Kategorie: Kundgebungen

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    Unsere Rede bei „Packt den Pott nicht an!“

    Rede „Packt den Pott nicht an!“ am Sonntag, 21.04.2024

    Auf dem Kirmesplatz beginnt in diesen Minuten eine Demo unter dem Motto „Der Pott erwacht!“

    Das kommt euch irgendwie bekannt vor?

    Genau. Vor zwei Jahren hatten wir das Szenario schon einmal. Einige von euch werden sich an die Bilder und Eindrücke von damals erinnern:

    Eine wilde Mischung vorgeblich friedlich gesinnter Menschen zog vom Kirmesplatz aus durch Wanne. Sie zeigten „Herzchen“ in unsere Richtung, winkten „freundlich“ – und gleichzeitig stellten sie unter anderem auf Plakaten eine vehemente Ablehnung von allem möglichen zur Schau: alle Corona-Maßnahmen, die Regierung, das ganze demokratische System.

    Mit dabei: Michael Schele, ein ehemaliger DJ aus Hagen.

    Michael Schrle war bei vielen dieser Coronaleugnerdemos im ganzen Ruhrgebiet und auch darüber hinaus dabei.

    Er war buchstäblich die Stimme dieser Demos, denn die Durchsagen aus den Lautsprecherwagen stammten in der Regel von ihm.

    Und das nicht nur bei Demos, bei denen er persönlich dabei war, sondern auch bei diversen anderen Gelegenheiten, bei denen seine zuvor aufgenommenen Texte abgespielt wurden.

    Auch aktuell ist er in irgendeiner Form immer wieder dabei, wenn Demos und Autokorsos durchs Ruhrgebiet ziehen. Neben viel Quatsch beschallt er die Demostrecken regelmäßig mit reichlich Verschwörungserzählungen, zum Beispiel dem Mythos, dass die Weltgesundheitsorganisation sich die Pandemie ausgedacht hat, um das politische System umzukrempeln, um uns alle zu unterdrücken und so weiter und so fort.

    Die von ihm verbreiteten Verschwörungserzählungen beinhalten immer wieder antisemitische Narrative – Stichwort „globale Finanzelite“. Auch anderes volksverhetzendes Zeug ist dabei, wenn er zum Beispiel von der „faschistischen Bundesregierung“ spricht.

    Das hat ihm eine ganze Reihe von Anzeigen und Strafverfahren eingebracht. Aktuell läuft ein Prozess gegen ihn in Stuttgart. Das ist der Anlass für die heutige „Der Pott erwacht“-Demo: Solidarität mit Michael Schele.

    Nach der Prognose der Polizei nehmen an dieser Solidaritätsdemo heute erheblich weniger Menschen teil als vor zwei Jahren. Während der Vorbereitungen für unsere Gegenkundgebung wurden wir mehrfach mit der Idee konfrontiert, die Bagage einfach durch Wanne ziehen zu lassen und ihnen keine Beachtung zu schenken.

    Dazu sagen wir entschieden „Nein!“ Warum?

    Organisiert wurden die Demos damals bereits von rechtsradikalen Strukturen, daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Diejenigen, die da heute mitlaufen, sind der von damals übrig gebliebene radikal antidemokratische Kern aus Rechtsradikalen, Reichsbürgern, AfD-Anhängern. Da sind Leute dabei, die immer noch Woche für Woche durch Hattingen und den Kreis Recklinghausen latschen. Ihre Themen ändern sich, ihre Forderungen sind am Ende aber immer die gleichen: Die Ampel muss weg, das System muss weg, führende Politiker:innen sollen verhaftet und verurteilt werden.

    Da können und dürfen wir nicht wegschauen.

    Da müssen wir sogar ganz genau hinschauen und zuhören.

    Denn diese Menschen lehnen alles ab, wovon sie sich ganz persönlich in irgendeiner Weise einschränkt fühlen. Und sie fühlen sich immer sofort massiv eingeschränkt von allem, was nicht ihrer eigenen Anschauung entspricht oder dem, was sie „ihre Werte“ nennen:

    Wissenschaft, alternative Lebensformen, Tierschutz (außer wenn es um ihre eigenen Hunde und Katzen geht), Klimaschutz, kulturelle und religiöse Vielfalt.

    Der demokratische Prozess beruht auf Argumentation, Verhandlung, Konsens- oder Kompromissfindung. Es ist klar, dass da nicht immer alles so kommt, wie man es sich wünscht.

    Auch dieses Prinzip lehnen sie ab. Sobald Widerspruch gegen ihre Positionen laut wird, fühlen sie sich in ihrer Meinungsfreiheit unterdrückt und vergleichen sich auch schnell mal mit den Opfern des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945.

