sowie verschiedene Info- und weitere Stände. Sieben Bands standen auf dem Programm: Waving the Guns, Dosenstolz, Pisscharge, Angry Youth Elite, Ratbite, Silk und Shok Güzel. Dazu kam der Skate-Contest von Plan B.

    Das KAZ organisiert das Open Air vollständig ehrenamtlich. Ziel des Vereins ist es, einen Ort zu schaffen, an dem alle unabhängig vom Geldbeutel zwei Tage mit Musik, Skateboarding und anderen Menschen verbringen können.

    Auch für uns war diese Vielfalt an diesem Samstag überall zu erleben: in den Begegnungen, in den Gesprächen und bei den vielen freundlichen und bunten Menschen im Skatepark.

    Mehr zum KAZ Open Air 2026 gibt es auf Instagram.

  • SharePic Demokratie auf der Straße 22.08.2026 - Rückblick

    Demokratie auf der Straße: Bündnis Herne im Gespräch mit Passant:innen

    Am Samstag, den 22.08.2026, war das Bündnis Herne von 10:30 bis 12:30 Uhr mit der Aktion „Demokratie auf der Straße“ in der Herner Innenstadt unterwegs. Drei Mitglieder des Bündnis Herne suchten dabei gezielt das Gespräch mit Passant:innen.

    Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Wahrnehmung der Passant:innen der aktuellen politischen Lage, welche persönliche Situation sie beschreiben und wie sie diese bewerten. Auch das Bündnis Herne selbst und das Herner Versprechen kamen zur Sprache – die Reaktionen darauf waren überwiegend positiv.

    Es gab auch schwierige Gespräche, in denen keine Übereinkunft erzielt werden konnte. Dennoch nahmen sich die Passant:innen Zeit für den Austausch, und wir konnten Denkanstöße geben.

    Wer mehr über das Herner Versprechen erfahren möchte, findet Informationen unter Das Herner Versprechen. „Demokratie auf der Straße“ findet monatlich statt. Die nächsten und alle weiteren Termine des Bündnis Herne stehen im Kalender.

    Drei Mitglieder des Bündnis Herne bei Demokratie auf der Straße
  • SharePic 7 Jahre Bündnis Herne

    Sieben Jahre Bündnis Herne

    🎉 7 Jahre Bündnis Herne!

    Am 20. August 2019 wurde das Bündnis Herne zum ersten Mal öffentlich sichtbar. Rund 500 Menschen kamen auf dem Robert-Brauner-Platz zusammen, um sich einem rechtsextremen „Spaziergang“ entgegenzustellen und gemeinsam für Demokratie und ein vielfältiges Herne einzustehen.

    Das war vor sieben Jahren. Seitdem ist viel passiert.

    Wir haben Kundgebungen und Mahnwachen organisiert, diskutiert, Workshops und Veranstaltungen auf die Beine gestellt und immer wieder Stellung bezogen, wenn demokratische Werte angegriffen wurden. Mit dem Herner Versprechen ist ein weiteres starkes Zeichen für demokratische Zusammenarbeit in unserer Stadt hinzugekommen.

    Aus einer Initiative wurde 2023 ein Verein. Geblieben ist, was uns seit 2019 ausmacht: Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen bringen sich ein und übernehmen gemeinsam Verantwortung für unsere Demokratie.

    Und wir waren dabei nie allein. Viele Menschen, Vereine, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Initiativen und demokratische Parteien haben uns in den vergangenen sieben Jahren unterstützt, begleitet und mit uns gemeinsam Haltung gezeigt.

    Dafür sagen wir Danke! ❤️

    Sieben Jahre nach unserer ersten Kundgebung wissen wir genauso wie damals: Demokratie funktioniert nicht von allein. Sie braucht Menschen, die sich einmischen, miteinander reden und widersprechen, wenn andere unsere offene Gesellschaft infrage stellen.

    Wir machen weiter.

    Für Demokratie. Vielfalt. Zusammenhalt.
    Mitmachen. Mitreden. Miteinander.

