Schlagwort: Demokratiefeindlichkeit

  • Jörg Höhfeldt auf der

    Worte für die nach uns Kommenden…

    …nach Motiven des Gedichts von Bertolt Brecht

    An die Nachgeborenen

    Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!

    Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
    Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
    Hat die Nachrichten aus dem Robert-Koch-Institut
    Nur noch nicht empfangen.

    Was sind das für Zeiten, wo
    Ein Gespräch über die Champions League fast ein Totschweigen ist
    Weil es ein Schweigen über die Toten nach dem Spiel Atalanta Bergamo gegen Valencia FC einschließt!

    Der dort ruhig über die Straße geht
    Ist wohl nicht erreichbar für seine Freunde auf der Intensivstation?
    Man sagt mir: lass dich impfen und boostern. Sei froh dass wir Impfstoff haben.

    Aber wie kann ich mich impfen und boostern lassen, wenn
    Ich weiß, dass viele Menschen in vielen Ländern keinen Impfstoff bekommen?
    Und doch lasse ich mich impfen und boostern.

    In die Städte kam ich zur Zeit der Pandemie
    Als der Mangel herrschte. Mangel an Masken, Mangel an Impfstoffen, Mangel an Pflegekräften.
    Unter die Menschen kam ich nicht, sie waren in Quarantäne.

    Das Ziel, das Virus zu besiegen
    Lag in großer Ferne.
    Ihr, die ihr auftauchen werdet nach der letzten Corona Welle
    Auftauchen aus der Flut
    In der viele untergegangen sind
    Gedenkt

    Wenn ihr von unsern Schwächen sprecht
    Auch der finsteren Zeit
    Der ihr entronnen seid.

    Wir wissen ja:
    Auch der Hass gegen die Neonazis
    Verzerrt die Züge.
    Auch der Zorn über Querdenker und Corona Leugner
    Macht die Stimme heiser. Ach, wir
    Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
    Konnten selber nicht immer freundlich sein.

    Ihr aber, wenn es soweit sein wird
    Daß der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
    Gedenkt unsrer
    Mit Nachsicht.

  • SharePic Bündnis Herne "Herner Plätze: Miteinander durch die Pandemie! (12.02.2022)"

    Herner Plätze: Miteinander durch die Pandemie! (12.02.2022)

    Bitte unterstützt die Mahnwache der „Schirme gegen Rechts“ am Shoah-Mahnmal! Auch dort muss die Herner Zivilgesellschaft unbedingt Präsenz zeigen!

    Erneut fällt die Demo der Coronaleugner:innen und Maßnahmenverweiger:innen krankheitsbedingt aus. Tja nun. Kein Grund für uns, in unseren Bemühungen um eine demokratische und solidarische Gesellschaft in Herne nachzulassen.

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    Auch für den kommenden Samstag, 12.02.2022, lädt das Bündnis Herne daher wieder zu Aktionen in der Herner Innenstadt ein:

    • 11:00 Uhr Shoah-Mahnmal / Willi-Pohlmann-Platz: Mahnwache der „Schirme gegen Rechts“ – „Schützt das Mahnmal!“
      (anschließend zur Kreuzkirche bzw. zum Robert-Brauner-Platz)
    • 11:00 Uhr Europaplatz/Kreuzkirche: Interreligiöses Friedensgebet
      (mit anschließendem Demozug zum Robert-Brauner-Platz)
    • 11:30 Uhr Robert-Brauner-Platz: Kundgebung „Bündnis Herne für ein solidarisches Miteinander“
      Achtung!
      Anfangszeit auf mehrfachen Wunsch
      geändert, damit die Teilnehmer:innen der Mahnwache und des Friedensgebets ebenfalls die Möglichkeit haben, die Kundgebung zu besuchen.

    Bitte unterstützt die Mahnwache der „Schirme gegen Rechts“ am Shoah-Mahnmal! Auch dort muss die Herner Zivilgesellschaft unbedingt Präsenz zeigen, gerade in Zeiten, in denen Verschwöhrungserzähler:innen durch wirre Holocaustrelativierung und Geschichtsverdrehung den neu aufkeimendem altbekannten Antisemitismus befeuern.

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    Vorankündigung:

    Wenn es nach der skurrilen Nummer am
    Montagabend einen weiteren angemeldeten „Spaziergang“ gibt,
    werden wir nicht tatenlos zusehen.

    Weitere Infos findet ihr wahrscheinlich wieder eher kurzfristig auf den üblichen Kanälen.

    *********************************

    Wir als Bündnis Herne sehen uns nicht in der Rolle, für oder gegen bestimmte Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung einzutreten oder über Corona aufzuklären, auch wenn wir die Impfung grundsätzlich als Akt der Solidarität betrachten.

    Unsere Kundgebungen richten sich insofern nicht gegen Kritiker staatlicher Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung, sondern gegen den antidemokratischen Hintergrund der Coronaleugnerdemos.

