Schlagwort: Stellungnahme

  • Foto von Teilnehmenden der Veranstaltung "Bass gegen Hass"

    Bündnis Herne unterstützt die Forderung des KAZ

    Das Kulturell-Alternative-Zentrum Herne (KAZ) ist seit der Geburtsstunde des Bündnis Herne an unserer Seite, tatkräftig und beherzt im Kampf gegen Rassismus.

    Deshalb ist es unser großes Anliegen, jetzt auch unterstützend an seiner Seite zu sein. Das KAZ ist aus der Herner Kulturszene nicht mehr wegzudenken, es bereichert sie.

    Hier ist vor allen Dingen das jährliche KAZ Open-Air-Festival und das vielfältige Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung jeglicher Art zu nennen.

    Kultur braucht Raum, in diesem Falle im wahrsten Sinne des Wortes: Das KAZ als Teil der alternativen Kultur- und Kunstszene braucht eine feste Räumlichkeit, um ein vielfältiges und offenes Herne zu stärken, weitere großartige Veranstaltungen zu planen, zu koordinieren und als Anlaufstelle zu dienen.

  • SharePic zur Aktion "Bundestag NAZIFREI"

    Unser Wunsch zum zweiten Geburtstag: Bundestag nazifrei!

    Das Bündnis Herne hat Geburtstag!

    Heute auf den Tag genau vor zwei Jahren fand unsere allererste Veranstaltung statt.

    Anlass für die Gründung des Bündnis Herne waren die Aufmärsche rechtsradikaler und neonazistischer Gruppierungen ab August 2019.

    Noch vor der Pandemie wurden diese Aufmärsche aufgegeben – die Menschen dahinter sind aber nicht weg: Sie tauchen bei Demonstrationen vom „III. Weg“ in Berlin und bei Querdenkendemos in Bochum auf, sie sind im Umfeld von „Eltern stehen auf“ zu finden und hetzen in Onlinediskussionen beispielsweise gegen Geflüchtete und gegen „das bunte Herne“.

    Die Veranstalter und Teilnehmenden der Autokorsos im Frühjahr haben mit ihnen gemeinsam, dass sie den Rechtsstaat infrage stellen und die Gesellschaft zu spalten versuchen. Sie klammern sich an ihrer vermeintlich heilen und vor allem überschaubaren kleinen Welt fest und verweigern sich der Erkenntnis, dass Leben immer auch Veränderung bedeutet.

    Sie sind unfähig, sich in einer modernen, offenen Gesellschaft, wie wir sie auch hier in Herne anstreben, zu integrieren.

    Der Wunsch nach weniger Komplexität, nach einfachen Erklärungen und noch einfacheren Lösungen ist nachvollziehbar, aber unrealistisch. Für komplexe Sachverhalte gibt es nun einmal keine schlichten Lösungen.

    Die AfD trägt diese Unfähigkeit, Teil einer modernen, offenen Gesellschaft zu sein, in die Parlamente. Mit populistisch-plakativem Auftreten verspricht sie unrealistisch einfache Lösungen, die auf Abschottung und „zurück zum Vorgestern“ abzielen, auch hier in Herne.

    Dies wurde kürzlich sehr deutlich, als alle im Rat der Stadt vertretenen demokratischen Parteien gemeinsam beschlossen, Herne zum „Sicheren Hafen“ zu erklären. Die AfD (also das, was hier noch von ihr übrig ist) reagierte ausgesprochen polemisch, gehässig, unsachlich und persönlich beleidigend.

    Die AfD mag hier in Herne gespalten und zerstritten sein –sie erscheint aber dennoch auf dem Stimmzettel für die Bundestagswahl am 26. September. Viele Menschen werden auch diesmal kein Problem damit haben, sie oder eine der anderen rassistischen oder ganz weit nach rechts offenen Parteien zu wählen: die NPD, die Querdenkerpartei „Die Basis“, den „III. Weg“.

