Monat: Januar 2025

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    80 Jahre sind vergangen

    Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2025

    80 Jahre sind vergangen, seit die Rote Armee am 27. Januar 1945
    die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz befreite.
    Auschwitz war Teil des riesigen Netzes aus Konzentrations-, Vernichtungs- und Arbeitslagern, aus Jugendhaftstätten und Einrichtungen des Euthanasieprogramms, das die Nationalsozialisten in ganz Europa errichtet hatten.
    Auschwitz ist zum Synonym geworden für millionenfachen Mord, für Folter und für Menschenversuche, zum Synonym für eine bis ins letzte geplante Vernichtungsmaschinerie.
    Europäische Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Menschen mit Behinderung – die Nationalsozialisten sprachen ihnen die Zugehörigkeit zum deutschen Volk ab. Sie waren angeblich „ungesund“ für das deutsche Blut und mussten daher weg.
    80 Jahre. Das ist lange her, werden sich einige denken; manche sagen es auch laut: Was hat das mit uns zu tun? Da war ich ja noch nicht einmal geboren, selbst meine Eltern waren noch ganz klein. Oder vielleicht auch: Ich habe gar keine deutschen Wurzeln, „Auschwitz“ ist gar nicht Teil meiner Geschichte.
    Die schrecklichen Konsequenzen der nationalsozialistischen Ideologie waren möglich, weil eben nicht nur eine Handvoll Nazis mit Adolf Hitler an der Spitze diese Ideologie verfolgten.
    Sie wurden möglich, weil viel zu viele Menschen – auch in Herne – wegschauten, als Nachbar:innen, Kolleg:innen, Verwandte, Freund:innen und Bekannte ihre Arbeitsplätze verloren, aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, bedroht, verhaftet und deportiert wurden.
    Viel zu viele schauten weg, obwohl das Unrecht öffentlich vor ihren Augen geschah.
    Viel zu viele beteiligten sich aktiv an der Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung.Primo Levi, ein italienischer Schriftsteller und Auschwitz-Überlebender, sagte 1986: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“

    Heute, 80 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, streckt in Deutschland eine Partei ihre Hände nach der Macht aus, die ankündigt, Menschen massenhaft zu deportieren, die ihrer Meinung nach nicht hierhergehören. Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, vor Krieg oder Verfolgung, oder auch vor bittererer Armut. Diese Partei, die „Alternative für Deutschland“, nennt es beschönigend „Remigration“.
    Das ist widerwärtig.

    Darum erinnern wir immer noch an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 80 Jahren: Es war möglich, dass sich eine menschenverachtende Ideologie in Deutschland ausbreitete, die von großen Teilen der Bevölkerung hingenommen oder gar unterstützt wurde. Es war möglich, dass Menschen vertrieben, deportiert und ermordet wurden.

    Und es kann wieder passieren!

    Darum geht es uns auch heute noch etwas an, dass das Konzentrationslager Auschwitz 1945 befreit wurde.

    Zu verhindern, dass sich eine solche menschenverachtende Ideologie wieder ausbreiten kann: Das ist unsere gemeinsame Verantwortung, unabhängig davon, wann oder wo wir geboren wurden.

    Lasst uns gemeinsam dazu beitragen, dass Auschwitz nie wieder sei!

  • SharePic zu "Bündnis Herne zieht sich von X zurück"

    Bündnis Herne zieht sich von X zurück

    Auch wir haben uns entschieden, die Plattform X (ehemals Twitter) nicht mehr zu nutzen. Wir haben bereits länger die Entwicklung auf X und gerade das Verhalten der Unternehmungsführung beobachtet. Wir sind letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass eine weitere Nutzung dieser Plattform nicht mit unseren demokratischen Werten übereinstimmt.
    Es gibt Stimmen, die die Meinung vertreten, „man müsse doch weiterhin dagegenhalten und vertreten bleiben“. Diese Meinung respektieren wir sehr. Wir haben aus gleichen Gründen lange mit einer finalen Entscheidung gehadert.
    In letzter Zeit mehren sich jedoch die Hinweise, dass Accounts mit unserer Ansicht nach demokratiezersetzenden Inhalten bewusst in der Reichweite gefördert, während gleichzeitig Accounts mit demokratiefördernden Inhalten offensichtlich eingeschränkt werden. Und dies alles unter dem Deckmantel der „freien Meinungsäußerung“. An dieser Stelle erscheint uns die Nutzung dieser Plattform als reine Ressourcenverschwendung und würde nur dazu dienen, offensichtliche demokratiefeindliche Absichten zu fördern.
    Bündnis Herne
  • Bündnis Herne Postkarte "Schön, dass du da bist" Vorderseite

    SCHÖN, DASS DU BEI UNS BIST!