    Hierzu auch unsere bisherigen Statements:

    https://www.buendnis-herne.de/warum-stehen-wir-heute-15-01-2022-hier-auf-dem-robert-brauner-platz

    https://www.buendnis-herne.de/stellungnahme-zu-den-demonstrationen-an-den-vergangenen-samstagen-in-der-herner-innstadt

    https://www.buendnis-herne.de/statement-zu-montaeglichen-spaziergaengen-in-herne

    *********************************

    Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, wenn wir in der aktuellen pandemischen Situation zu einer solchen Veranstaltung aufrufen.

    Bitte haltet euch während der Kundgebungen an das verpflichtende Tragen eines medizinischen MNS und haltet so gut wie möglich Abstand!

    *********************************

    Das Bündnis Herne ist ein überparteilicher und religionsübergreifender Zusammenschluss der Herner Zivilgesellschaft. Unsere Veranstaltungen sind keine Plattform für Eigenwerbung von Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und religiösen Gemeinschaften.

    Wir verzichten daher alle auf das Zeigen von entsprechender großflächiger Symbolik (z. B. Fahnen) und erwarten dies auch von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Veranstaltungen. Dies gilt auch für Nationalflaggen.

    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

    Das Bündnis Herne weist außerdem noch einmal auf den Konsens der Gewaltfreiheit hin.

  • SharePic Bündnis Herne "Herner Plätze: Miteinander durch die Pandemie! (Mahnwache 07.02)"

    Herner Plätze: Miteinander durch die Pandemie! (Mahnwache 07.02)

    Anlass für diese Mahnwache sind die fortgesetzten Versuche von Coronaleugner:innen, in Herne die sogenannten „Montagspaziergänge“ zu etablieren. Angesichts der bisherigen Erfolglosigkeit (kaum Teilnehmende, keine Außenwirkung) versuchen sie es diesen Montag im Rahmen einer angemeldeten Versammlung einschließlich Demozug durch die Innenstadt.

    Unter dem Vorwand der „Maßnahmenkritik“ betreibt diese Gruppierung ihre Propaganda aus Des- und Falschinformationen, wähnt sich im Widerstand gegen eine Diktatur und ergeht sich in entsprechenden Umsturzfantasien.

    Mit unserer Mahnwache auf dem Robert-Brauner-Platz möchten wir zeigen, dass diese antidemokratischen Bestrebungen in Herne nicht mehrheitsfähig sind.

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    Wir als Bündnis Herne sehen uns nicht in der Rolle, für oder gegen bestimmte Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung einzutreten oder über Corona aufzuklären, auch wenn wir die Impfung grundsätzlich als Akt der Solidarität betrachten.

    Unsere Kundgebungen richten sich insofern nicht gegen Kritiker staatlicher Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung, sondern gegen den antidemokratischen Hintergrund der Coronaleugnerdemos.

    Hierzu auch unsere bisherigen Statements:
    https://www.buendnis-herne.de/warum-stehen-wir-heute-15…

    https://www.buendnis-herne.de/stellungnahme-zu-den…


    https://www.buendnis-herne.de/statement-zu-montaeglichen…

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    Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, wenn wir in der aktuellen pandemischen Situation zu einer solchen Veranstaltung aufrufen.

    Bitte haltet euch während der Kundgebungen an das verpflichtende Tragen eines medizinischen MNS und haltet so gut wie möglich Abstand!

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    Das Bündnis Herne ist ein überparteilicher und religionsübergreifender Zusammenschluss der Herner Zivilgesellschaft. Unsere Veranstaltungen sind keine Plattform für Eigenwerbung von Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und religiösen Gemeinschaften.
    Wir verzichten daher alle auf das Zeigen von entsprechender großflächiger Symbolik (z. B. Fahnen) und erwarten dies auch von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Veranstaltungen. Dies gilt auch für Nationalflaggen.
    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
    Das Bündnis Herne weist außerdem noch einmal auf den Konsens der Gewaltfreiheit hin.

  • Rolf Dymel (Förderkreis Mahn- und Gedenkstätte Polizeigefängnis Herne e. V.) auf der Kundgebung

    „Spaziergänger:innen“ aus Sicht des Förderkreises Gedenkstätte Polizeigefängnis Herne