    Sie verwechseln konsequent das Recht auf Meinungsfreiheit mit dem Recht auf Widerspruchsfreiheit.

    Die Leute, die hier gleich vorbeiziehen, lehnen alles ab, wofür wir stehen:

    Toleranz, Offenheit, Respekt, ein bunte, vielfältige Gesellschaft, in der wir nicht als erstes darauf schauen, worin wir uns unterscheiden, sondern was wir – bei allen Unterschieden – gemeinsam haben.

    Sie lehnen alles ab, wofür wir gestern noch bei „Bass gegen Hass“ getanzt haben.

    Wir nennen sie:

    • Demokratieverächter und Demokratiefeinde,
    • Diskurssprenger,
    • Geschichtsverdreher,
    • Egoisten,
    • Schwurbler,
    • Antisemiten,
    • Rassisten,
    • Telegramtrolle,
    • AfD-Wanderzirkus,
    • Verschwörungsfetischisten,
    • Volksverhetzer,
    • und nicht zuletzt auch Nazis – oder besser Neo-Nazis-

    Wir verurteilen niemanden einfach so für eine andere Meinung. Aber wer Nazisachen sagt und Nazisachen tut, ist halt ein Nazi.

    Wir stehen heute hier, um ihnen unmissverständlich zu sagen: „Packt den Pott nicht an!“

    Abschließend noch ein Wort zur AfD, deren Sympathisanten zum Teil bei Demos wie der heutigen mitlaufen.

    Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Die AfD ist keine Protestpartei, und sie ist erst recht keine Alternative!

    Sie ist das Ende unserer Freiheit!

    „Packt den Pott nicht an!“ – Das gilt auch und ganz besonders für die AfD!

  • Pins des Herner Versprechens

    Pins an Stadtverordnete der demokratischen Parteien übergeben!

    Bündnis Herne verteilt Pins an Stadtverordnete der demokratischen Parteien

     

    Am 20.02.2024 lud das Bündnis Herne zu einer großen Kundgebung auf den Friedrich-Ebert-Platz.

    Kernthema war das „Herner Versprechen“, eine Selbstverpflichtung, jegliche Kooperation mit rechtsextremistischen Akteur:innen wie z. B. der AfD auszuschließen.

    Im Rahmen dieser Kundgebung standen alle im Rat der Stadt Herne vertretenen demokratischen Parteien gemeinsam auf der Bühne und unterschrieben das „Herner Versprechen“.

    Unmittelbar vor der Ratssitzung am 23.04.2024 verteilten Vertreter:innen des Bündnis Herne an die Ratsmitglieder der demokratischen Parteien kleine Pins, um sie an das Versprechen zu erinnern.

    Markus Vordenbäumen, Vorsitzender des Bündnis Herne, freute sich über den regen Zulauf am kleinen Infostand vor dem Rathaus: „Es ist ein positives Signal, dass sich alle demokratischen Parteien gemeinsam dem ‚Herner Versprechen‘ angeschlossen haben.“ Cordula Vordenbäumen, ebenfalls im Vorstand des Bündnis Herne, ergänzte: „Es braucht den Zusammenhalt aller Kräfte über die ganze Bandbreite des demokratischen Spektrums, um die AfD nicht nur zu schrumpfen, sondern zu übertrumpfen – nicht mit einer einmaligen Aktion, sondern auf lange Sicht.“

    Unter
    http://herner-versprechen.de/ kann übrigens jede und jeder auch ganz persönlich das „Herner Versprechen“ unterschreiben. 

     

    #buendnisherne
    #hernerversprechen
    #herneistbunt
    #hernezeigtgesicht
    #herne
    #zusammengegenrechts

     
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    Keinen Platz für Volksverhetzer!

    „Der Pott erwacht“ kommt zurück nach Herne.

    Zur Erinnerung: „Der Pott erwacht“ hat in Herne vor zwei Jahren bereits zwei Demonstrationen durchgeführt, jeweils vom Cranger Kirmesplatz aus. Beide Male haben wir mit Gegenkundgebungen reagiert.

    Hinter „Der Pott erwacht“ stecken seit Beginn rechtsextreme Strukturen.

    Thema der für den 21.04. geplante Demo ist „Solidarität mit Michael Schele“, ein sehr umtriebiger ehemaliger DJ aus Hagen, der seit 2020 Maßnahmengegner-Demos und verstärkt Autokorsos organisiert und dabei allerlei volksverhetzende Parolen verbreitet hat, wegen denen er aktuell wieder einmal vor Gericht steht.