    Wir sagen ganz klar:

    Wer Parteien wählt, die sich weder nach innen noch nach außen gegen Nazis abgrenzen, ist nicht zwingend selbst ein Nazi. Aber wer Parteien wählt, die mit Nazis gemeinsame Sache machen, gibt Nazis Macht und Einfluss! Wer Nazis wählt, findet sich deshalb zu Recht in genau dieser Ecke wieder.

    Wir unterstützen die Kampagne „Bundestag nazifrei“ des DGB und anderer Beteiligter. Weitere Initiativen und Vereine aus Herne sind herzlich eingeladen, sich dieser Kampagne anzuschließen.

    Gemeinsam mit dem DGB appellieren wir an die Herner Wahlberechtigten:

    Nehmt am 26. September an der Bundestagswahl teil! Wählt demokratische Parteien!

    Wenn ihr, aus welchen Gründen auch immer, mit den im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien nicht zufrieden seid: Die Auswahl ist groß genug. Es gibt wirklich keinen Grund, die Nazis zu wählen!

    Bitte tragt dazu bei, dem Bündnis Herne seinen größten Geburtstagswunsch zu erfüllen:

    Einen nazifreier Bundestag!

    Vielen Dank!

  • Künstlerisch bearbeitetes Foto der zerstörten Synagoge in Herne

    Erinnerung und Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

    „Dann war es nur noch Nacht und kalt und die Funken der Synagoge stieben durch die Luft.“

    „Hinten in der Schule, die zum Synagogenbau gehörte, wurden die Türen eingeschlagen. Fritzlers holten uns aus den Betten. Wir rannten alle in den vorderen Bereich, während es hinten schon anfing zu brennen.“

    Joel Katzenellenbogen war als Zwölfjähriger im November 1938 bei seinem Onkel Max Fritzler zu Besuch, der als Lehrer der jüdischen Gemeinde Wanne-Eickel
    in der Dienstwohnung der Synagoge wohnte. Alptraumhafte Sequenzen sind ihm in Erinnerung geblieben: die beißende Todesangst, plötzlich werden die Kinder aus einem Fenster herausgeschmissen, das Synagogendach bricht hinter ihnen zusammen, und ein Polizist, der sich seine Menschlichkeit bewahrt hatte, führt das Ehepaar Fritzler in letzter Sekunde aus dem brennenden Haus durch die drohende Menschenmenge hindurch.

    „Dann war es nur noch Nacht und kalt und die Funken der Synagoge stieben durch die Luft.“

    Die Kosten für Abbruch und Trümmerbeseitigung stellte die Stadt anschließend der jüdischen Gemeinde in Rechnung.

    Wir erinnern heute an die Reichspogromnacht am 9. November 1938.

    Wie in Herne und Wanne-Eickel wurden in dieser Nacht in ganz Deutschland und Österreich über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört.

    Wie in Herne und Wanne-Eickel versammelten sich in dieser Nacht an vielen weiteren Orten Mengen von Schaulustigen, stimmten in die Hetzgesänge der Ausführenden ein und beteiligten sich vielfach an Zerstörungen und Plünderungen, während Polizeieinheiten und Feuerwehren lediglich darauf achteten, dass die Zerstörungen nicht auf Nachbargebäude übergriffen.

    Wir erinnern daran, dass in dieser Nacht– einmal mehr – Nachbarn zu Gaffern, Marodeuren und Gewalttätern wurden.

    Wir erinnern daran, dass die jüdische Bevölkerung bereits in den Jahren vor 1938 durch zahlreiche Gesetze ausgegrenzt und zu Bürgern zweiter Klasse gemacht worden war. Der 9. November 1938 ist jedoch eine Zäsur, er markiert den Zeitpunkt, ab dem die jüdische Bevölkerung in Deutschland vollständig entrechtet war und als vogelfrei angesehen werden konnte.

    Der 9. November ist uns eine Mahnung, niemals zu vergessen, dass die jüdische Bevölkerung in der Zeit des Nationalsozialismus in noch nie dagewesener Weise zum Feind stilisiert wurde, entrechtet, vertrieben und schließlich weitgehend ausgelöscht.

    Es ist auch die Mahnung, niemals zu vergessen, dass dies überhaupt erst möglich war, weil zu viele Menschen zu lange weggeschaut, geschwiegen oder mitgemacht haben.