  • Junges Herner Versprechen!

    Junges Herner Versprechen!

    Sonntag, 30.11.2025, 14 Uhr, Rathausplatz Herne

    Die Jugendorganisationen der Grünen (Grüne Jugend), der SPD (Jusos), der CDU (Junge Union), der Linken (Linksjugend) und der FDP (JuLis) planen anlässlich der Neugründung einer AfD-Jugendorganisation am Sonntag das Herner Versprechen gemeinsam zu unterzeichnen. Ein starkes Zeichen der demokratischen Jugend!

    🤍💚❤️🖤🩷💛
    Das Herner Versprechen gilt. Ohne Ausnahme.
    Mit der Neugründung der AfD-Jugendorganisation an diesem Wochenende erneuern wir als Jugendverbände gemeinsam unsere Haltung:

    – Keine Kooperation mit der AfD
    – ⁠Keine politischen Vorteile aus ihr
    – ⁠Keine Normalisierung von Rechtsextremismus

    Wir stehen geschlossen für eine demokratische, offene und menschenwürdige Gesellschaft und machen deutlich, dass ihre Gegner in Herne keinen Raum gewinnen werden.

    📍 Rathausplatz Herne
    🕑 30.11.2025, 14 Uhr

    Wir erwarten euch. Haltung zeigen ist jetzt Pflicht.
    (Wir freuen uns, dass wir kurzfristig auch die @julisherne für unser Junges Herner Versprechen gewinnen konnten!)

  • SharePic zum Statement "Kommunalwahl 2025"

    Kommunalwahl 2025

    Nach der Kommunalwahl: Für ein positives, lösungsorientiertes und solidarisches Miteinander!

    Wir sind erleichtert, dass die demokratischen Kräfte in Herne auch weiterhin ein deutliches Übergewicht haben. Das Abschneiden der AfD hingegen kann nur als Weckruf verstanden werden, in den kommenden Jahren noch mehr auf konstruktive Zusammenarbeit, Gemeinschaftssinn und Solidarität innerhalb der Gesellschaft zu wirken.
    Die Strategie, der AfD-Propaganda hinterherzulaufen, ist sowohl auf kommunaler als auch auf Bundesebene krachend gescheitert. Jeder Populismus bekräftigt nur die Angst- und Erregungskampagnen der AfD. Mit Angst und Stimmungsmache schafft es die AfD, die sozialen Medien zu dominieren und somit eine Wählerschaft zu erreichen.

    Die Kehrseite hiervon zeigt sich deutlich bei der
    Herner Trümmer-AfD: Angst und Erregung schaffen Klickzahlen im Internet, motivieren aber offenbar niemanden, Verantwortung zu übernehmen.
    Wie peinlich ist es bitte, gewonnene Ratssitze nicht besetzen zu können? Die Herner AfD hat es nicht einmal geschafft, einen aus Herne stammenden OB-Kandidaten zu nominieren, sondern war hier auf externe Hilfe angewiesen:
    Einen unglaubwürdigen OB-Kandidaten noch dazu, der mit seiner Ratskandidatur in Münster klargemacht hat, sich nicht wirklich für Herne zu interessieren.

    Für die Ratsarbeit sehen wir große Herausforderungen in den kommenden Jahren. Ohne dass der Landesverband der AfD die Anträge vorgeschrieben hat, hat es die Herner AfD bisher nicht geschafft, etwas halbwegs Fehlerfreies in den Rat einzubringen. Über die Arbeit der AfD in den Ausschüssen lässt sich nichts sagen, da sie nach unserem Kenntnisstand schlichtweg nicht stattgefunden hat.

    In einem Punkt hat sich die AfD Herne bisher jedoch als sehr verlässlich erwiesen:
    Beim anstehenden Pöstchengeschachere hat sich die Partei noch jedes Mal heillos zerstritten. Wir dürfen gespannt sein, wie viele Abspaltungen der AfD unsere Stadt und der Rat dieses Mal ertragen müssen. Hatten wir schon erwähnt, dass
    Angst und Stimmungsmache keine Basis für eine Zusammenarbeit darstellen?