    Bei den Teilnehmenden dieser Demos handelt es sich um den aus den „Querdenken“-Demos übrig gebliebenen radikalisierten harten Kern. Ihr Ziel ist die Abschaffung unseres demokratischen, vielfältigen Systems (Rechtsradikale, Reichsbürger, …).

    Die Demo beginnt um 15:00 Uhr auf dem Kirmesplatz, um 16:00 Uhr soll der Demozug beginnen. Vorher (ab 10:30 Uhr) ist zudem ein Autokorso durchs halbe Ruhrgebiet geplant.

    Unsere Planung für den Tag:

    • Ort: Hauptstraße 245, 44649 Herne (vor der Christuskirche)
    • 16:00 Uhr interreligiöses Friedensgebet
    • 16:30 Uhr Kundgebung Bündnis Herne am selben Ort (ohne großes Programm)

    Bitte unterstütze uns bei der Mobilisierung, indem du die Veranstaltung teilst, den Aufruf über deine Kanäle weiterverbreitest und am 21.04.2024 zur Christuskirche an der Hauptstraße kommst!

    #buendnisherne
    #hernezeigtgesicht
    #herne
    #stadtherne
    #niewiederistjetzt
    #bleibtstabil
    #zusammengegenrechts
    #her2104

  • Cordula Vordenbäumen (Bündnis Herne) auf der Bühne

    Herner Versprechen: Die Reden

    Mont-Cenis-Gesamtschule – Havle Nazik – Bündnis Herne

    Mont-Cenis-Gesamtschule

    Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten,

    wir sind Schüler von der Mont-Cenis-Gesamtschule und bedanken uns zunächst bei den Organisatoren, dass wir hier sprechen dürfen, denn auch wir wollen ein Zeichen setzen und uns aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und für Offenheit und Toleranz gegenüber allen Menschen einsetzen.

    Unsere Schule besuchen über 1200 Schülerinnen und Schüler aus 89 Nationen.
    Wir sind bunt und das wollen wir auch bleiben.

    Einen Großteil jeden Tages verbringen wir zusammen.
    Lernen gemeinsam.
    Lachen gemeinsam.
    Leben gemeinsam.

    Umso besorgter sind wir, dass es Menschen gibt, die unseren Wert an Religion, Hautfarbe und Herkunft festmachen wollen.
    Dass es Menschen gibt, die möchten, dass unsere Freunde, Mitschüler, Lehrpersonen und Mitmenschen oder sogar wir selbst, aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollen.
    Dass es Menschen gibt, die wieder aus Deutschland vertreiben wollen.
    Dass es Menschen gibt, die uns die Freiheit nehmen wollen.

    Wir sprechen uns gegen Rassismus und Diskriminierung aus.
    Wir möchten eine bunte Schule bleiben.
    Wir möchten eine Stadt, in der Vielfalt und Zusammenhalt gelebt wird.
    Wir möchten ein Land, in dem die Demokratie geschützt wird.

    Denn jeder, jeder einzelne ist wertvoll und deshalb müssen wir laut werden.

    Für uns.
    Für unsere Familien und Freunde.
    Für unser Zuhause.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

     

    Havle Nazik

    Hallo,

    zuerst möchte ich mich bei allen Teilnehmenden und den Organisator:innen bedanken. Es bedeutet mir sehr viel, dass sich so viele mit uns solidarisieren.
    Ich glaube, dass in den letzten Tagen viel gegen Rechtsextremismus getan wurde, aber wenig für die Betroffenen. Deshalb möchte ich mit meinem Redebeitrag einen Einblick in die Gefühlswelt der Betroffenen geben. Natürlich ist das nur meine Sichtweise auf die Dinge, aber ich denke, dass sich da einige wiederfinden werden. Mein Beitrag bezieht sich auf das, worauf das Weltbild der AfD und anderer Rechtsextreme beruht: auf eine Trennung zwischen „Wir“ und „ die Anderen“. Zwischen „Deutschen“ und „Ausländern“.

    Ich bin geboren und aufgewachsen in Deutschland. Ich besitze den deutschen Pass.
    Bin ich deutsch?

    Ich besuchte einen katholischen Kindergarten, ging regelmäßig in die Kirche. Ich beherrsche die deutsche Sprache einwandfrei.
    Bin ich deutsch?

    Ich habe zwar keinen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen, Herr Merz, doch ich liebe Weihnachten.
    Bin ich deutsch?

    Ich rege mich über Unpünktlichkeit auf und schnäuze mir ungeniert die Nase laut in der Öffentlichkeit.
    Bin ich deutsch?

