Unser Redebeitrag auf der Mahnwache

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Vor knapp drei Wochen hat auch das Bündnis Herne am CSD teilgenommen. Wir hatten einen Infostand auf dem Europaplatz. Eine Freundin ist mit unserer Fahne in der Parade mitgelaufen. Es war ein fröhlicher Tag – und es war uns ein Fest, Teil davon zu sein.

Heute stehe ich hier mit gemischten Gefühlen, wie ihr alle wahrscheinlich.

Aber ich bin auch dankbar, Teil dieser Mahnwache zu sein.

Der Attentäter von Berlin hat eine Frau ermordet und viele Menschen verletzt.
Ihnen und ihren Angehörigen gilt heute unser Gedenken.

Sein Anschlag auf den CSD war in erster Linie gegen die queere Community gerichtet.

Gleichzeitig zielte der Attentäter auf uns alle, die wir für ein Zusammenleben in Vielfalt eintreten und für das Recht, sich zu zeigen und sichtbar zu sein.

Quer durch alle Religionen und Ideologien gibt es Menschen, die Vielfalt ablehnen, weil sie sich Eindeutigkeit wünschen.

Das habe ich gestern gelesen.

Der Satz klingt für mich einleuchtend. Er lässt mich aber doch etwas ratlos mit der Frage zurück, wie wir unsere Vielfalt gegen diese Menschen verteidigen sollen.

Schließlich heißt Vielfalt ja auch für diese Menschen, sichtbar sein zu dürfen.

Aber eins weiß ich sicher:

Es reicht längst nicht mehr aus, solidarische und empörte Sharepics zu teilen.

Es ist heute wichtiger denn je, Gesicht zu zeigen:
Bei Kundgebungen, in Gesprächen am Infostand und vor allem im Alltag.

Wir sind viele.

Wir können den Kampf für eine vielfältige Gesellschaft aber nur gewinnen, wenn wir zusammenhalten.

Unsere Feinde in diesem Kampf sind Empathielosigkeit, Resignation und Gleichgültigkeit.

Unsere „Waffen“ für diesen Kampf sind Empathie, Ausdauer und vor allem SOLIDARITÄT!

Cordula Vordenbäumen

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