    Wir als Bündnis Herne werden bei Politik und Zivilgesellschaft für ein
    positives, lösungsorientiertes und solidarisches Miteinander eintreten,
    um der AfD ihren Gärboden zu entziehen.

    Das Herner Versprechen:

    „Wir wollen uns für ein Miteinander der Kulturen und Religionen engagieren und uns dadurch auf das besinnen, was Herne und das Ruhrgebiet so stark gemacht hat. Wir wollen gemeinsam die Herausforderungen meistern, die uns zu spalten drohen – denn wir als Herner Stadtgesellschaft, als weltoffene Menschen im Ruhrgebiet, sind unteilbar!“

  • SharePic zu "Unser Statement zur Mahnwache Wahlarena"

    Unser Statement zur Mahnwache Wahlarena

    Kommunalwahl 2025

    Cordula Vordenbäumen auf der Kundgebung Bündnis Herne "Mahnwache Wahlarena"
    Cordula Vordenbäumen auf der Kundgebung Bündnis Herne „Mahnwache Wahlarena“

    „Mit Rassisten diskutieren, das ist, wie mit einer Taube Schach spielen: Egal, wie gut du bist, egal, wie sehr du dich anstrengst – am Ende wird die Taube aufs Spielfeld kacken, alles umschmeißen und umherstolzieren, als hätte sie gewonnen.“

    Dieses Zitat wird Eric Cantona zugeschrieben, einem bekannten ehemaligen französischen Fußballspieler.

    Was bei Cantona lustig klingt, trifft aber ganz gut unsere Befürchtungen, wenn Vertreter:innen der AfD zu Veranstaltungen wie der Podiumsdiskussion heute Abend eingeladen werden: Sie bekommen eine Bühne, können ihre Fehlinformationen, Hetze und Lügen verbreiten und sich hinterher in der allgemeinen Aufmerksamkeit sonnen. Veranstaltungen wie die Wahlarena tragen zur Normalisierung der AfD bei. Die AfD ist aber eben keine normale Partei. Und sie wird so auch nicht „entzaubert“. Es mag vereinzelt Menschen geben, die AfD-Vertreter:innen argumentativ in die Ecke drängen können. Die Forderung, die AfD inhaltlich zu stellen, wird allerdings nach meiner Erfahrung gerade von solchen Menschen am lautesten erhoben, denen ich es am wenigsten zutraue.

    Der Oberbürgermeisterkandidat Daniel Zerbin ist der Vertreter einer als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei. Er konnte bereits vergangenen Woche in der Podiumsdiskussion beim Stadtsportbund die Ideologie der AfD auf die Bühne bringen. Beispielsweise vertrat er dort die Meinung, für den Sport in Herne sei zu wenig Geld da, weil zu viel Geld für Geflüchtete ausgegeben werde. Damit tut er, was die AfD immer tut: Menschen und Themen, die finanziell nicht so gut ausgestattet sind, gegeneinander ausspielen und Sündenböcke präsentieren – das ist ausgesprochen schäbig. Zumal die Höhe der Zahlungen an Geflüchtete gar nicht in der Kommune festgelegt wird; über die Gesetze dazu wird auf ganz anderen politischen Ebenen entschieden.

    Aber konstruktive Lösungen für komplexe Probleme hatte diese Partei ja noch nie im Angebot.

    Was diese Partei anbietet, ist eine rückwärtsgewandte Ideologie, nach der es am besten wieder so sein soll, wie es letztlich noch nie war.

    Was sie außerdem zu bieten hat: Hass, Häme, Unterstellungen und Verfremdung von Fakten.

    Wer – wie Daniel Zerbin im September vergangenen Jahres – politische Mitbewerber:innen und Erzieher:innen in öffentlichen Reden im Landtag pauschal in die Nähe von Pädophilen stellt, gehört einfach auf keine Bühne.