    Ich kann nur meinen Kopf schütteln, über das verschwendete Potenzial der perfekt ausgebauten niederländischen Autobahnen, weil dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 herrscht.
    Bin ich deutsch?

    Ich liebe Brot und Goethes Faust. Ich benutze Redewendungen wie „Ich glaub‘ mein Schwein pfeift!“
    Bin ich deutsch?

    Ich höre zwar kein Schlager, meine Augen sind nicht blau und ich mache auch keinen Urlaub an der Nord- oder Ostsee. Aber ich wandere gerne.
    Bin ich deutsch?

    Ich heiße Havle Nazik. N A Z I K

    Wäre ich deutsch genug, wenn ich das K aus meinem Nachnamen löschen würde?

    Ich bin Deutsch-Türkin. Ich bin heimatlos. Werde ich bald auch staatenlos sein?

    Bündnis Herne

    Say their names. Sagt ihre Namen.

    • Gökhan Gültekin
    • Sedat Gürbüz
    • Said Nesar Hashemi
    • Mercedes Kierpacz
    • Hamza Kurtović
    • Vili Viorel Păun
    • Fatih Saraçoğlu
    • Ferhat Unvar
    • Kaloyan Velkov

     

    Lasst uns einen Moment schweigen.

    *****

    Gestern vor vier Jahren, am 19. Februar 2020, erschoss ein Mann diese neun Menschen in Hanau innerhalb weniger Minuten, weil er sie für „Ausländer“ hielt. Sie gehörten seiner Meinung nach nicht nach Deutschland. Anschließend tötete er seine Mutter und auch sich selbst.

    In seinem Wahn war ein detailliertes fremdenfeindliches und rechtsextremes Weltbild fest verankert. Rassismus tötet.

    Diese neun Namen stehen stellvertretend für zahlreiche Mitmenschen, die aus ähnlichen Motiven angegriffen wurden und werden: Weil jemand als migrantisch wahrgenommen wird, weil jemand vom traditionellen Verständnis von Familie und Geschlechtszugehörigkeit abweicht, weil sich jemand für politische Ziele einsetzt, die nicht den eigenen entsprechen.

    Dieser Anschlag auf unsere tolerante, freie und vielfältige Gesellschaft steht stellvertretend für viele weitere in den vergangenen Jahren.

    Die Täter handeln meist einzeln, bedienen sich aber an der Ideologie der Neuen Rechten; die AfD trägt erheblich zu ihrer Radikalisierung bei.

    Auch insgesamt erleben wir eine Verrohung in der Auseinandersetzung um die Lösung politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Viele Verteter:innen verschiedener Parteien sehen sich zum Teil widerlichen Anfeindungen ausgesetzt. Häufig kommt es inzwischen auch zu körperlichen Angriffen. Journalist:innen machen ähnliche Erfahrungen.

    Es ist erschreckend, wie es der Neuen Rechten auch ohne Regierungsverantwortung gelungen ist, die Grenzen des Sag- und Machbaren immer weiter zu verschieben – während sie gleichzeitig schimpfen, was man heute alles nicht mehr sagen dürfe.

    Es ist erschreckend, wie hilflos die demokratischen Parteien auf diese immer neuen Vorstöße der AfD reagieren. Es endet häufig in der Nachahmung ihrer Themensetzung.

    Dabei konnte man inzwischen eigentlich die Erfahrung machen, dass sich die Menschen im Zweifelsfall für das Original und nicht für die Kopie entscheiden.

    Es ist erschreckend, wie sehr Vertreter:innen der demokratischen Parteien härter und zynischer werden: in der Argumentation zu politischen Positionen und Entscheidungen, aber auch im Umgang mit Konkurrent:innen aus dem demokratischen Spektrum.

    Wir appellieren deshalb an die Vertreter:innen der demokratischen Parteien: Lasst euch nicht auf dieses Niveau hinab, lasst euch nicht auf einen Populismus-Limbo ein! Damit gewinnt ihr nicht einen Wähler, nicht eine Wählerin zurück!

    Macht den Wähler:innen ein nachvollziehbares und vor allem langfristiges Angebot. Vermittelt glaubhaft, dass ihr eine Idee, vielleicht sogar eine Vision habt von unser aller Zukunft!

    Wir appellieren an all die Menschen, die sich gerade an zum Teil spektakulär großen Demonstrationen beteiligen und damit deutschlandweit ein sehr deutliches Zeichen gegen die AfD setzen:

    Dieses Engagement muss sich in der Beteiligung an den kommenden Wahlen widerspiegeln. Über die zukünftigen Mehrheitsverhältnisse wird an den Wahlurnen entschieden, nicht auf der Straße!