    Was mich beunruhigt, sind weniger die wenigen „Spaziergänger“ in Herne, eher schon die vielen Menschen, die in anderen Städten wie bspw. in unserer Nachbarstadt Bochum gegen die Schutzmaßnahmen vor dem Corona-Virus demonstrieren. Aber noch mehr beunruhigt mich die Tatsache, dass sich an diesen merkwürdigen Spaziergängen viele Menschen, auch jüngere beteiligen, die nicht zum harten Kern der neonazistischen Gruppen gehören. Obwohl es unübersehbar und unüberhörbar ist, dass Verschwörungsgläubige und Neonazis mit zunehmender Intensität und auch oft führend sich an diesen Demonstrationen beteiligen, hindert es sie nicht an ihrer Teilnahme. Merken sie es nicht oder stimmen sie insgeheim sogar zu, wenn die Einschränkung von Grundrechten während der Corona-Pandemie mit der Diktatur in der NS-Zeit verglichen wird? Da laufen Menschen mit, die sich einen Judenstern mit der Aufschrift „Ungeimpft“ an die Brust heften, da bekommt die rettende Impfung den Status der Gaskammern von Auschwitz. In diesen Vergleichen steckt letztlich eine reine Verachtung für die Opfer des millionenfachen industriellen Massenmordes an Jüdinnen und Juden. Indem man sich aufgrund einer Impfpflicht in einer Reihe mit den Opfern der Shoah stellt, will man den tatsächlichen Opfern in den Verbrechensorten der deutschen Faschisten ihren Opferstatus nehmen.

    Hier, als Bestandteil dieser Spaziergänge kommt der alte Antisemitismus in neuer Form zurück, und dem und denen, die es mit einer schockierenden Selbstverständlichkeit tun, müssen wir uns entgegenstellen.

    Aber noch wichtiger ist für mich die Frage, wie es kommen kann, dass viele mitlaufende Menschen diesen neuen-alten Antisemitismus schlicht tolerieren. Antworten finden sich zum Teil in den Ergebnissen neuer Studien des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld zur Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und zur Auseinandersetzung mit dieser Zeit. Dabei fallen einige Erkenntnisse besonders auf:

    Zum einen wird erneut deutlich, dass bei vielen große Wissens- und Bewusstseinslücken über die Zeit des Nationalsozialismus vorhanden sind, insbesondere bei denjenigen, deren Vorfahren in der NS-Zeit hier gelebt haben. Deutlich wird ihre Unwissenheit in Bezug auf eine mögliche Verwicklung der eigenen Vorfahren in die Verbrechen der NS-Diktatur. Es fehlen ihnen Kenntnisse, was hier vor Ort, vor ihrer Haustür, in den ihnen bekannten Stadtteilen und Straßen auch von Familienangehörigen, verübt oder einfach nicht gemacht wurde.

    Zum anderen zeigen sich insbesondere bei etwa einem Fünftel der befragten jungen Menschen fehlende Abgrenzung von oder gar Zustimmung zu Versuchen zur Umdeutung der historischen Ereignisse und gruppenbezogenen menschenfeindlichen Einstellungen.

    Andererseits zeigt sich bei der großen Mehrheit der jungen Erwachsenen ein grundlegend hohes Interesse an einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, insbesondere auch mit der Geschichte des Nationalsozialismus. So ermittelte das Rheingold-Institut im Auftrag des Arolsen Archives zum Ende des letzten Jahres, dass die Generation Z (16-25) ein deutlich höheres Interesse am Thema NS-Verfolgung hat als die Altersgruppe der 40- bis 60jährigen Menschen. Für die jungen Menschen ist dies ein spannendes, interessantes Thema, das für unsere Gegenwart und Zukunft eine hohe Bedeutung hat und mit dem man sich noch mehr beschäftigen sollte.

    Gerade hier wollen wir mit unserer Initiative, eine Mahn- und Gedenkstätte im ehemaligen Herner Polizeigefängnis zu errichten, ansetzen. Es geht uns dabei nicht um ein weiteres rituelles Gedenken an die Opfer des NS-Terrorregimes. Damit würden wir ihnen nicht gerecht werden! Das Erinnern an die verschiedenen Opfergruppen, die an diesem Unrechtsort inhaftiert und misshandelt wurden, Widerständler aus der Arbeiterbewegung, Oppositionelle aus den christlichen Kirchen, Bibelforscher (Zeugen Jehovas) Juden, Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und andere, das Erinnern aber auch an die Täter:innen in Polizei, Justiz und kommunaler Verwaltung und ihre ungezählten Mitläufer und vorgeblich „neutralen“ Zuschauer soll vielmehr aktive Lernprozesse anregen.

    Dabei ist es nicht von entscheidender Bedeutung, ob die eigenen Eltern oder Großeltern eine Migrationsgeschichte haben oder nicht. Sich heute mit den historischen und lokalhistorischen Erfahrungen aus der NS-Zeit kritisch auseinanderzusetzen, kann und sollte möglichst den Weg frei machen, eine eigene Verantwortung für den gegenwärtigen Umgang mit den Folgen dieser Zeit anzunehmen. Welche Einsichten können gewonnen werden für unsere Gegenwart, wie sieht heute verantwortungsbewusstes Handeln aus, um zu verhindern, dass verhängnisvolle Tendenzen, wie sie auch bei den Corona-Protesten zu Tage treten, sich weiter verstärken?

    Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit mit lokalhistorischen Bezügen an und ausgehend von diesem authentischen Erinnerungs- und Lernort Polizeigefängnis soll Anstöße zur Entwicklungen von Kompetenzen geben, sich kritisch zu aktuellen Formen der Ausgrenzung von Menschen, des Rassismus, des Antisemitismus und des völkisch-nationalistischen Denkens verhalten zu können. Wie, mit welchen analogen und/oder digitalen Formaten das Lernen durch Erinnern hier ermöglicht werden kann, bspw. mit Ausstellungen, Führungen, Vorträgen, Filmen, Seminaren, Videokonferenzen und nicht zuletzt Recherchen zu lokalhistorischen Quellen wird hoffentlich bald Beratungsgegenstand sein.

    Unsere Initiative, die wir vor ca. drei Jahren gestartet haben und die leider sowohl wegen der Blockadehaltung des Gebäudeeigentümers BLB NRW als auch wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bis jetzt nicht umgesetzt werden konnte, erhält mittlerweile immer breitere Unterstützung.

    So hat der Rat der Stadt Herne am 14. Dezember des vergangenen Jahres einstimmig eine Resolution zur Unterstützung unseres Vorhabens beschlossen und so haben bis jetzt mehrere hundert Menschen mit ihren Unterschriften unsere Initiative unterstützt. Wir bedanken uns bei denen, die fleißig Unterschriften im Verwandten- und Freundeskreis, in christlichen und islamischen Gemeinden, bei Parteien, Gewerkschaften und anderen Organisationen gesammelt haben, und die das hoffentlich auch noch weiter machen wollen.

    Rolf Dymel

    Vorsitzender des Förderkreises Mahn- und Gedenkstätte Polizeigefängnis Herne e.V.

    http://erinnerungsort-herne.de/

  • SharePic Bündnis Herne "Herner Plätze: Miteinander durch die Pandemie! (05.02.2022)"

    Herner Plätze: Miteinander durch die Pandemie! (05.02.2022)

    Wichtig! Geänderte Anfangszeiten am Robert-Brauner-Platz!

    Am vergangenen Samstag zeigten sich erste Auflösungserscheinungen bei der Gruppe der Coronaleugner:innen und Maßnahmenverweigerer:innen: Sie war nur noch 13 Personen „stark“, verzichteten auf eine eigene Kundgebung und versuchten stattdessen, das Friedensgebet an der Kreuzkirche und die Kundgebung auf dem Robert-Brauner-Platz zu stören.

    An beiden Orten wurde die Gruppierung spontan durch Mitglieder der „Schirme gegen Rechts“ wie auch durch weitere Teilnehmer:innen regelrecht abgeschirmt: Mit Schirmen und Plakaten bildeten sie einen schweigenden Sichtschutz und machten so deutlich, dass Demokratiefeind:innen bei uns nicht erwünscht sind.

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    Auch für den kommenden Samstag, 05.02.2022, lädt das Bündnis Herne wieder zu Aktionen in der Herner Innenstadt ein:

    • 11:00 Uhr Europaplatz/Kreuzkirche: Friedensgebet (mit anschließendem Demozug zum Robert-Brauner-Platz)
    • 11:00 Uhr Shoah-Mahnmal / Willi-Pohlmann-Platz: Mahnwache der „Schirme gegen Rechts“ – „Schützt das Mahnmal!“(mit anschließendem Demozug zur Kreuzkirche/zum Robert-Brauner-Platz)
    • 11:30 Uhr Robert-Brauner-Platz: Kundgebung „Bündnis Herne für ein solidarisches Miteinander“
      Achtung! Anfangszeit auf mehrfachen Wunsch geändert, damit die Teilnehmer:innen der Mahnwache und des Friedensgebets ebenfalls die Möglichkeit haben, die Kundgebung zu besuchen.

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    Wir als Bündnis Herne sehen uns nicht in der Rolle, für oder gegen bestimmte Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung einzutreten oder über Corona aufzuklären, auch wenn wir die Impfung grundsätzlich als Akt der Solidarität betrachten.

    Unsere Kundgebungen richten sich insofern nicht gegen Kritiker staatlicher Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung, sondern gegen den antidemokratischen Hintergrund der Coronaleugnerdemos.

    Hierzu auch unsere bisherigen Statements:

    https://www.buendnis-herne.de/warum-stehen-wir-heute-15-01-2022-hier-auf-dem-robert-brauner-platz

    https://www.buendnis-herne.de/stellungnahme-zu-den-demonstrationen-an-den-vergangenen-samstagen-in-der-herner-innstadt

    https://www.buendnis-herne.de/statement-zu-montaeglichen-spaziergaengen-in-herne

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    Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, wenn wir in der aktuellen pandemischen Situation zu einer solchen Veranstaltung aufrufen.

    Bitte haltet euch während der Kundgebungen an das verpflichtende Tragen eines medizinischen MNS und haltet so gut wie möglich Abstand!

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    Das Bündnis Herne ist ein überparteilicher und religionsübergreifender Zusammenschluss der Herner Zivilgesellschaft. Unsere Veranstaltungen sind keine Plattform für Eigenwerbung von Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und religiösen Gemeinschaften.