    Da ist es dann besonders bizarr, dass sich genau dieser Daniel Zerbin auf seiner Wahlkampftour mit dem ehemaligen Boxer Tobias Voss umgibt. Tobias Voss wurde 2019 wegen der Vergewaltigung einer 15-Jährigen und anderer Gewaltdelikte zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Auf seinen Videokanälen verbreitet besagter Tobias Voss Umsturzphantasien. Am vergangenen Wochenende ist er in Herne mit mehreren befreundeten Antifaschist:innen aneinander geraten, eine Person hat den Vorfall durch die Polizei dokumentieren lassen*.

    Ich möchte in einer freien Gesellschaft leben, in der jede und jeder willkommen ist – unabhängig von Hautfarben, Religionszugehörigkeiten und sozialer Herkunft. Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der sich queere Menschen nicht verstecken müssen, sondern offen zeigen können, wer sie sind und wen sie lieben.

    Ich möchte in einer solidarischen Gesellschaft leben, die verbindet, statt zu spalten.

    Das wäre mit der AfD wohl kaum zu machen.

    Wir hatten vor gut einer Woche den ehemaligen NRW-Justizminister
    Thomas Kutschaty zu Gast.

    Er hat sehr eindringlich und mit guten Argumenten über ein mögliches
    Parteiverbotsverfahren gesprochen und mit Beispielen belegt, dass
    die AfD die Kriterien dafür erfüllt:

    1. Die Verfassungsfeindlichkeit.
    2. Die Bestrebungen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beseitigen oder zumindest einzuschränken.
    3. Das Potenzial, an die Macht zu kommen oder zumindest an der Macht zu kratzen.

    Kutschaty hat auch die zwei Hauptargumente gegen ein Verbotsverfahren benannt:

    Da ist zum einen die so genannte Repräsentationslücke: Welcher Partei werden sich die 20 bis 30 % Menschen zuwenden, die bisher die AfD gewählt haben? Ein Parteiverbotsverfahren hat aber nicht die Funktion, politische Bildungsarbeit zu leisten, sondern die Demokratie zu schützen.

    Um das Problem der Repräsentationslücke muss sich daher nicht das Bundesverfassungsgericht kümmern. Hier sind die demokratischen Parteien in der Pflicht. Sie müssen eine Politik machen, die die Menschen nachvollziehen können, auch wenn sie von einzelnen Entscheidungen vielleicht nicht profitieren. Sie müssen immer und überall Demokratie mit Leben füllen, auch wenn das oft mühselig ist – dazu gehört für mich auch ganz klar, dass unter Demokrat:innen die Regeln eines respektvollen Umgangs miteinander eingehalten werden. Alles andere ist unglaubwürdig.

    Zum anderen haben Skeptiker die Befürchtung,
    dass das Verbotsverfahren scheitert und die AfD dadurch erst recht Auftrieb bekommt.

    Wir teilen Kutschatys Auffassung: Das Risiko des Nicht-Handelns ist bedeutend größer!

    Es ist an der Zeit, dass der Staat Handlungsstärke gegen die Demokratiefeinde zeigt und endlich das Verbotsverfahren auf den Weg bringt. Wenn wir noch länger warten, werden wir bald nicht mehr die Möglichkeit dazu haben.

    Abschließend noch kurz ein Wort zur Rolle der Zivilgesellschaft – was können wir tun?

    Es gibt ein Zitat des Schriftstellers Erich Kästner, dessen Bücher die Nationalsozialisten öffentlich verbrannt haben:

    „Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist.“

    Ich würde sagen, der Schneeball ist aktuell schon ziemlich groß, aber noch ist es nicht zu spät.

    Wir können demonstrieren und laut sein, wir können Petitionen unterschreiben. Und wir können auf die Vertreter:innen der demokratischen Parteien einwirken, sich für das Verbotsverfahren einzusetzen.

    Von den im Bundestag vertretenen Parteien ziert sich inzwischen nur noch die CDU/CSU.