    Dieses Engagement muss sich aber auch im Alltag widerspiegeln: Wenn jemand aufgrund seiner Herkunft, seines Aussehens, seines Geschlechts oder was auch immer angegriffen wird, steht auf und erhebt eure Stimme! Haltet dagegen!

    Und haltet nicht nur dagegen, bekämpft Faschismus mit Empathie. Immer. Sprecht mit euren Freund:innen, Bekannten, Verwandten und fragt, wie es ihnen mit den aktuellen Ereignissen geht. Sprecht mit ihnen über ihre Ängste und Gedanken. Zeigt ihnen, dass sie auf euch zählen können und dass ihr ‚Verbündete‘ seid.

    Wir appellieren an die potentiellen Wähler:innen der AfD, die noch nicht über ein gefestigtes rechtsextremes Weltbild verfügen:

    Wenn ihr mit dem politischen Angebot von Ampel, CDU oder der LINKEN nichts anfangen könnt: Wählt aus dem großen Angebot auf dem Stimmzettel irgendeine andere demokratische Partei, aber nicht die AfD oder eine der anderen rechtsextremen Parteien! Sie schaden uns allen, und ganz besonders den ohnehin schon nicht so gut gestellten Menschen in diesem Land.

    Nicht zu wählen, ist keine Option: Eine geringere Wahlbeteiligung spielt der AfD zusätzlich in die Karten.

    Wir sagen es noch einmal ganz deutlich:

    Die AfD ist keine Protestpartei, und sie ist erst recht keine Alternative.

    Sie ist das Ende unserer Freiheit!

    *****

    Wir als Zivilgesellschaft können die AfD mit unseren Demonstrationen nicht in die Schranken weisen. Die demokratischen Parteien allein schaffen es augenscheinlich auch nicht.

    Es braucht den Zusammenhalt aller Kräfte über die ganze Bandbreite des demokratischen Spektrums, um die AfD nicht nur zu schrumpfen, sondern zu übertrumpfen.

    Darum stehen wir heute hier, alle zusammen, mit Vereinen, Institutionen, Unternehmen und den demokratischen Parteien.

    Darum sind die Stadtverordneten der demokratischen Parteien nach ihrer Ratssitzung zu uns gestoßen und werden gleich das Herner Versprechen unterschreiben.

    Wir wollen mit dem Herner Versprechen ein Signal aussenden:

    Wir mögen alle sehr unterschiedliche Vorstellungen haben, wie die Lösungen zu politischen oder gesellschaftlichen Herausforderungen aussehen sollen.

    An einem Punkt sind wir uns aber alle einig:

    Wir lassen uns die Errungenschaften unserer freiheitlichen, toleranten und vielfältigen Gesellschaft nicht kaputtmachen von der vorgestrigen menschenverachtenden Ideologie der AfD.

    Wir lassen uns nicht spalten.

    Wir sind unteilbar!

  • Foto mit dem unterschriebenen Herner Versprechen mit allen Parteivertreter:innen

    Hand drauf: Keine Kooperation mit der AfD!

    Herner Versprechen unterzeichnet!

    In Herne ist im Rahmen einer Kundgebung am 20.02.2024 etwas in Deutschland bisher Einmaliges passiert:

    Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden aller im Rat der Stadt vertretenen demokratischen Parteien gaben ihre Hand darauf, jegliche Kooperation mit der AfD – jetzt und in Zukunft – auszuschließen. Die Vertreter:innen von SPD, CDU, Grünen, FDP, Linken und Piraten standen gemeinsam auf der Bühne und unterschrieben unter dem Applaus der Kundgebungsteilnehmer:innen das „Herner Versprechen“.

    Das Bündnis Herne hatte den Text entworfen, er geht in seiner Deutlichkeit noch über die „Trierer Erklärung des Deutschen Städtetages“ hinaus.

    Bereits im Vorfeld hatten sich diesem Versprechen neben den Vertreter:innen der Politik die christlichen Kirchen, islamische Gemeinden und die jüdische Gemeinde sowie namenhafte Herner Unternehmen, Vereine, weitere Institutionen und bekannte Personen der Stadtgesellschaft angeschlossen.

    Der vollständige Text des Herner Versprechens ist online verfügbar (www.herner-versprechen.de) und kann hier auch digital unterschrieben werden. Nun ist die Stadtgesellschaft am Zug!