    Doch das Erinnern und Mahnen ist leer, wenn es nicht zu alltäglichem Handeln führt!

    Handeln ist unverändert geboten, denn Antisemitismus hat in Deutschland nach wie vor einen fruchtbaren Boden: Der Anschlag auf die Synagoge in Halle im vergangenen Jahr ist uns allen noch im Gedächtnis, es gab weitere Anschläge und Übergriffe, die es nicht oder nur kurz in die Schlagzeilen geschafft haben, nicht zu vergessen die antisemitischen Diskriminierungen unterhalb der Strafbarkeit, zum Beispiel Pöbeleien im öffentlichen Raum und Postings in den sozialen Medien – vielerorts trauen sich Jüdinnen und Juden nicht, sich öffentlich als solche zu erkennen zu geben.

    Worte haben im Dritten Reich den Boden bereitet für Antisemitismus in seiner fürchterlichsten Ausprägung. Worte bereiten auch heute den Boden für Taten:

    Wenn Herr Gauland die Zeit von 1933 bis 1945 als „Vogelschiss in der deutschen Geschichte“ bezeichnet und Herr Höcke das Holocaust-Mahnmal in Berlin ein „Denkmal der Schande“ nennt, sind dies Versuche der Relativierung und Verharmlosung der Shoa und zusätzlich die Negierung einer Verantwortung im Hier und Heute.
    Wenn die AfD, wie dieses Jahr in Hessen geschehen, den 9. November als „Schicksalstag der Deutschen“ zum Gedenk- und Feiertag erklärt wissen möchte, ist die Absicht ebenso leicht zu durchschauen: Im Gedenken an sehr unterschiedliche Wendepunkte der deutschen Geschichte soll das Gedenken an die systematische Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens im Dritten Reich verwässert und in den Hintergrund gedrängt werden.

    Aktuell werden bei zahlreichen Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen antisemitische Schuldzuweisungen für die Pandemie bzw. den Umgang mit ihr geäußert. Teilnehmende stilisieren sich durch das Tragen des so genannten Judensterns mit der Aufschrift „ungeimpft“ als Opfer im Sinne der Verfolgten im Dritten Reich – eine weitere Verharmlosung der Shoa und des Nationalsozialismus!

    Führungsfiguren der Herner „besorgten Bürger“ haben unter dem Banner der „Bruderschaft Deutschland“ am 3. Oktober in Berlin gemeinsam mit der rechtsextremistischen und neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ demonstriert, die sich offen antisemitisch positioniert. Damit haben sie einmal mehr deutlich gemacht, wo wir sie einzuordnen haben: Wer wissentlich und absichtlich mit Nazis marschiert, macht sich deren Ideologie zu eigen.

    Vor dem Hintergrund dieser Beispiele sind die Ergebnisse einer Studie des World Jewish Congress, in der es u.a. um antisemitische Einstellungen in der deutschen Bevölkerung geht, erschreckend, aber nicht überraschend: Ein Drittel der Befragten hält die Ausgrenzung bis hin zu Gewalt gegen Juden oder jüdische Symbole und das Aberkennen allgemein gültiger Rechte scheinbar für normal. Ebenso viele können keine Diskriminierung von Juden in Deutschland erkennen.

    Im Einsatz gegen Antisemitismus sehen nur 20% der Befragten die Zivilgesellschaft in der Verantwortung. Mehrheitlich ist die Erwartung, dass die Regierungen und öffentlichen Institutionen dieser Verantwortung gerecht werden.

    Selbstverständlich ist der Staat in der Pflicht, einen besseren Schutz vor Übergriffen, die Sicherung jüdischer Einrichtungen, eine effektive Strafverfolgung und intensive Prävention zu gewährleisten.

    Das entbindet aber doch nicht die Zivilgesellschaft von der Verantwortung, wachsam zu sein, einzuschreiten, wenn z.B. in Diskussionen antisemitische Stereotype bedient werden, wenn auf der Straße jemand wegen seiner Kippa angepöbelt oder sogar geschlagen wird!