    Nehmt also gern mit dem Herner Kreisverband der CDU Kontakt auf, damit er sich innerhalb der Bundespartei aktiv für das Verbotsverfahren einsetzt.

    Bleibt stark und vor allem: bleibt solidarisch!

    Alerta!

    *Update 28.08.2025: Im ursprünglichen Text hieß es, es wurde Anzeige erstattet. Dies ist jedoch nicht geschehen. Die Polizei hat lediglich die Personalien aufgenommen. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

    Foto des Banners "Das Herner Versprechen" auf der Mahnwache "Wahlarena 2025"
  • SharePic "Keine Bühne den Rassisten"

    Mahnwache Wahlarena

    Die vhs Herne veranstaltet am 27.08.2025, 19:00 – 21:00 Uhr, in Kooperation mit WAZ und Radio Herne die Wahl-Arena in den Flottmann-Hallen. Alle OB-Kandidat:innen sind eingeladen, sich dem Publikum (vor Ort und im Livestream) vorzustellen.

    Auch hier wird der OB-Kandidat der noAfD teilnehmen.

    Damit wird dem Vertreter einer als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei eine Bühne geboten, was wir als gefährlich ansehen. Die noAfD wird so nur noch weiter normalisiert.

    Mit unserer Mahnwache wollen wir die demokratischen Akteur:innen der Podiumsdiskussion an das „Herner Versprechen“ erinnern und die Besucher:innen der Veranstaltung zur Wahl demokratischer Parteien aufzurufen.

    Da die Aktion sich ausdrücklich nicht gegen die Veranstaltung als solche richtet, wird sie nicht so „krawallig“ wie bei anderen Gelegenheiten ausfallen; die demokratischen Kandidat:innen sollen selbstverständlich die Gelegenheit bekommen, sich störungsfrei dem Publikum vorzustellen.

    Unsere Mahnwache befindet sich vor dem Eingang der Flottmannhallen (Rondell).

    Für eine Teilnahme im Publikum der Podiumsdiskussion ist keine Anmeldung erforderlich. Da nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung steht, heißt es, rechtzeitig dort zu sein.
    Einlass 18:30 – 18:55 Uhr.

  • SharePic zum Statement zum Umgang mit der AfD

    Statement zum Umgang mit der AfD

    Vorgetragen im Rahmen unserer Mahnwache gegen die AfD-Beteiligung an der Podiumsdiskussion des Stadtsportbundes

    Heute nimmt der Oberbürgermeisterkandidat der AfD an der sportpolitischen Podiumsdiskussion des Stadtsportbundes teil.

    Die AfD hat bisher noch jede dieser Gelegenheiten genutzt, um Fehlinformationen zu verbreiten, zu hetzen und zu lügen. Das tut sie natürlich sowieso, man sollte ihr dafür aber nicht auch noch eine Bühne bieten!

    Wir rufen daher dazu auf, der AfD die kalte Schulter zu zeigen und sie nicht zu Diskussionsrunden einzuladen.

    Die AfD wird so nicht „entzaubert“, sondern sie wird normalisiert. Und sie ist keine normale Partei.
    Sie ist eine Partei, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Ihre verfassungsfeindlichen Ziele sind klar dokumentiert, zuletzt durch das umfassende Gutachten des Verfassungsschutzes.

    Die AfD gibt sich gern – auch im Herner Kommunalwahlkampf – als Vertreterin der weniger gut gestellten Menschen. Ihr Abstimmungsverhalten im Bundestag vermittelt aber einen ganz anderen Eindruck: Sie hat dort zahlreiche Vorschläge abgelehnt, die soziale Verbesserungen oder Entlastungen für breite Bevölkerungsschichten zum Ziel hatten.

    Befürwortet hat sie auf Bundesebene hingegen Vorschläge, die Besserverdienende entlasten, das Arbeitslosengeld I abschaffen und das Rentenalter erhöhen würden. Das Abstimmungsverhalten der AfD auf Bundesebene steht absolut im Widerspruch zu den Interessen von Geringverdiener:innen, Rentner:innen und sozial Schwächeren.