    Markus Vordenbäumen, Vorsitzender des Bündnis Herne, zog ein positives Fazit des Abends: „1400 Menschen haben an unserer Kundgebung teilgenommen und damit ein sehr deutliches Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der AfD gesetzt. Wir freuen uns, dass es in den ersten Nachbarstädten bereits Überlegungen gibt, das Herner Versprechen auf ihre Kommunen zu übertragen.“

    Mirjam Kordus, stellvertretende Vereinsvorsitzende, ergänzte: „Bei der Unterzeichnung des Herner Versprechens durch die Partei- und Fraktionsvorsitzenden verwandelten die Kundgebungsteilnehmer:innen den Platz in ein Lichtermeer, es wurde richtig feierlich! Von CDU bis Linken alle auf einer Bühne: Das verdeutlichte noch einmal, dass es hier um etwas richtig Wichtiges ging.“

  • SharePic zur Kundgebung "Das Herner Versprechen"

    Herner Versprechen

    Kundgebung am 20.02.2024, Friedrich-Ebert-Platz, Herne

    Am Dienstag, 20.02.2024, 18 Uhr beginnt die Veranstaltung auf dem Friedrich-Ebert-Platz (vorm Rathaus), parallel zur Sitzung des Rates der Stadt Herne. Das Bündnis Herne wird gemeinsam mit weiteren Akteur:innen der Herner Stadtgesellschaft für ein breites Programm sorgen.

    Zentraler Bestandteil der Kundgebung wird das „Herner Versprechen“ sein.

    Seit den verstörenden Enthüllungen über die wahren Absichten der AfD, massenhaft gegen das Grundgesetz verstoßen zu wollen, sehen wir überall im Land große und großartige Demos gegen rechtsextreme Strömungen, insbesondere gegen deren parlamentarischen Arm, die AfD.

    Wir gehen einen Schritt weiter und fordern von der Herner Stadtpolitik das „Herner Versprechen“ ein: Alle im Rat der Stadt vertretenen demokratischen Parteien in Herne sind aufgerufen, eine Kooperation mit der Alternative für Deutschland (AfD) für die Zukunft auszuschließen. Unternehmen, weitere Institutionen und Privatpersonen sind aufgerufen, sich anzuschließen.

    Kommt alle!

    Auszug aus dem Versprechen:

    „…
    Wir akzeptieren nicht, dass unsere Nachbar:innen, Kolleg:innen, Freund:innen oder Familienangehörige Angst bekommen, von hier vertrieben zu werden. Rechtsextremen Plänen werden wir uns als Herner Stadtgesellschaft jederzeit entschlossen und gemeinsam entgegenstellen. Kulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt ist das größte Potenzial, das in unserer Stadt schlummert. Wir müssen mit den Menschen, die hier leben, gemeinsam daran arbeiten, eine starke und solidarische Gemeinschaft zum Wohle Aller zu gestalten. Das Ausschließen oder Diskriminieren vieler verschiedener Menschen führt nur dazu, dass es am Ende uns allen schlechter geht. …“

     

    **********

    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

    Das Bündnis Herne weist außerdem noch einmal auf den Konsens der Gewaltfreiheit hin.

    Veranstaltung auf Facebook: https://fb.me/e/6p3dxh7RF

     

    #buendnisherne

    #hernerversprechen

    #herneistbunt

    #hernezeigtgesicht

    #her2002

    #herne

  • SharePic Bündnis Herne "Herner Plätze: Keinen Raum für Nazi-Schmierereien"

    Herner Plätze: Keinen Raum für Nazi-Schmierereien

    Das Bündnis Herne wurde im August 2019 gegründet, um als Zivilgesellschaft den als „Spaziergängen“ getarnten rechtsradikalen Aufmärschen der sogenannten „besorgten Bürger“ etwas entgegenzusetzen.

    Das hat funktioniert – die Aufmärsche haben aufgehört (VOR, nicht WEGEN der Pandemie).

    Schon damals war aber klar: Nur weil diese Menschen nicht mehr auf Herner Straßen demonstrieren, sind sie mitsamt ihrem rechtsradikalen, rassistischen Gedankengut nicht weg.

    Das sehen wir jetzt:

    In der Nacht vom 03. auf den 04.07.2023 wurde ein Restaurant in Baukau mit rassistischen Parolen beschmiert, ein NPD-Aufkleber fand sich an dem Fenster. Der Besitzer des Restaurants wurde offenbar als muslimisch-migrantisch angesehen, weil sich auf seiner Speisekarte keine Gerichte mit Schweinefleisch finden.

    Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art:

    Im Oktober 2022 trafn es innerhalb einer Nacht die Bonifatiuskirche in Herne-Mitte sowie das KUZ (Nazisymbole etc.).