    Nach diesen ganzen abscheulichen Meldungen und Bildern von „Abschiebe-Tickets“, wollen wir sagen:

    SCHÖN, DASS DU BEI UNS BIST!

    Nachdem wir von rechten Drohbriefen in unserer Stadt gehört hatten, war es uns eine Herzensangelegenheit dagegen zu halten. Wir sind froh, dass unser Herne so bunt ist und so haben wir uns, im betroffenen Stadtgebiet und in der Fußgängerzone, auf den Weg gemacht und unsere Postkarten verteilt.

    #herneistbunt und wir halten zusammen #gegenrassismus .

    #fcknzs #fckafd #afdnee #gemeinsamgegenrassismus #gemeinsamgegenrechts #buntstattbraun #keinenmillimeternachrechts #stadtherne #schöndassdubeiunsbist #gegenrassismus #gegenrechts

  • Foto mit dem unterschriebenen Herner Versprechen mit allen Parteivertreter:innen

    Auch 2025: Demokratie muss stabil bleiben, das Herner Versprechen muss halten

    Auch 2025: Demokratie muss stabil bleiben, das Herner Versprechen muss halten

    Nach einem Jahr 2024, in dem das Bündnis Herne durchschnittlich jede Woche eine Aktion organisierte, blicken wir besorgt in das Wahljahr 2025. In 2024 wurde das Herner Versprechen abgegeben, das weiterhin bundesweit einmalig ist. Die Herner Lokalpolitik steht stabil gegen Menschenfeindlichkeit; sie wird weiterhin nicht mit Akteur:innen zusammenarbeiten, die sich gegen die Würde des Menschen und gegen unsere Demokratie stellen, oder die sich durch ihre Geschichtsvergessenheit auszeichnen. Das Bündnis Herne verspricht seinerseits, sein Engagement und auch die Schlagzahl in 2025 beizubehalten.
    Die demokratische Auseinandersetzung zur Bundestagswahl wird überschattet von der großen Gefahr für die Demokratie: ein mögliches starkes Abschneiden der „Alternative für Deutschland“. Deren menschenfeindliche Pläne zur massenhaften Deportation Andersdenkender, als „Remigration“ beschönigt, dürfen nicht in Vergessenheit geraten! Herne muss immer wieder neu das im Februar 2024 gegebene Herner Versprechen einlösen und halten! Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in Österreich erwartet das Bündnis Herne von den lokalen demokratischen Parteien, weiterhin entsprechend auf ihre jeweiligen Entscheidungsträger:innen einzuwirken.
    Das Auseinanderbrechen der Bundesregierung und der harte Umgang der Parteien miteinander erzeugen große Unsicherheiten und Zerwürfnisse bereits im demokratischen Spektrum. Wenn eine Partei mit langer demokratischer Tradition bereits einen Wahlkampf als „offene Feldschlacht“ bezeichnet, will man sich nicht ausmalen, wie Feinde der Demokratie für unsere Zukunft planen. Die demokratische Mitte muss den Anstand wahren und darf sich nicht in den Strudel der verbalen Entgleisungen ziehen lassen. Ansonsten droht von dieser Seite eine weitere Gefahr für die Demokratie.
    Gerade deswegen sieht das Bündnis Herne ganz besonders im Jahr 2025 einen großen Bedarf, sich für die wehrhafte Demokratie, für Menschenrechte und für ein gutes Miteinander einzusetzen. „Wir werden auch weiterhin Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus dort benennen und anprangern, wo wir ihn sehen. Wir werden weiterhin für Betroffene von Entgleisungen gegen die Gemeinschaft ansprechbar sein. Wir werden uns in den Wahlkämpfen und darüber hinaus für das demokratische Miteinander in Herne einsetzen.“ sagt Markus Vordenbäumen als 1. Vorsitzender des Bündnis Herne e.V.
    Als Herner Plattform für diesen Einsatz für eine wehrhafte, streitbare Demokratie steht das Bündnis Herne auch im Jahr 2025 bereit und wird Fortbildungen, Aktionen und Veranstaltungen planen und durchführen. Hierzu werden immer Mitstreiter:innen gesucht, die sich auf der Webseite buendnis-herne.de, per Mail oder beim nächsten Treffen Ende Januar informieren können.
    Bündnis Herne, Januar 2025
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