    Wer als gering- oder mittelgut verdienender Mensch glaubt, finanziell besser dazustehen, wenn die AfD nur endlich regiert, wird irgendwann ziemlich überrascht und betreten aus der Wäsche gucken. Er oder sie wird dann nämlich feststellen, dass die AfD Politik vor allem für die Besserverdienenden macht.

    Ich weiß, dass wir hier über die Kommunalwahlen und nicht etwa über die Bundestagswahlen sprechen.
    Allerdings hat die AfD in Herne in den letzten Jahren inhaltlich wenig Konstruktives zur Kommunalpolitik beigetragen. So bleibt mir gar nichts anderes übrig, als auf die Bundespolitik zu schauen, um einzuordnen, in welchem politischen Umfeld die Partei sich bewegt.

    Der AfD selbst scheint die Abgrenzung der Kompetenzen zwischen den verschiedenen politischen Ebenen nicht ganz klar zu sein: über manche ihrer Forderungen wird auf Landes- bzw. Bundesebene entschieden, nicht in der Kommune. Für den aktuellen Wahlkampf sind diese Themen völlig irrelevant.

    Das heißt, die
    Herner AfD „glänzt“ nicht nur durch Fehlinformationen, Hetzerei und Lügen, sondern auch noch
    durch Inkompetenz.

    Ich sage es deshalb ganz deutlich: Die AfD ist keine Alternative, die AfD ist unser Untergang!

    Wir lassen uns die Errungenschaften unserer freiheitlichen, toleranten und vielfältigen Gesellschaft nicht kaputtmachen von der vorgestrigen menschenverachtenden Ideologie der AfD.

    Wir lassen uns nicht spalten.

    Wir sind unteilbar!

    Deshalb: AfD Nee!

  • SharePic zu "Offener Brief an den Stadtsportbund Herne"

    Offener Brief an den Stadtsportbund Herne

    Vorgetragen im Rahmen unserer Mahnwache gegen die AfD-Beteiligung an der Podiumsdiskussion des Stadtsportbundes

    Lieber Stadtsportbund,

    oder vielmehr: lieber geschäftsführender Vorstand des Stadtsportbundes, wir stehen heute auch euretwegen hier.

    Ich möchte es gleich zu Anfang betonen: Wir richten uns ausdrücklich nicht gegen eure Veranstaltung, denn wir begrüßen diesen Beitrag zur Debattenkultur.

    Und diese Mahnwache ist auch keine Demonstration gegen den Stadtsportbund, wie uns Jascha Hoppe von der Jungen Union Herne gestern öffentlich unterstellt hat. Das Gegenteil ist richtig, das konnte man unserem Aufruf auch entnehmen, sofern man ihn denn gelesen hat.

    Wir wollen mit unserer Mahnwache das „Herner Versprechen“ in Erinnerung rufen und vor einem naiven, unbedachten Umgang mit der AfD warnen. Wir möchten euch daran erinnern, dass ihr das „Herner Versprechen“ im vergangenen Jahr als eine der ersten Institutionen unterschrieben habt!

    Dort heißt es:

    „Wir Unterzeichnenden versprechen, den Kampf um den Schutz der Menschenwürde, der Demokratie und des Rechtsstaats entschlossen weiterzuführen. Freiheitlich-demokratische Werte müssen immer wieder neu verteidigt werden.
    Aus diesem Grund wird es von allen Unterzeichnenden dieses Versprechens niemals eine wie auch immer geartete Kooperation mit rechtsextremistischen Akteur:innen, wie aktuell der AfD, geben. Wir werden keine Vorteile aus der stillen Duldung menschenverachtender Positionen ziehen und auch dann standfest sein, wenn uns extremistische Akteur:innen Vorteile zum Durchsetzen ihrer Agenda versprechen.“

    Wir verstehen eine Einladung von Kandidat:innen der AfD zu einer Podiumsdiskussion durchaus als stille Duldung im Sinne des „Herner Versprechens“, denn das bietet ihnen eine Bühne für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden und hetzerischen Agenda. Es trägt zu einer Normalisierung der AfD bei.