    Und das sind nur die Ereignisse, die es in die Medien schaffen. Unerwähnt bleiben in der Regel die zahlreichen Sticker mit rechtsradikalem und rassistischem Gedankengut im Herner Stadtbild, an Laternenpfählen, Ampelmasten etc. Auch aus den umliegenden Städten wird gleiches berichtet.

    Wir machen mit unserer Kundgebung auf diese z. T. offenen und z. T. auch etwas versteckten Versuche der rechtsradikalen Raumnahme aufmerksam und erklären uns mit den Betroffenen jeglichen ausgrenzenden Gedankenguts solidarisch!

    Wann: Samstag, 15.07.2023, 11:00 Uhr

    Wo: Robert-Brauner-Platz, 44623 Herne

  • SharEPic zu "Bochum: KEIN PLATZ FÜR NAZIS – NIRGENDWO"

    Bochum: KEIN PLATZ FÜR NAZIS – NIRGENDWO

    Die mehr als rechtsoffene Gruppierung „NRW Erwacht“ ruft am 20.05.2023 zu einer weiteren „Grossdemo“, diesmal in Bochum, auf.

    Ein breites Bündnis in Bochum möchte dies nicht unwidersprochen lassen und ruft am Bergbaumuseum in Bochum eine Gegenveranstaltung auf. Wir vom
    Bündnis Herne unterstützen die Gegenveranstaltung ausdrücklich und
    rufen alle Herner:innen auf, ebenfalls in der Nachbarstadt
    Gesicht zu zeigen!

    .Der Aufruf zur Gegenveranstaltung:

    „Zu einer Großdemo „NRW erwacht“ am 20. Mai rufen mehrere rechte und nach rechts offene Gruppen nach Bochum auf. Startort ist die Wiese vor dem Bergbau-Museum. Zu den Aufrufenden gehören u.a. die Corona Rebellen Bergisch Land, die Coronarebellen Düsseldorf, der Demokratische Widerstand Dortmund, die Freien Düsseldorfer, der Corona Report Wuppertal Bergisches Land, Hattingen für Frieden und Trommler Bochum.

    Dazu kommen voraussichtlich auch noch die Heimat Dortmund (neue NPD-Gruppe) sowie die NPD Bochum-Wattenscheid, wie es bereits bei der letzten Demo in Dortmund der Fall war.

    Der abgedruckte rosarote Panther auf zwei der Ankündigungen lässt auch eine Nähe zu den Ideologien des NSU erahnen.

    Weitere Menschen aus dem Spektrum der Querdenker, Reichsbürger und Selbstverwalter werden sich angesprochen fühlen. Seit August reist „NRW erwacht“ fast monatlich in eine andere Stadt in NRW, um ihre zum Teil rechten, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Inhalte und Gedanken zu verbreiten. Zwischen 500 – 750 Teilnehmer*innen sind den Aufrufen jeweils gefolgt.

    Die Demo beginnt mit einer „Sammlungsphase“ ab 14:00. Für 15 Uhr wird eine Auftaktkundgebung angekündigt. Danach soll durch die Stadt marschiert werden.

    Diese Demo findet unter dem Deckmantel: Frieden, Freiheit, Souveränität statt.

    Ein breites Bochumer Bündnis ruft zu einer Gegenkundgebung auf, um zu zeigen, dass es in Bochum keinen Platz für Nazis und deren Umfeld gibt!

    Mit der Polizei wurde bereits geklärt, dass ein großes buntes Bündnis ihnen mit einer Kundgebung ab 14:00 Uhr direkt vor dem Bergbaumuseum entgegentritt. Damit soll deutlich werden, wie absolut unerwünscht Nazis in Bochum sind. Unter dem Motto KEIN PLATZ FÜR NAZIS IN BOCHUM – NIRGENDWO! ruft das Bündnis alle Bürger*innen auf, sich zahlreich und mit Bannern, Plakaten und Sprechchören an dem Gegenprotest zu beteiligen.“

  • SharePic zu "Herner Plätze: Diesmal in Essen!"

    Herner Plätze: Diesmal in Essen!

    Essen stellt sich quer: Versammlung gegen „NRW erwacht“

    Ihr habt es alle mitbekommen: Gestern wurde im Rahmen von bundesweiten Razzien ein rechtsextremes Terrornetzwerk ausgehoben.