    Im Gedenken an Joel Katzenellenbogen, an die 401 Opfer der Shoa aus Herne und Wanne-Eickel und an die vielen weiteren Jüdinnen und Juden, deren Leben durch die Ereignisse von 1933 bis 1945 zerstört wurden, erinnern wir daher heute auch und ganz besonders an unser aller Verantwortung:
    Lasst uns eine aufmerksame und wache Zivilgesellschaft sein, die nicht wegschaut, sondern den Mund aufmacht, wenn Menschen diskriminiert werden.

    Lasst uns eine Zivilgesellschaft sein, die gemeinsam dazu beiträgt, dass Auschwitz nie wieder sei!

    Zitate und Erinnerungen entnommen aus dem Buch
    Herne und Wanne-Eickel 1933 – 1945
    Ein historischer Stadtführer von Ralf Piorr (Hg.) 2013

  • Foto zu der Aktion Statement zu der Situation in Moria

    Statement zu der Situation in Moria

    #LeaveNoOneBehind

    Gestern ist das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos abgebrannt. Im humanitären Sinn brennt es dort bereits seit Monaten: Das Lager war ohnehin nur für knapp 3.000 Geflüchtete ausgelegt und mit 12.000 Menschen völlig überbelegt.

    Vor diesem Hintergrund hatte das Bündnis Herne heute Abend zu einem Flashmob vor dem Rathaus aufgerufen.

    Etwa 50 Menschen vor leeren Stühlen zeigten symbolisch, dass auch die Herner Stadtgesellschaft nicht länger bereit ist, die humanitäre Katastrophe an den Außengrenzen der EU lediglich zur Kenntnis zu nehmen und bedrückt zu sein. 

    Wir fordern, die Menschen aus der Hölle Moria zu holen!

    Innenminister Seehofer muss lediglich in die Gänge kommen und die von so vielen Seiten immer wieder unterstrichene Aufnahmebereitschaft anerkennen. Die Lager könnten innerhalb kurzer Zeit evakuiert sein. Auch Herne hat Platz!


    #WirHabenPlatz

    #LeaveNoOneBehind

  • Logo der Aktion Bündnis Herne "Rathaus NAZIFREI"

    Bündnis Herne unterstützt die Aktion „RATHAUS NAZIFREI“

    Das Bündnis Herne ist ein Zusammenschluss von Privatpersonen, demokratischen Parteien, Gewerkschaften, den christlichen Kirchen und islamischen Glaubensgemeinschaften, dem Kulturell-Alternativen Zentrum und vielen anderen Institutionen und Vereinen in Herne.

    Unsere Veranstaltungen sind immer überparteilich, sie sollen die offene und tolerante Zivilgesellschaft stärken und das Demokratiebewusstsein in Herne fördern. Dabei beziehen wir als Bündnis Herne deutlich Stellung gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus und Faschismus.

    Wir stehen somit klar gegen die Ziele der AfD. Unserer Meinung nach sind Äußerungen und Aktionen der AfD und ihrer Mitglieder auf eine Destabilisierung unserer Demokratie ausgelegt. Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit versucht die AfD permanent, die Grenzen des Sagbaren in ihrem Sinne zu verschieben. Gleichzeitig übersetzen die AfD und ihre Mitglieder Meinungsfreiheit mit Meinungshoheit und versuchen so, jede Form von Widerspruch zu unterbinden.

    Und obwohl die AfD sich gerne als „Partei der kleinen Leute“ inszeniert, sind ihre Forderungen und ihr Parteiprogramm von einem Neoliberalismus durchzogen, der einen unverhohlenen Schlag in das Gesicht eines jeden materiell schwachen Mitmenschen darstellt und somit zutiefst unsozial ist.

    Dass es der AfD bei allem nur um Spaltung und Ausgrenzung geht, belegt für uns auch ihre aktuelle Kampagne zum Kommunalwahlkampf, in dem die AfD ominöse Forderungen nur „Für unsere Leute“ stellt.