    Wir verzichten daher alle auf das Zeigen von entsprechender großflächiger Symbolik (z. B. Fahnen) und erwarten dies auch von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Veranstaltungen. Dies gilt auch für Nationalflaggen.

    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

    Das Bündnis Herne weist außerdem noch einmal auf den Konsens der Gewaltfreiheit hin.

  • Teilnehmende der Kundgebung mit FFP2-Masken

    Herner Zivilgesellschaft zeigt erneut Präsenz gegen Demokratiefeinde

    Einmal mehr hat die starke Herner Zivilgesellschaft Präsenz gezeigt gegen die Gruppierung der Coronaleugner:innen, die ihre demokratiefeindlichen Verschwörungserzählungen in den vergangenen Wochen auf unseren Straßen verbreitet haben.

    Mindestens 250 Hernerinnen und Herner waren dem Aufruf des Bündnis Herne, der „Schirme gegen Rechts“ und der Glaubensgemeinschaften gefolgt und nahmen am Friedensgebet, an der Mahnwache am Shoah-Mahnmal sowie an der Kundgebung auf dem Robert-Brauner-Platz teil.

    Die Coronaleugner:innen hatten auf eine eigene Kundgebung verzichtet; stattdessen tauchte die noch einmal dezimierte Gruppierung zunächst am Rand des Friedensgebetes vor der Kreuzkirche auf, später dann auch auf dem Robert-Brauner-Platz.

    An beiden Orten wurde die Gruppierung spontan durch Mitglieder der „Schirme gegen Rechts“ wie auch durch weitere Teilnehmer:innen regelrecht abgeschirmt: Mit Schirmen und Plakaten bildeten sie einen schweigenden Sichtschutz und machten so deutlich, dass Demokratiefeind:innen bei uns nicht erwünscht sind.

  • Jacob Liedtke auf der Kundgebung

    Alle Miteinander.

    Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    liebe Bürgerinnen und Bürger dieser wunderbaren Stadt – die uns auch alle oft genug zur Verzweiflung treibt,

    als Bürger:innen, im ureigentlichen Sinne des Wortes, haben wir uns heute einmal mehr gemeinsam hier auf dem Robert-Brauner-Platz eingefunden. Alle Miteinander. Uns eint das Gefühl, dass es nicht unwidersprochen bleiben darf, wenn auch nur die kleinste Gruppe demokratieverachtender Zeitgenoss:innen sich anschickt, sich unsere Straßen und unsere Plätze zu nehmen, um Desinformation, Verschwörungsglaube, um bequeme Schuldzuweisungen am Zustand der Welt, um Hass und Hetze auf ihnen zu verbreiten. Egal, welche schräge Ideologie sie antreibt. Uns eint, dass wir es als Bürger:innen für unsere Pflicht und unsere besondere Freiheit halten, sich in die öffentliche Debatte um Grundwerte unseres Zusammenlebens einzumischen, sich überhaupt einmischen zu können – und für diese Grundwerte zu streiten. Das alles mag nun vielleicht zunächst etwas zu sehr nach Sonntagsrede klingen, nach etwas Trivialem, Selbstverständlichem. Aber es fasst den Kern dessen zusammen, was ich heute hier sagen möchte und was ich für alles andere als selbstverständlich halte.

    Wieso stehen wir hier – wieso glauben gleichzeitig aber so viele Menschen in dieser Stadt und im gesamten Land an eine herbeiphantasierte „Corona-Diktatur“ – und wieso bleiben viele Menschen zu Hause und mischen sich nicht ein?

    Fest steht: Gelitten haben wir alle an den inzwischen fast zwei Jahren pandemischen Ausnahmezustandes. Ich finde es deswegen auch zunächst vollkommen richtig, darüber zu sprechen, wer welche Erfahrung mit dieser Krise gemacht hat und wo potentiell gemeinsame Interessen liegen, Dinge ab jetzt und im Anschluss an die Krise zu verbessern.

    Ich persönlich war oft genug gestresst, habe mir Sorgen gemacht – vor allem um meine Liebsten, war oft genug müde und konnte mich angesichts der ganzen Coronaschwierigkeiten oft genug nicht von der Couch schälen. Dabei habe ich es aber noch ganz gut getroffen, ich konnte zum Gutteil von zu Hause arbeiten, musste mich nicht um meine ökonomische Existenz sorgen und betrachte mich deshalb als ziemlich privilegiert. Schwieriger waren die letzten zwei Jahre für das medizinische Personal, Erzieher:innen, Lehrer:innen und Eltern. Und natürlich für die Kinder und Jugendlichen selbst, die sich weiter der schulischen Leistungslogik unterwerfen mussten, ohne Gelegenheit zu Ausgleich, Ausbruch und Vergnügen in der Freizeit. Es ist weiterhin verdammt schwierig für Arme, für Menschen, die nicht in sichere soziale Gefüge eingebunden sind, für alle, die Rassismus und Antisemitismus erfahren müssen, für Menschen mit Behinderung, Kranke und Alte, die sich zurückziehen mussten, Frauen, die noch mehr Care-Arbeit leisten mussten als sonst, Sexarbeiterinnen, viele Menschen in prekären Berufen, viele Selbstständige, Gastronom:innen, Künstler:innen und so viele mehr. Sie alle aufzuzählen, wäre an dieser Stelle überhaupt nicht möglich. Aber auch, um allen Gruppen eine Stimme zu geben und einen Raum zu öffnen, in dem Betroffenheit und politische Forderungen artikuliert werden können, stehen wir hier und gibt es das Bündnis Herne.