    Wie viele andere (u.a. Volksverpetzer, Amadeu-Antonio-Stiftung, CeMAS) warnt auch das Bündnis Herne seit geraumer Zeit vor der Mischung von Teilnehmenden bei den verschiedenen „Spaziergängen“ und Demonstrationen auch in Herne: Corona(-maßnahmen)skeptiker:innen, Esoteriker:innen, Verschwörungsgläubigen, Reichsbürger:innen, Rechtsradikale, AfD etc.

    Diese skurril anmutende Mischung wurde bisher eher im Hintergrund und wird mittlerweile immer offenkundiger aus der rechtsradikalen Szene gesteuert. Wer da immer noch mitläuft, ist längst kein „Kritiker“ mehr, sondern macht mit Rechtsradikalen und anderen Antidemokraten gemeinsame Sache.

    Am Sonntag (11.12.2022) ist die nächste „Großdemo“ von „NRW ERWACHT“ in Essen geplant. Auch dort wird sich wieder eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen versammeln, die den Umsturz herbeisehnen oder sich aktiv daran beteiligen. Sie sehen sich im „Widerstand“ und vergleichen sich dabei inzwischen nicht mehr mit Gegner:innen des NS-Regimes sondern ganz aktuell mit den demonstrierenden Menschen in China und Iran.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse ist es noch wichtiger geworden, am Sonntag nach Essen zu fahren und den dortigen Protest gegen die „NRW ERWACHT“-Demo zu unterstützen.

    Wir müssen städteübergreifend zeigen, dass wir ihren Umsturz nicht wollen!

    Gemeinsame Anreise mit dem ÖPNV nach Essen:
    13:09 Uhr Abfahrt Herne Bf (Gleis 6, RB 43 Richtung Dorsten)
    13:15 Uhr Ankunft Wanne-Eickel Hbf (Gleis 8)
    13:28 Uhr Abfahrt Wanne-Eickel Hbf (Gleis 3, RE 42 Richtung Mönchengladbach)
    13:45 Uhr Ankunft Essen Hbf
    Fußweg bis Kopstadtplatz ca. 12-15 Minuten

    Aufruf der Kolleg:innen aus Essen.

    Analyse der gestrigen Erkenntniss (Belltower News).

     

  • SharePic zu "Rechte Aufmärsche am 16.10.22 in Oberhausen – Gegenprotest"

    Rechte Aufmärsche am 16.10.22 in Oberhausen – Gegenprotest

    Auch im Ruhrgebiet ist die „Schwurbelszene“ weiter aktiv und tut alles, um sich auf einen „heißen Herbst/Winter“ einzustimmen: Am 28.08. fand in Wuppertal eine Kundgebung des „Bergischen Erwachens“ statt, am 25.09. eine weitere Demo unter dem Motto „NRW ERWACHT“. Solltet ihr bei diesem Motto an die „Der Pott ERWACHT“-Demos Anfang März und Anfang April in Wanne-Eickel denken, liegt ihr richtig: Es handelt sich um die selben Akteur:innen, auch die Inhalte sind die gleichen: Es geht nach wie vor um die Coronamaßnahmen (wie immer: pauschal, völlig undifferenziert und in Teilen auch einfach falsch bzw. gelogen), hinzugekommen ist z. B. der Krieg in der Ukraine („nicht unser Krieg“) und die damit einhergehenden Preissteigerungen (v. a. Energiepreise).

    Die Organisator:innen stammen aus dem ganz rechten politischen Spektrum. Insofern sind die Themen wenig überraschend nur das Deckmäntelchen für Demokratiefeindlichkeit, Hass und Hetze. Lösungen werden nicht angeboten.

    Nach allem, was man inzwischen über die Ausrichtung dieser Demos wissen kann, muss sich jede:r, der/die dort mitläuft, zumindest den Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit gefallen lassen.

    Für kommenden Sonntag, 16.10.2022, ist die nächste „NRW ERWACHT“-Demo angekündigt, diesmal in Oberhausen (Innenstadt).

    Unsere Freund:innen vom dortigen Bündnis „ES RECIHT! Oberhausen solidarisch gegen Rechts“ rufen zu einer Gegenkundgebung auf:

    Ort: Oberhausen, Friedensplatz

    Uhrzeit: 13 Uhr

    Weitere Infos gibt es direkt auf der Homepage von
    ES REICHT! Oberhausen solidarisch gegen Rechts!

    Wir unterstützen diesen Aufruf und werden selbst auch mit ein paar Leuten vor Ort sein.

    Vielleicht sehen wir uns dort?

    Die „NRW ERWACHT“-Kundgebung startet übrigens um 14 Uhr auf dem selben Platz („Sammeln“), passt also bei der Anreise auf euch auf! Von 15 bis 18 Uhr ist deren „Umzug“ geplant.

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