    Und es passt aus unserer Sicht auch nicht zu eurem absoluten Leuchtturmprojekt „Pink gegen Rassismus“, wenn ihr eine Partei einladet, die mit ihrer völkischen Ideologie die Menschenwürde mit Füßen tritt. Das ist ein Schlag ins Gesicht all der engagierten Menschen in den Herner Sportvereinen, die sich tagtäglich gegen Ausgrenzung und für Integration engagieren.

    Wir waren uns zunächst nicht sicher, ob eure Einladung wirklich allen OB-Kandidierenden galt. Daher haben wir euch Anfang August schriftlich unsere Bedenken mitgeteilt und euch zu einem Austausch über den Umgang mit der AfD eingeladen. Eine Antwort haben wir zunächst nicht bekommen – was ja irgendwie auch eine Antwort ist. Stattdessen wurde uns die Einladung der AfD in der vergangenen Woche auf anderem Weg bestätigt: durch Telefonate mit Journalisten im Rahmen einer
    WAZ-Recherche. In dem daraus entstandenen Artikel wurde der Vorsitzende des Stadtsportbundes Herne zitiert mit den Worten „Es gibt Leute, die sehen nur schwarz und weiß.“ Damit waren wir gemeint.

    Lieber Herr Karpinski: Das tut schon ein bisschen weh, weil wir uns eigentlich immer sehr um Differenzierung bemühen und immer erst den Weg des Austauschs suchen, statt direkt öffentlich in die Konfrontation zu gehen.

    Mit unserer Auffassung sind wir übrigens in guter Gesellschaft: Euer Mutterverband, der
    Landessportbund, hat für sich die Einladung von Repräsentant:innen der AfD ausgeschlossen und empfiehlt dies auch den Mitgliederorganisationen.

    Der Vorsitzende des Stadtsportbundes Herne sieht hier aber gar keinen Widerspruch zum Landessportbund, schließlich sei ja nicht die Partei eingeladen, sondern der OB-Kandidat. Sorry, aber das ist dann doch etwas albern. Der OB-Kandidat tritt für seine Partei an und nimmt insofern selbstverständlich als ihr Repräsentant an der Podiumsdiskussion teil! Es macht auch nicht den Eindruck, als sei der Stadtsportbund wirklich gut auf die Diskussion mit dem AfD-Kandidaten vorbereitet. Das belegt schon allein die Aussage von Herrn Karpinski, der Verfassungsschutz habe die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextreme Partei zurückgenommen.

    Nein, Herr Karpinski, hat er nicht.

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat lediglich eine „Stillhaltezusage“ abgegeben. Das bedeutet, dass es die öffentliche Bezeichnung der AfD als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ vorerst aussetzt, bis das Verwaltungsgericht Köln über einen Eilantrag der AfD entschieden hat. Die Belege im Gutachten des Verfassungsschutzes haben dadurch rein gar nichts an ihrer Bedeutung verloren!

    Vorgestern haben wir von euch dann doch noch einen Terminvorschlag für einen Austausch bekommen – spät, aber immerhin.

    Das „Herner Versprechen“ bedeutet für uns auch, mit allen demokratischen Kräften in Herne im Gespräch zu bleiben, um gemeinsam das zu schützen und zu verteidigen, was unsere Gesellschaft ausmacht:

    Offenheit, Vielfalt, Respekt, Toleranz.

    In diesem Sinne: Wir sind gespannt auf den Austausch mit euch!

    P.S.: Ein Gruß geht an dieser Stelle raus an Jascha Hoppe. Vielleicht magst auch du dich mal konstruktiv mit uns darüber austauschen, wie wir die Demokratie in Herne gemeinsam verteidigen können, statt Unterstellungen über uns zu verbreiten.

    Du bist uns herzlich willkommen!

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