    Aber wieso verhalten wir uns jeweils – also wir hier, die selbsternannten Querdenker:innen und die Menschen, die zu Hause bleiben – gegenüber diesen vielen geteilten Gründen für Unbehagen und auch reales Leid politisch so grundsätzlich anders?

    Ich glaube, der Grund für alle drei Gruppen liegt in der Art, wie wir dem Zustand dieser Gesellschaft jeweils politisch gegenübertreten, und er liegt unter dem großen Einfluss einer bedenklichen politischen und gesamtgesellschaftlichen Entwicklung: Große gesellschaftliche Debatten um eine bessere Einrichtung dieser Welt werden aktuell nicht mehr ernstlich geführt, politische Unterschiede zwischen den Parteien sind zwar weiterhin deutlich, aber zu häufig auch marginal, es gibt kaum Institutionen im politischen und vorpolitischen Raum, die noch über eine große Bindungskraft verfügen, neoliberale Selbstoptimierung und der zugrundeliegende ökonomische Zwangszustand vereinzelt uns, und es wird uns seit Jahren und Jahrzehnten auf unterschiedliche Weise eingehämmert, dass wir doch alle die Schmied:innen unseres Glückes sein. Die Pandemie und das sogenannte „Social Distancing“ waren nochmals Öl ins Feuer dieser Vereinzelung. Das haben wir bereits bei unserer Onlinetagung „Corona und die Stadtgesellschaft“ im Dezember 2020 diagnostiziert. Es darf daher nicht verwundern, wenn einige in ein regressives „Ich, Ich, Ich“, in Trotz und in Überhöhung der ureigenen Partikularinteressen verfallen.

    Wir aber stehen heute hier einmal mehr gemeinsam auf dem Robert-Brauner Platz. Das ist der erste Schritt, um Vereinzelung und Egoismus zu überwinden und für eine solidarische Lösung offener politischer Fragen zu streiten. Vor einigen Wochen habe ich bei der Begrüßung zu einer unserer Kundgebungen kurz von der Kraft von Symbolen gesprochen, ich habe daran erinnert, wie zu Beginn der Pandemie von Balkonen musiziert wurde, wie Einkaufshilfen organisiert wurden, und wie man im Angesicht einer bisher ungekannten Bedrohung zusammengerückt ist. Ich bleibe dabei, diese Symbole und kleinen Gesten sind weiter notwendig. Aber allein reichen sie nicht. Ein dauerhaftes Überwinden unerträglicher Zustände, von Ungerechtigkeit und neoliberalem Vereinzelungsdenken, gibt es nur in der dauerhaften Organisation und der konsequenten politischen Arbeit.

    Ich will deswegen nochmals
    Danke
    dafür sagen, dass eine große Zahl Herner Bürger:innen Woche für Woche am Willi-Pohlmann-Platz, am Europaplatz und hier auf dem Robert-Brauner-Platz ein Zeichen setzen für die demokratische Gesellschaft. Ich will aber auch sagen: Zieht Kraft aus diesem Zeichen und geht weiter, bringt euch in Strukturen ein, kämpft in Parteien, Gewerkschaften, Betriebsräten, Vereinen und Initiativen dauerhaft für eure Interessen und für politische Veränderung.

    Bei alledem aber ist natürlich aber das Wichtigste, dass ihr auf euch Acht gebt. Versucht weiterhin, den Kopf oben zu halten in diesem ganzen Corona-Chaos. Tut so oft wie möglich Dinge, die euch guttun, erkennt eure eigenen Grenzen und investiert die Kraft, die ihr jeweils investieren könnt, in das Eintreten für die Dinge, die euch wichtig sind.

    Also: Achtet auf euch, achtet weiterhin aufeinander. Bleibt gesund! Und organisiert euch.

  • Regenschirme vor dem Shoa-Mahnmal in Herne

    Schützt das Shoah-Mahnmal gegen jeden Antisemitismus!

    Wir, die Schirme gegen Rechts und das KAZ , sind eine politische, antifaschistische Gruppe von ganz unterschiedlichen Menschen.

