Schlagwort: CSD

  • SharePic Mahnwache CSD Berlin Redebeitrag

    Unser Redebeitrag auf der Mahnwache

    Vor knapp drei Wochen hat auch das Bündnis Herne am CSD teilgenommen. Wir hatten einen Infostand auf dem Europaplatz. Eine Freundin ist mit unserer Fahne in der Parade mitgelaufen. Es war ein fröhlicher Tag – und es war uns ein Fest, Teil davon zu sein.

    Heute stehe ich hier mit gemischten Gefühlen, wie ihr alle wahrscheinlich.

    Aber ich bin auch dankbar, Teil dieser Mahnwache zu sein.

    Der Attentäter von Berlin hat eine Frau ermordet und viele Menschen verletzt.
    Ihnen und ihren Angehörigen gilt heute unser Gedenken.

    Sein Anschlag auf den CSD war in erster Linie gegen die queere Community gerichtet.

    Gleichzeitig zielte der Attentäter auf uns alle, die wir für ein Zusammenleben in Vielfalt eintreten und für das Recht, sich zu zeigen und sichtbar zu sein.

    Quer durch alle Religionen und Ideologien gibt es Menschen, die Vielfalt ablehnen, weil sie sich Eindeutigkeit wünschen.

    Das habe ich gestern gelesen.

    Der Satz klingt für mich einleuchtend. Er lässt mich aber doch etwas ratlos mit der Frage zurück, wie wir unsere Vielfalt gegen diese Menschen verteidigen sollen.

    Schließlich heißt Vielfalt ja auch für diese Menschen, sichtbar sein zu dürfen.

    Aber eins weiß ich sicher:

    Es reicht längst nicht mehr aus, solidarische und empörte Sharepics zu teilen.

    Es ist heute wichtiger denn je, Gesicht zu zeigen:
    Bei Kundgebungen, in Gesprächen am Infostand und vor allem im Alltag.

    Wir sind viele.

    Wir können den Kampf für eine vielfältige Gesellschaft aber nur gewinnen, wenn wir zusammenhalten.

    Unsere Feinde in diesem Kampf sind Empathielosigkeit, Resignation und Gleichgültigkeit.

    Unsere „Waffen“ für diesen Kampf sind Empathie, Ausdauer und vor allem SOLIDARITÄT!

    Cordula Vordenbäumen

  • SharePic Mahnwache CSD Berlin

    Mahnwache in Herne nach Angriff auf den CSD Berlin

    Als Reaktion auf den Angriff auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin ruft Queer in Herne e. V. zusammen mit mehreren Herner Organisationen zu einer Mahnwache auf.

    Die Mahnwache findet Mittwoch am 29.07.2026 um 18:30 Uhr auf dem Robert-Brauner-Platz in der Herner Innenstadt statt.
    Gemeinsam wollen die Teilnehmenden ein Zeichen gegen Hass, Gewalt und Einschüchterung sowie für Demokratie, Vielfalt und den Schutz queerer Menschen setzen.

    Alle Bürger:innen sind eingeladen, sich der Mahnwache anzuschließen und ihre Solidarität zu zeigen.
    Die Veranstaltung ist friedlich und soll Raum für gemeinsames Gedenken, Zusammenhalt und ein klares Bekenntnis gegen Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus schaffen.

    Bringt gerne selbst gestaltete Plakate mit (Fahnen, v. a. Parteifahnen in diesem Fall nicht)!

    Teilnehmende Organisationen:

    @queerinherne 
    @herner.antifa.treff 
    @schirmegegenrechts
    @buendnisherne

    Queer in Herne e. V.
    Info@queerinherne.de

    https://www.instagram.com/p/DbTDkk9N_XV


    🗓️ Mittwoch, 29. Juli 2026, 18:30 Uhr

    📍 Ort: Robert-Brauner-Platz, Herne Stadtmitte

  • Logo des CSD Herne 2021

    Das Bündnis Herne beteiligt sich an den 2. digitalen CSD in Herne!