    Das Bündnis Herne unterstützt daher vorbehaltlos die Aktion „RATHAUS NAZIFREI“ des DGB Ruhr-Mark. Wir rufen die Unterstützerinnen und Unterstützer des Bündnis Herne auf, Gleiches zu tun.

    Demokratie muss vieles aushalten. Sie muss es aber nicht widerspruchslos tun.

    Bündnis Herne

  • Hetham Hassan (Änderungsschneiderei Teli) bei der Übergabe der Masken

    Mund-Nasen-Maskenspende

    In den letzten Tagen und Wochen…

    … hat Hetham Hassan von der Änderungsschneiderei Teli (Behrensstraße) Unmengen an Mund-Nasen-Masken genäht und an viele öffentliche Stellen und karitative Organisation gespendet, das alles weitgehend ohne finanzielle Unterstützung!

    Das Bündnis Herne hat nun durch Stoffspenden dazu beigetragen.

    Am vergangenen Montag haben wir gemeinsam mit Hetham die dringend benötigten Mund-Nasen-Masken an die Suppenküche Herne e.V. und an die GFS Gesellschaft freie Sozialarbeit e.V
    übereicht.

    Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise beide Vereine in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen können und danken Hetham für seinen unermüdlichen Einsatz!

    Hetham näht übrigens weiter Mund-Nasen-Masken – diese können in seiner Schneiderei käuflich erworben werden (neben den üblichen Dienstleistungen einer Schneiderei).

  • Teilnehmende auf der Kundgebung mit dem Pavillon des Bündnis Herne im Hintergrund

    Stellungnahme des Bündnis Herne zu den Vorgängen in Thüringen

    Wir vom Bündnis Herne schauen fassungslos und entsetzt nach Thüringen, 

    wo in der vergangenen Woche der FDP-Abgeordnete Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Dies war nur mit Hilfe der Stimmen der AfD möglich.

    Das Bündnis Herne ist keine politisch homogene Gruppe, das heißt, unsere Sicht auf die Situation in Thüringen ist individuell sehr unterschiedlich.

    Einig sind wir uns aber in folgenden Punkten:

    1. Diese Wahl ist ein Schlag ins Gesicht aller demokratisch und antifaschistisch eingestellten Menschen, die sich dem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegenstellen.
      Sie ist ein Schlag ins Gesicht all derer auch hier in Herne, die den Rechtsradikalen Woche für Woche den Weg durch die Innenstadt versperren. Für uns wurde hier ganz klar eine rote Linie überschritten:
      Man lässt sich nicht von Faschisten ins Amt wählen.
    2. Wir sind fassungslos über die Instinktlosigkeit, mit der in Thüringen sowohl im Vorfeld als auch nach der Wahl des Ministerpräsidenten vorgegangen wurde:
      Es wurde gekungelt, ahnungslos getan, anschließend gelogen, dann doch ein bisschen eingeräumt – und nun ist man von der Wucht der Reaktionen überrascht.
    3. Dass die Protagonisten ihre Rückzüge aus Funktionen und Parteiämtern angekündigt haben, begründen sie mit dem Schaden, den es nun von ihren Parteien abzuwenden gilt. Wir empfinden es als beschämend, dass bei diesen Entscheidungen offenbar der Blick auf die Umfragewerte und die nächsten Wahlen den Ausschlag gegeben hat und nicht etwa die Erkenntnis, persönlich ganz und gar unanständig gehandelt zu haben.

    „Wehret den Anfängen!“

    Diese Mahnung haben wir alle mit auf den Weg bekommen.

    Spätestens nach diesem politischen Dammbruch muss allen klar sein:

    Die Zeit zu handeln ist jetzt!

    Unser erstes Ziel war es, die rechtsradikalen Aufmärsche hier in Herne zu verhindern. Das haben wir möglicherweise bald erreicht.

    Von Anfang an ging es uns aber auch darum, uns nachhaltig für eine tolerante, zivilisierte und anständige Gesellschaft einzusetzen.

    Die Ereignisse in Thüringen bestätigen uns darin, dass unsere Aktivitäten notwendiger sind denn je.

    Vielen Dank für Ihre und eure großartige Unterstützung!

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