    Wir stellen uns, genau wie das Bündnis Herne, dessen Teil wir sind, gegen jegliche Diskriminierungen, besonders, wenn es um Rassismus & Antisemitismus in unserer Stadt geht. Wir leben und wollen eine solidarische Gesellschaft.

    Seit diese sogenannten „Spaziergänge“ stattfinden, stellen wir uns schützend vor das Shoah-Mahnmal am KUZ, auf dem Willi-Pohlmann-Platz. Hier unser Statement dazu:

    In diesen schweren Zeiten keimt in den Reihen von Verschwörungsideolog:innen, Leerdenker:innen und anderen Merkbefreiten ein altbekannter Antisemitismus, in neuen Kleidern auf.

    Perfide Geschichtsverdrehung, Realitätsverweigerung und absurde Vergleiche mit der Shoa gehen Hand in Hand und sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer.

    Weshalb wir, die Schirme gegen Rechts, uns veranlasst sehen, das Mahnmal vor Übergriffen, Schmähungen und Zerstörung zu schützen.

    Wir wollen ein Zeichen setzen, gerade im Hinblick auf die unsägliche Gruppe der Spaziergänger:innen, die seit ein paar Wochen lautstark, samstäglich durch unsere Straßen ziehen.

    Wir wollen zeigen, dass wir Menschen sind, die eine wehrhafte Demokratie vertreten.

    Wir wollen hierbei eher leise und zurückgenommen sein.

    Das Mahnmal, welches für die Abermillionen ermordeter, gefolterter, vergewaltigter Menschen steht, soll uns ein ewiges Gedenken sein, dass so etwas NIE WIEDER stattfinden darf!

  • SharEPic zur Kundgebung "Herner Plätze: Miteinander und solidarisch durch die Pandemie! (29.01.2022)"

    Herner Plätze: Miteinander und solidarisch durch die Pandemie! (29.01.2022)

    Mit etwa 450 Teilnehmer:innen an unseren Aktionen hat die Herner Zivilgesellschaft am vergangenen Samstag sehr deutlich gemacht, dass in Herne kein Platz ist für demokratiefeindliche Bestrebungen. Vor allem aber war die breite Beteiligung auch ein großartiges Zeichen der Solidarität für Melanie Jansen, Pfarrerin der Kreuzkirchengemeinde, die im Zusammenhang mit den Friedensgebeten bereits
    zwei Morddrohungen erhalten hat.

    Die Gruppe der Coronaleugner und Maßnahmenverweigerer war nur 18 Personen „stark“, beschallte jedoch erneut die Innenstadt mit ihren widerwärtigen Durchsagen zu der „erfundenen Pandemie“, der Gleichsetzung von Beschränkungen für Ungeimpfte mit der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung im Dritten Reich und Parolen wie „Masken sind der neue Hitlergruß“.

    Am nächsten Samstag werden sie einen weiteren Versuch unternehmen.

    Wir werden ihnen erneut zeigen, dass Demokratiefeinde in Herne nicht willkommen sind!

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    Deshalb ruft das Bündnis Herne dazu auf, auch am kommenden Samstag, 29.01.2029, in die Herner Innenstadt zu kommen:

    • 11:00 Uhr Robert-Brauner-Platz: Kundgebung „Bündnis Herne für ein solidarisches Miteinander“
    • 11:00 Uhr Europaplatz/Kreuzkirche: Friedensgebet (mit anschließendem Demozug zum Robert-Brauner-Platz)
    • 11:00 Uhr Shoah-Mahnmal / Willi-Pohlmann-Platz: Mahnwache der „Schirme gegen Rechts“ – „Schützt das Mahnmal!“ (mit anschließendem Demozug zur Kreuzkirche/zum Robert-Brauner-Platz)

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    Wir als Bündnis Herne sehen uns nicht in der Rolle, für oder gegen bestimmte Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung einzutreten oder über Corona aufzuklären, auch wenn wir die Impfung grundsätzlich als Akt der Solidarität betrachten.

    Unsere Kundgebungen richten sich insofern nicht gegen Kritiker staatlicher Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung, sondern gegen den antidemokratischen Hintergrund der Coronaleugnerdemos.

    Hierzu auch unsere bisherigen Statements:

    https://www.buendnis-herne.de/warum-stehen-wir-heute-15-01-2022-hier-auf-dem-robert-brauner-platz

    https://www.buendnis-herne.de/stellungnahme-zu-den-demonstrationen-an-den-vergangenen-samstagen-in-der-herner-innstadt

    https://www.buendnis-herne.de/statement-zu-montaeglichen-spaziergaengen-in-herne

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    Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, wenn wir in der aktuellen pandemischen Situation zu einer solchen Veranstaltung aufrufen.

    Bitte haltet euch während der Kundgebungen an das verpflichtende Tragen eines medizinischen MNS und haltet so gut wie möglich Abstand!

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    Das Bündnis Herne ist ein überparteilicher und religionsübergreifender Zusammenschluss der Herner Zivilgesellschaft. Unsere Veranstaltungen sind keine Plattform für Eigenwerbung von Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und religiösen Gemeinschaften.