    Unser Grußwort:

    Es bewegt sich was in Herne!

    Herne hat seit letztem Jahr einen eigenen Christopher Street Day – leider kann er auch dieses Jahr wieder nur virtuell stattfinden.

    Nichtsdestotrotz macht der CSD auch auf diesem Weg wieder die Vielfalt in unserer Stadt sichtbar!

    Vielen Dank für euer Engagement – und vielen Dank, dass wir auch in diesem Jahr wieder dabei sein dürfen!

    Vielfalt in Begehren und in der geschlechtlichen Identität waren in unserer Stadt lange Zeit wenig sichtbar. „Pride“ lässt sich eben leichter leben, wenn sie von anderen bunten Menschen in pulsierenden Szenevierteln vorgelebt wird. Sicher, Herne ist eine große Stadt und das Zuhause für Menschen aus allen Teilen der Welt und für Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen.


    Doch Herne pulsiert oft eher leise. Oft scheint es sogar so, als müsste Herne überhaupt erst wieder zu sich und einem neuen großstädtischen Bewusstsein kommen. Die Gründung des queeren Jugendforums und die Ankündigung eines CSD in unserer Stadt sind deshalb wichtige Schritte auf dem Weg dorthin gewesen!

    In immer mehr Städten gelingt es dem Christopher Street Day, zumindest temporär einen sicheren öffentlichen Raum zu schaffen, in dem alle queeren Menschen ohne Angst verschieden sein können.

    Wir finden es essenziell, alternative Lebensentwürfe außerhalb der „klassischen“ Kleinfamilie aus Mutter, Vater und 1,5 Kindern sichtbar zu machen, um zu einem selbstverständlichen Miteinander zu gelangen. Einem Miteinander, das alle Menschen einschließt, ganz egal, wen sie lieben, und ganz egal, ob sie sich als Frau, als Mann oder als nicht-binär identifizieren.

    Dieses Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit, sondern musste hart erkämpft werden:

    Der Christopher Street Day steht in der kämpferischen Tradition der Schwulen-, Lesben- und Transbewegung. Ein breit getragenes Gefühl von politischer Selbstwirksamkeit und von Zusammenhalt nahm seinen Ausgang 1969 in New York, als sich zum ersten Mal Besucher*innen einer Szenebar gegen willkürliche polizeiliche Maßnahmen wehrten.

    Solche Szenen sind für uns heute kaum noch vorstellbar, aber am Ziel sind wir noch lange nicht: In weiten Teilen der Welt stehen homosexuelle Handlungen noch heute unter Strafe, und auch hierzulande halten sich einige reformbedürftige Gesetze, gesellschaftliche Vorurteile und Diskriminierungen in unterschiedlichen Formen. 

    Wir möchten mit unserer Teilnahme unsere Solidarität gegenüber all jenen erklären, die auch heute noch schmerzlich von feindseligen Äußerungen betroffen sind. Solidarität mit all jenen, die sich aus Angst vor Stigmatisierung verborgen halten. Solidarität mit all jenen, die zweifeln. Und Solidarität mit all jenen, die in der Vergangenheit nach vorne getreten sind und heute nach vorne treten und ihre Plätze in einer oftmals noch viel zu engen Gesellschaft einfordern.

    Schätzungsweise 10.000 queere Herner*innen leben in unserer Mitte.

    Euch sagen wir: Niemand soll euch dafür anfeinden, wen ihr liebt und welcher geschlechtlichen Identität ihr euch zugehörig fühlt. 

    In eurem Kampf gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte steht das Bündnis Herne an eurer Seite!

    Das Bündnis Herne wünscht von Herzen einen lauten, schrillen und bunten
    Online-CSD 2021. Wir freuen uns, im nächsten Jahr endlich mit euch gemeinsam auf die Straße zu gehen!

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