    Wir verzichten daher alle auf das Zeigen von entsprechender großflächiger Symbolik (z. B. Fahnen) und erwarten dies auch von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Veranstaltungen. Dies gilt auch für Nationalflaggen.

    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

    Das Bündnis Herne weist außerdem noch einmal auf den Konsens der Gewaltfreiheit hin.

  • Jörg Höhfeldt (Der Schorsch aus Baukau) auf der Kundgebung

    Schorsch aus Baukau: 4G: getestet, geimpft, geboostert, genervt

    Tach, ich bin der Schorsch aus Baukau,
    heute 4G:
    Ich bin getestet,
    ich bin geimpft,
    ich bin geboostert
    und ich bin genervt.

    Genervt von zwei Jahren Corona Virus, genervt aber vor allem, weil wir hier wieder jede Woche auf dem Platz stehen müssen, schließlich wollen wir den Covioten nicht das Feld überlassen.

    An der Stelle sagen manche, Covioten solle man nicht sagen. Ich sag: Das ist ne Tatsachenbehauptung, die ist im Rahmen der Meinungsfreiheit erlaubt. Ich will auch sagen warum.

    Ich habe mir angehört, was aus den Lautsprechern der Coronaleugner kommt. Nur zwei Beispiele: Da ist von „Impfgift“ die Rede, das heißt, der Impfstoff, der Millionen Menschen vor schwerer Krankheit und viele auch vor dem Tod geschützt hat, wird als Gift bezeichnet. Und dass die Kinder in der Schule Masken tragen müssen, wird als „Verbrechen“ bezeichnet. Und die Verantwortlichen würden später „zur Rechenschaft gezogen“. Dabei wissen wir ja, dass gerade die Zahl der infizierten Kinder immer höher steigt, auch bei uns in Herne. Wer so was per Lautsprecher verbreitet, ist für mich ein Coviot. Das wird man ja in Deutschland wohl noch mal sagen dürfen.

    Und die anderen? Die Besorgten? Die haben selbstverständlich ein Recht auf Meinungsfreiheit, ein Recht auf Demonstrationsfreiheit, aber das ist noch lange kein Grund, mit den Faschisten mitzulaufen. Und Leute, die abends mit Fackeln „spazieren“ gehen und dabei vor Privatwohnungen von Politikern und Politikerinnen aufmarschieren, die nerven nicht nur, die sind gemeingefährlich.

    Ich bin genervt von dem ganzen Mist, der auf Telegram verbreitet wird, von Hass und Hetze. Von Morddrohungen gegen Wissenschaftler und Politikerinnen. Und mehr als genervt bin ich davon, dass in Herne die Pfarrerin Melanie Jansen Morddrohungen bekommen hat. Da ist die „deadline“ überschritten, im wahrsten Sinne des Wortes. Da geht es nicht mehr um Argument und Diskussion, das ist ein Fall für Polizei und Justiz.

    Warum ich so genervt bin, will ich am Beispiel der Masken klarmachen. Als es noch gar keine Masken gab, hat sogar das Robert-Koch-Institut gesagt, dass Masken nicht viel nützen. Dann hieß es auf einmal, Einfachmasken schützen doch. Dann wurden überall diese Stoffmasken genäht. Andere gab es ja noch nicht. Da mussten sich erst ein paar Bundestagsabgeordnete Verdienste drum erwerben, also viel damit verdienen. Dann mussten wir alle Masken tragen, sogar hier auf der Bahnhofstraße. Jetzt sagen alle Expertinnen und Experten, dass FFP2-Masken am besten vor Omikron schützen. In Berlin und Brandenburg muss man in Bussen und Bahnen FFP2-Masken tragen, in Nordrhein-Westfalen nicht. So viel zur Bundeseinheitlichkeit. Hier wird es von der Landesregierung nur dringend empfohlen. Ja, ist denn das Berliner Virus anders als das NRW-Virus? Oder hat die Landesregierung keinen Arsch in der Hose? Entweder es ist so wichtig, dann muss es Pflicht sein. Oder es ist doch nicht so wichtig. Das nervt.

    Ich könnte noch viele andere Beispiele aufzählen. Wenn ich von den Schulen anfangen würde -fehlende Luftfilter, Homeschooling, verspätete Testergebnisse usw. – dann ständen wir noch heute Abend hier. Dann wärt ihr genervt.

    Aber einen hab ich noch zum Schluss. Ist nicht von mir, ist ein Zitat, nur falls hier Plagiatsjäger auf dem Platz sind. „Wenn du glaubst, dass der Impfstoff deine Erbanlagen verändert, wenn du das wirklich glaubst, dann solltest du das als Chance für dich begreifen.“

    Bis die Tage. Bleibt gesund!

    Der Schorsch aus Baukau (Jörg Höhfeld)

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